Petition eingereicht

21. Juni 2011 14:09; Akt: 21.06.2011 14:15 Print

Importverbot für Robbenprodukte

Mit fast 100 000 gesammelten Unterschriften möchten Tierschutzorganisationen der grausamen Jagd auf Robben ein Ende bereiten. Ein Embargo, das die EU und auch die USA schon lange eingeführt haben, soll auch bei uns künftig greifen.

(Video: Fondation Franz Weber/youtube)
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Jetzt machen die Tierschützer Druck und fordern Massnahmen gegen die Schlachtung von Robben. In die Schweiz sollen in Zukunft keine Robbenprodukte mehr eingeführt werden dürfen. Dies fordert die Fondation Franz Weber und OceanCare. Sie haben am Dienstag zuhanden der eidgenössischen Räte eine entsprechende Petition mit 97 750 Unterschriften übergeben, wie sie mitteilten.

Anders als in der EU gibt es in der Schweiz noch kein Importverbot für Robbenprodukte. Doch die Jagd auf Robben sei grausam. Die Jäger missachteten die geltenden Vorschriften konstant, und die Kontrolleure setzten sie nicht durch, machen die beiden Organisationen geltend.

Dass in die EU seit 20. August 2010 keine Robbenprodukte mehr eingeführt werden dürfen, widerspiegelt sich laut der Mitteilung in den Zahlen: 2009 seien in Kanada 72 400 Robben getötet worden, 2010 67 000 und im Frühjahr 2011 noch etwa 38 000.

Öle, Häute und Tran

Das EU-Verbot gilt für sämtliche Robbenprodukte, darunter auch Öle, Häute und Tran, der in der Kosmetik oder der Medizin verwendet wird. Die Felle werden meist für die Herstellung von Pelzen, Mänteln und Mützen verwendet.

Auch die USA und Mexiko, die wichtigsten Handelspartner Kanadas, haben ein Embargo gegen Robbenprodukte verhängt. Schätzungen zufolge werden weltweit jährlich etwa 900 000 Robben getötet.

(bee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sorah am 21.06.2011 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot ist nötig!

    Solche Tierquälerei soll aufhören. Das Töten diesen Tieren soll als Mord bezeichnet werden. Es ist total unmenschlich aus einem Tier eine Jacke u.s.w. zu machen.

  • Laredo am 21.06.2011 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Papier ist geduldig

    @Noro Elle, stimmt auch nicht ganz! Jeremy hat schon ein wenig recht, denn diese Unterschriften bewirken nicht sehr viel, denn die Welt ist gross genug, es wird immer Abnehmer geben, das sich diese grausame Jagd (Schlächtung wäre wohl besser gesagt)für diese Leute lohnt. Wirklicher Schutz vor solchen Morden sind aktive Massnahmen vor Ort, als Unterschriften und Verbote, welche Tausende Kilometer entfernt verabschiedet werden.

  • Stefan am 21.06.2011 23:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Petition ist nötig

    Es ist eine schwache Leistung, dass es überhaupt eine Petition braucht. Zitat von Doris Leuthard: Wir könnten bei der Welthandelsorganisation angezeigt werden. Na und? Die Schweiz ist in der Vergangenheit mit ganz anderen Sachen fertig geworden!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gonilen am 03.12.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot

    Es ist die höchste Zeit für ein Verbot

  • Antonietta Tumminello am 22.06.2011 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    gegen die Robbenjagd !!!

    Im März beginnt in Kanada die grausame Jagd auf Robben. Etwa 750.000 Robben töten und häuten Jäger weltweit jedes Jahr für kommerzielle Zwecke. Nicht nur in Kanada, sondern auch in Grönland, Namibia und Norwegen wird Jagd auf die Tiere gemacht. Über 90 Prozent der getöteten tiere sind Jungtiere im Alter von 2 Wochen bis 3 Monaten.

  • Stefan am 21.06.2011 23:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Petition ist nötig

    Es ist eine schwache Leistung, dass es überhaupt eine Petition braucht. Zitat von Doris Leuthard: Wir könnten bei der Welthandelsorganisation angezeigt werden. Na und? Die Schweiz ist in der Vergangenheit mit ganz anderen Sachen fertig geworden!

  • Laredo am 21.06.2011 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Papier ist geduldig

    @Noro Elle, stimmt auch nicht ganz! Jeremy hat schon ein wenig recht, denn diese Unterschriften bewirken nicht sehr viel, denn die Welt ist gross genug, es wird immer Abnehmer geben, das sich diese grausame Jagd (Schlächtung wäre wohl besser gesagt)für diese Leute lohnt. Wirklicher Schutz vor solchen Morden sind aktive Massnahmen vor Ort, als Unterschriften und Verbote, welche Tausende Kilometer entfernt verabschiedet werden.

  • Jeremy am 21.06.2011 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Palim Palim

    Es muss was unternommen werden! Dieses Gerede ist einfach nur schwachsinnig und nervig. Vorallem wird das NIX aber gar NIX ändern. Diese armen Tiere werden auch weiterhin auf brutalste Art geschlachtet. Wenn man wirklich helfen will, dann muss eine Organisation gegründet werden, dass die Tiere vor Ort beschützt. Würde mich sofort freiwillig anmelden.

    • Noro Elle am 21.06.2011 17:14 Report Diesen Beitrag melden

      stimmt nicht

      Je weniger Abnehmer, desto weniger tote Tier. Wenn die Jäger die Erzeugnisse ^nicht mehr verkaufen können, werden sie nicht mehr jagen. So einfach ist das.

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