Ministerium schlägt Alarm

12. August 2008 12:47; Akt: 12.08.2008 13:03 Print

Britische Komasäufer mischen die Ferienorte auf

Dass die Untertanen ihrer Majestät im Urlaub oft und reichlich vom Angebot günstiger Alkoholika Gebrauch machen, ist hinlänglich bekannt. Wie schlimm die Zustände aber wirklich sind, bringt jetzt eine Studie des britischen Aussenministeriums ans Licht.

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Immer häufiger fallen Briten im Ausland wegen exzessiven Trinkens und flegelhaften Verhaltens auf. Dies zeigt eine alarmierende Studie des Aussenministeriums. Die Inselbewohner landen nach dem Suff oft im Spital.

Gemäss der Studie stiegen im Lieblings-Ferienland der Briten, in Spanien, die Festnahmen innerhalb eines Jahres um ein Drittel auf 2032. In Frankreich wurden in dem untersuchten Zeitraum von April 2006 bis März 2007 immerhin 153 Briten festgenommen, ein Anstieg von über 40 Prozent.

Viele der Festnahmen waren dem Aussenministerium zufolge auf «schlechtes Benehmen wegen zu viel Alkohol» zurückzuführen. Laut dem Bericht «Britisches Verhalten im Ausland» machen die Briten jedes Jahr rund 17 Millionen Reisen in das Sonnenland Spanien. Dabei verloren 6710 ihre Pass, 695 mussten ins Spital eingeliefert werden.

Auch in Griechenland gab es über 600 Spitalaufenthalte von Briten, in Thailand immerhin 324, viele dort wegen Unfällen mit Motorrädern.

Doch meistens war dem Bericht zufolge zu viel Alkohol im Spiel. «Wir haben es mit schlechtem, unzüchtigen Verhalten und Koma-Saufen zu tun», sagte Nick Seaton von der Kampagne für Wahre Erziehung der Tageszeitung «Daily Mail». Dies sei beschämend und eine «nationale Schande».

(sda)