Sextoys

04. Juli 2011 23:33; Akt: 05.07.2011 01:15 Print

Experten warnen vor gefährlichem Sexspielzeug

von Zora Schaad - Weil Chemikalien im Plastik von Sextoys schwer krank machen können, drängen Experten auf ein Verbot. Doch beim Bund sieht man keinen Handlungsbedarf.

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Das Vergnügen kann gesundheits­gefährdend sein. (Bild: aebi)

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Während das Gesetz Weichmacher in Kinderspielzeug nur noch in kleinsten Mengen erlaubt, gibt es für Sexspielzeug keine Grenzwerte: Bis zu 58% beträgt der Anteil an sogenannten Phthalaten in Dildos, Vibratoren und Ähnlichem. Phthalate stehen in Verdacht, Unfruchtbarkeit, Krebs oder Diabetes auszulösen: «Wenn sich Frauen zu oft mit Sexspielzeugen vergnügen, könnte dies die Phthalatbelastung im Körper erhöhen», sagt Dr. Margret Schlumpf von der Forschungsgruppe Greentox. Und Toxikologe Prof. Dr. Michael Arand warnt: «Über die Schleimhäute könnten die gefährlichen Schadstoffe direkt in den Blutkreislauf gelangen.» Besonders Spielzeug aus glibberigem Jelly-Plastik gelten als gesundheitsgefährdend. «Hände weg von allem, was klebrig ist und stinkt», sagt Noëlle Brandl von der Herstellerfirma Fun Factory, die auf gesundheitlich unbedenkliche Sextoys spezialisiert ist. Die Fachfrau warnt insbesondere vor Produkten aus China, empfehlenswert seien Produkte aus körperverträglichem Silikon.

Die Stiftung für Konsumentenschutz möchte, dass die giftigen Sextoys verschwinden: «Alles, was mit Schleimhäuten in Berührung kommt, sollte gar keine Weichmacher enthalten», sagt Geschäftsleiterin Sara Stalder.

Doch obwohl in Schweizer Erotik-Shops reihenweise Chemie-Dildos in den Regalen stehen, sieht das Bundesamt für Gesundheit keinen Handlungsbedarf. Der Zürcher Shop Clit Care ist deshalb von sich aus aktiv geworden und hat sein Sortiment entrümpelt. «Schliesslich wollen wir den Frauen Spass und kein Gift verkaufen», so Inhaberin Sarina Nauer.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laura Anderson am 05.07.2011 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Einheimische Produkte

    Ich kaufe nur noch Bio-Gurken... ;-)

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  • Peschä am 05.07.2011 01:32 Report Diesen Beitrag melden

    Geht auch ohne Gesetze

    Wie Fun Factory und Clit Care zeigen, geht es offensichtlich auch ohne Gesetze. Wenn Leute unbedingt Ramschprodukte verwenden wollen, sollten sie vielleicht ein Kondom verwenden - oder gehen die Weichmacher da durch? Andererseits könnte man schon über ein Importverbot für Mistprodukte nachdenken, die tonnenweise Giftstoffe enthalten...

  • Pascal am 05.07.2011 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Handlungsbedarf?

    Kein Handlungsbedarf? Das heisst dem Bundesrat ist es anscheinend egal, ob Produkte die "Unfruchtbarkeit, Krebs oder Diabetes auslösen" weiterhin verkauft werden können? Zumindest eine Deklarationspflicht wäre doch eine erster Schritt, der einfach und wirksam umgesetzt werden könnte!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pascal am 05.07.2011 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Handlungsbedarf?

    Kein Handlungsbedarf? Das heisst dem Bundesrat ist es anscheinend egal, ob Produkte die "Unfruchtbarkeit, Krebs oder Diabetes auslösen" weiterhin verkauft werden können? Zumindest eine Deklarationspflicht wäre doch eine erster Schritt, der einfach und wirksam umgesetzt werden könnte!

  • Laura Anderson am 05.07.2011 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Einheimische Produkte

    Ich kaufe nur noch Bio-Gurken... ;-)

    • Alain Bachmann am 05.07.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      find ich auch gut

      O.K. helfe ich find ich auch gut

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  • Florian Pischel am 05.07.2011 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Schützen

    Auch hier kann man sich schützen: Kondom verwenden!

    • Sarina Nauer am 05.07.2011 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      reicht nicht!

      Leider reicht das nicht! Die Giftstoffe gehen durch das Latex des Kondoms!! Am besten nur Toys aus 100% medizinischem Silikon verwenden.

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  • sichere Dildos am 05.07.2011 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    gefährliche Toys

    Ich finde es sehr bedenklich was in solchen Dildos und co drinnen ist. Legt mal zwei unterschiedliche Sexspielzeuge aneinander, das Ergebnis ist für mich auf jeden Fall ein Grund zum Handeln. Je nach Materialkombination löst sich das einte auf. Bei anderen bilden sich so komische schwarze Punkte im innern, was von mir aus auch nicht ganz richtig sein kann. Ich rate allen zu hochwertigen Toys. Leider ist überhaupt nicht deklariert aus was sie hergestellt werden. Die gefährlichen müssen unbedingt aus dem Verkehr gezogen werden. Ich denke das ist auch eine Sache des Verkäufer, von gefährlichen Ar

  • M.Müller am 05.07.2011 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Siegel?

    Gibt es dafür irgendwelche Siegel? Oder wie kann ich mich als Konsument davor schützen?? Nur auf silikon basirende Toys kaufen??

    • Safer Sexy am 05.07.2011 09:24 Report Diesen Beitrag melden

      Tip Tip

      Nun, mein Tip an dieser Stelle: Einen Gummi drüber ziehen. Ist 1. Hygienischer und 2. ein gewisser Schutz gegen die Weichmacher...

    • Sarina Nauer am 05.07.2011 11:56 Report Diesen Beitrag melden

      Aufgepasst!

      Leider gehen die giftigen Stoffe sogar durch den Gummi!!! Also ausschliesslich in Shops kaufen wo Wert auf Qualität gelegt wird!

    • Sarina Nauer am 05.07.2011 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      du erkennst es am Geruch

      Du erkennst ein Schlechtes Produkt am besten am Geruch. Diese Weichmacher stinken übel nach Plastik, während Silikon geruchsneutral ist.

    • S. Loop am 05.07.2011 19:44 Report Diesen Beitrag melden

      toys4woman

      Bei "toys4woman" gibt es nur Produkte aus medizinischem Silikon. Produkte werden auf Hompartys angeboten.

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