Erdbeben in Mexiko

08. September 2017 12:17; Akt: 08.09.2017 13:54 Print

«Das Gebäude schwankt nach 10 Minuten noch»

Zeugen berichten, wie sie das Erdbeben in Mexiko erlebt haben.

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Hunderte Häuser eingestürzt: Bewohner suchen in den Trümmern nach ihrem Hab und Gut. Ein Unglück kommt selten allein: Hurrikan Katia sorgt in Mexiko für heftige Niederschläge (8. September 2017) Stark betroffener Bundesstaat: Menschen in Oaxaca durchsuchen Trümmer nach ihren Habseeligkeiten. (8. September 2017) Ein Junge betrachtet das Ausmass der Zerstörung in Oaxaca. (8. September 2017) Mexikos Präsident sagte, dass rund 50 Millionen Menschen die schweren Erschütterungen gespürt hätten. Es kam zu einem starken Nachbeben der Stärke 5,2: Die Überreste eines Wagens in Mexiko Stadt. Immense Schäden: Ein Paar betrachtet den zerrissenen Boden ihres Hinterhofs in der Stadt Veracruz, Mexiko. (8. September 2017) Menschen versammeln sich auf der Strasse Downtown Mexiko, City. (7. September 2017) Knapp zwei Millionen Menschen waren vorübergehend ohne Strom. Aus Furcht vor einem Tsunami wurden Städte an der Pazifikküste geräumt. Selbst im mehr als 1000 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt gerieten Häuser ins Schwanken, Betten krachten gegen die Wände. Angst nach Erdbeben: Menschen versammeln sich in den Strassen von Mexiko-Stadt. (8. September 2017) Ein Spital in Villahermosa im mexikanischen Bundesstaat Tabasco musste evakuiert werden. Patienten und Ärzte warten vor dem Spital. Ein eingestürztes Gebäude in Oaxaca. Das Beben erreichte eine Stärke von 8,0 auf der Richterskala. Der Erdstoss hat die Häuser in Mexiko-Stadt wanken lassen. Die Angst ist gross: Menschen flohen, teils im Schlafanzug, auf die Strasse.

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«Es ist das stärkste Erdbeben innerhalb eines Jahrhunderts», sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto. Zahlreiche Menschen wurden aus dem Schlaf gerüttelt und sind auf die Strasse gerannt. «Ich hörte eine Detonation, die Ampeln wackelten heftig», sagte Hauptstadtbewohnerin Mayaro Ortega der Nachrichtenagentur AFP.

«Ich fuhr gerade, als es zu beben begann», sagte ein Fahrer des Anbieters Uber, Cristian Rodríguez, AFP. «Das Auto bebte», berichtete er. «Das Haus bewegte sich wie Kaugummi und das Licht und Internet sind vorübergehend ausgefallen», sagte der Bewohner Rodrigo Soberanes nahe San Cristobal de las Casas.

«Wie auf einem Wackelpudding»

Auch SRF-Reporter Mario Gutknecht ist derzeit im Erdbebengebiet. «Zuerst ging der Erdbebenalarm los und ein paar Sekunden später folgten die ersten Erdstösse», sagte er im Interview mit SRF. «Es war, wie wenn ich auf einem Wackelpudding stehen würde. Auch schwankten Bäume und Strassenlaternen sowie die Lichtsignale. »

Wie Gutknecht auf Twitter schreibt, schwankten die Gebäude auch zehn Minuten nach dem Beben noch:

So erlebten Besucher einer Kegelbahn das Beben:

Das Beben der Stärke 8,2 hat mindestens 15 Tote gefordert. Das Epizentrum lag vor der Küste des Bundesstaates Chiapas im Pazifik.

(woz)