Bangladesch

14. März 2012 18:05; Akt: 14.03.2012 18:04 Print

112 Menschen ertrinken bei Fährunglück

Die zweistöckige Fähre Shariatpur 1 mit rund 200 Menschen an Bord ist in der Nähe von Dhaka im Fluss Meghna gesunken. Nur gerade 35 Menschen konnten gerettet werden, nach weiteren Vermissten wird gesucht.

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Bei einem Fährunglück in Bangladesch sind deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst angenommen. Mindestens 112 Passagiere seien beim Untergang des Schiffes am Dienstag gestorben, teilten Rettungskräfte und Behörden am Mittwoch mit.

Taucher hätten im Inneren des Schiffes und auf den Decks dutzende Leichen gefunden, sagte der Leiter der Bergungsaktion, Gulzar Hossain. Jeder Winkel des Schiffes sei durchkämmt worden. Die Bergungsteams suchten nun auch im Flussbett nach Leichen.

Die meisten der Vermissten seien jedoch geborgen worden, sagte Hossain. Hunderte Angehörige beobachteten am Flussufer die Hilfskräfte bei ihrer Arbeit. Von den etwa 250 Passagieren der Fähre konnten 35 Menschen gerettet werden.

Zusammenstoss mit Frachtkahn

Nach Angaben eines Überlebenden begann die zweistöckige «Shariatpur 1» wenige Minuten nach ihrem Zusammenstoss mit einem Frachtkahn zu sinken. Das Unglück hatte sich in der Nacht zum Dienstag auf dem Fluss Meghna südöstlich der Hauptstadt Dhaka ereignet.

Die genaue Zahl der Menschen an Bord ist nicht bekannt, da Passagierlisten in Bangladesch häufig nur oberflächlich geführt werden. In Bangladesch, das in einem riesigen Flussdelta liegt, sind Fähren ein wichtiges Transportmittel.

Immer wieder kommt es in dem bitterarmen, dicht bevölkerten Land zu Schiffsunglücken mit schweren Folgen. Ursache ist häufig die Missachtung von Sicherheitsvorschriften, oft wird die zulässige Passagierzahl überschritten. Im April 2011 waren 32 Menschen ertrunken, als ihre Fähre ein Schiffswrack rammte.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ricardo Granda am 15.03.2012 02:46 Report Diesen Beitrag melden

    Auch hier leiden Eltern

    Bitte denkt daran Leute, egal wo auf der Welt so eine Tragödie stattfindet, verdienen die Toten unsere Trauer und die Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl genau so wie die, die in unserer Nähe verunglückt sind.

  • Milad Fakiry am 14.03.2012 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wie viele Menschen täglich sterben, kann man sich nicht vorstellen. Mein Beileid.

  • Gianna am 14.03.2012 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Würde der Toten?

    Wieso werden Fotos mit toten Menschen veröffentlicht? Genügt nicht der Fakt, dass es 112 Tote gab? Das ist unmenschlich, auch wenn es nicht die Schweiz betrifft..

  • Christoph Geiser am 14.03.2012 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Vor Ort ist man da gelassen

    Ich hab mal einen Bengalen darauf angesprochen, er meinte nur lakonisch, "bei uns gibt so viele Leute, interessiert niemanden" Das Leben hat auf diesem Planeten völlig unterschiedliche Wertebedeutungen.

  • Phg am 14.03.2012 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Totenbilder

    Warum müssen die vielen Toten mit Bildern gezeigt werden. Stellt euch vor es würden Fotos der toten belgischen Kinder gezeigt. Das gäbe ein Aufruhr, nur weil Bangladesch weit weg ist und ein 3. Weltland muss man die Menschen nicht anders behandeln als bei uns...!