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Footballer betrogen
02. Februar 2013 11:51; Akt: 02.02.2013 11:51 Print
«Ich spielte die falsche Freundin - aus Liebe»
Der Schwindel um die falsche Freundin eines US-Footballstars wird immer bizarrer. Nun hat sich der mutmassliche Urheber geoutet – mit seltsamen Aussagen zum Thema Homosexualität.
Ein Mann verliebt sich in einen Mann und gibt sich als Frau aus: So liesse sich die Geschichte kurz auf einen Nenner bringen, die der 22-jährige Ronaiah Tuiasosopo am Donnerstag dem amerikanischen Fernsehpublikum auftischte. Der junge Kalifornier gilt als Urheber des Schwindels um eine Frau namens Lennay Kekua, die angeblich bis zu ihrem tragischen Krebstod eine Online-Beziehung mit Manti Te’o unterhielt, einem der grössten Football-Talente des Landes. Mitte Januar stellte sich heraus, dass Kekua nie existierte.
In der Show des TV-Psychologen Dr. Phil McGraw gestand Tuiasosopo nun, er habe Lennay Kekua erfunden und auch ihre Stimme am Telefon imitiert, weil er sich in Te’o verliebt habe. Er habe seine ganze Energie in Lennay investiert und «Gefühle und Emotionen» für Te’o entwickelt, die er nicht mehr habe kontrollieren können. Beendet habe er die Sache, weil Te’o mit anderen Frauen über Skype Kontakt gehabt habe: «Das hat mich verletzt.» Deshalb habe er Lennay sterben lassen, am gleichen Tag, als auch Manti Te’os Grossmutter starb.
Te’o hatte keine Ahnung
Daraus entstand die rührselige Geschichte, die Amerika bewegte. Als er Te’o am 24. November am Rande eines Football-Spiels in Los Angeles persönlich traf, habe er reinen Tisch machen wollen, sagte Tuiasosopo, doch es seien zu viele Leute anwesend gewesen. Am 6. Dezember rief er ihn schliesslich an. Ronaiah Tuiasosopo gab zu, es habe sich um einen üblen Schwindel gehandelt. Er habe aber finanziell nicht davon profitiert. Manti Te’o habe keine Ahnung gehabt: «Er war nicht beteiligt, er wusste von nichts.»
Der Footballstar hatte letzte Woche in einem Interview mit Starmoderatorin Katie Couric betont, er habe die Sache nicht inszeniert. Seine Gefühle für Lennay seien echt gewesen, obwohl er sie nie persönlich getroffen habe, sagte Te’o: «Ich dachte wirklich, dass sie existiert.» Gerüchte, er habe mit der falschen Freundin vertuschen wollen, dass er schwul sei, bestritt er vehement. Ronaiah Tuiasosopo meinte zu diesem Thema, er selber wohl schwul, fühle sich aber auch verwirrt und verloren und wolle «von der Homosexualität genesen».
War es die Cousine?
«Dr. Phil» erwiderte, diese Aussage beunruhige ihn sehr. Sie war nicht der einzige seltsame Aspekt an Tuiasosospos «Beichte». So behauptete der junge Mann, er selber habe bei den Telefonaten mit Te’o die Stimme von Lennay Kekua imitiert, und das teilweise stundenlang. Die «New York Post» jedoch berichtete, es habe sich um die Stimme von Tino Tuiasosopo gehandelt, einer Cousine von Ronaiah. Ein anderer Cousin habe sie anhand der in Katie Courics Show eingespielten Voicemails eindeutig identifiziert: «Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass es sich um Tino handelt. Sie hat die ganze Zeit mit Manti gesprochen.»
Tino Tuiasosopo lebt laut «New York Post» auf der Pazifikinsel Amerikanisch-Samoa. Von dort stammt auch die Familie von Manti Te’o. Sie war für einen Kommentar nicht zu erreichen. Ihr Vater erklärte der «New York Post», er wolle «nichts ausplaudern». Ein Sprecher von Manti Te’o wollte sich zum Interview mit Ronaiah Tuiasosospo nicht äussern. Die Affäre um die falsche, tote Freundin wird damit immer verworrener. Und lässt die Amerikaner zunehmend kalt: «Haben wir nicht alle die Nase voll davon?» fragte ein Leser auf der Website der «Washington Post». Immer mehr würden wohl sagen: Jawohl.
(pbl)
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Alle 4 Kommentare

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Hilfe,
Ich bin total verwirrt und weiß eigentlich nicht mehr wer was zu wem und überhaupt ... häää?!
Geht mir auch so
Wircklich nur häää !! Das schnallt kein mensch
Stimmt nicht
Das kann man ja auf youtube nachhören, dass es nicht seine Stimme war. Ein Mann, der mit einer verstellten Frauenstimme spricht, tönt nicht so. Ausserdem hat es noch andere Lügen von ihm im ganzen Theater.
das wird ja immer bizarrer...
diese ganze geschichte um diese merkwürdige,tote internet-bekanntschaft wird ja immer verückter.