Am Pranger

07. November 2012 15:45; Akt: 07.11.2012 16:05 Print

Amerikanerin wird «Idiotin»-Schild umgehängt

Weil sie einen stehenden Schulbus überholt hat - über das Trottoir! - muss eine 32-Jährige im US-Bundesstaat Ohio auf richterliches Geheiss ein Schild tragen, das sie als «Idiotin» verunglimpft.

Für dieses Vergehen muss die 32-Jährige büssen - auf höchst ungewöhnliche Art und Weise. (Video: Youtube/marthymamo)
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Als Strafe für ein Verkehrsvergehen muss sich eine Frau im US-Staat Ohio öffentlich als Idiotin bezeichnen. Die 32-Jährige wurde laut Gerichtsdokumenten am Montag dazu verurteilt, sich mit einem entsprechenden Schild um den Hals morgens an eine Strassenkreuzung zu stellen. Ihr Vergehen: Sie war über den Bürgersteig an einem haltenden Schulbus vorbeigefahren.

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Finden Sie es gerecht, dass die Frau zur Strafe ein «Idiotin»-Schild tragen muss?
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Nun muss sie in der kommenden Woche zwei Mal jeweils von 07.45 Uhr bis 08.45 Uhr an einer Kreuzung stehen. Auf ihrem Schild steht dann geschrieben: «Nur eine Idiotin fährt über den Bürgersteig, um einem Schulbus auszuweichen.» Ausserdem wurde der Frau für einen Monat der Führerschein entzogen und sie muss die Gerichtskosten in Höhe von 250 Dollar tragen.


Fox-News-Bericht über das unglaubliche Gerichtsurteil
(Video: Foxnews.com)

(dapd)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Die Leute, die hier jubeln und lachen, begehen einen schweren Fehler. Dies ist kein Party-Gag, sondern eine juristisch angeordnete öffentliche Blossstellung. Vielleicht denken einige das ist lustig und wirkungsvoll. In Wahrheit hebelt sowas das Fundament einer aufgeklärten Gesellschaft aus. Auf welcher gesetzlichen Grundlage stützt sich dieses Urteil? Wer sich nur ein bisschen mit Law and Order beschäftigt bekommt Hühnerhaut, wenn er so etwas liest. Das ist ein Urteil, das von einem Amateurrichter, der sich witzig findet stammen könnte. Gewisse Dinge, sollte man Fachleuten überlassen. – Janosch

Die neusten Leser-Kommentare

  • Werner Rüdisühli am 09.11.2012 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wiederholungstäterin

    Um den vielen Verschwörungstheoretikern hier den Wind aus den Segeln zu nehmen: Die unterschiedlichen Verkehrssituationen sind nicht etwa eine "nachgestellte Szene", sondern ein Zusammenschnitt zweier Videoaufzeichnungen einer Wiederholungstäterin, die diese Aktion bereits mehrmals durchgezogen hat, denn sie wird mit bereits eingeschalteter Mobiltelefon-Cam und dem gut hörbaren Kommentar "Here she comes!" - "Da kommt sie!" erwartet. Auch der Streifenwagen wird nicht zufällig an Ort gewesen sondern bereits vorgängig dahin aufgeboten worden sein, um die Dame in-flagranti zu stellen.

  • S L K am 08.11.2012 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Glimpflicher Ausgang

    ich finds gut. mann muss wirklich unsaeglich dumm sein, einen STEHENDEN SCHULBUS zu ueberholen. haette die frau kinder ange- bzw. ueberfahren, haette sie in den Knast wandern muessen. Nur schon das Risiko auf sich zu nehmen, das Leben eines Kindes zu gefaehrden gehoert geaechtet und oeffentlich gemacht. Ich hoffe das war eine Schreckwarnung fuer die "gute" Dame, von welcher sie eine lebenslaengliche Lektion gelehrt hat.

  • Willi Tell am 08.11.2012 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Inszeniert

    Mich wundert, dass die Geschichte "zufälligerweise" perfekt mit-gefilmt wird aus dem Bus, als hätte man gewusst was gleich passieren wird. Und dass sogleich auch ein Polizist bereit steht und den Sünder aus dem Verkehr zieht. Sieht mir sehr inszeniert oder nach Autofahrer-Falle aus.

    • Werner Rüdisühli am 09.11.2012 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wiederholungstäterin

      Offensichtlich hat die Dame das nicht zum ersten Mal getan, denn der Filmende sagt deutlich hörbar: "Here she comes!" - "Da kommt sie." Scheint eine unverbesserliche Wiederholungstäterin zu sein, die nun ihre Strafe erhalten hat. Auch die Reaktion der anderen Kids, als die bereits wartende Polizei die Fahrerin anhält deutet darauf hin, dass hier 911 vorgängig avisiert wurde und alles nur auf diesen Moment gewartet hat. Geschieht ihr recht. Bei uns werden Leute, die einen stehenden Bus auf der linken Seite einer Mittelinsel überholen, auch gebüsst.

    einklappen einklappen
  • Kimmi am 07.11.2012 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Janosch nein.....nein Janosch nene

    Genau Ihre komplizierte Einstellung und das Mitleid wo sie dem "Täter" entgegebringen verwahrlost unsere Gesellschaft. Mit dem Bezahlen der Busse verbleibe ich in der Anonymität, doch mit der öffentlichen Blosstellung denke ich sind wir dem Lerneffekt viel näher. Sich eine Stunde mit so einer Tafel an die Strasse zu stellen ist wirklich krass. Diese Frau und alle die sowas sehen werden es sich dutzende male überlegen eine solche Übertrettung zu machen. Mit Ihrer Einstellung unterstützen sie die Rechte des Täters und ziehen die Rechte der Opfer ins Schattenlicht. Wäre auch was für uns hier.

  • A.M. am 07.11.2012 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Meinung

    Dieses Urteil wird die Nr. 1 der dümmsten Sachen, die ich in diese Woche gehört habe, sein. Mit ein wenig glück sogar das Dümmste dieses Monats.