Hagen (D)

20. Mai 2016 15:23; Akt: 20.05.2016 15:23 Print

Raser liefern sich Rennen – Kind ringt mit dem Tod

Bei einem illegalen Autorennen im deutschen Hagen kommt es zu einem Frontalzusammenstoss. Fünf Menschen werden schwer verletzt — darunter zwei Kinder.

Der Skoda des 46-jährigen Unfallverursachers. Der Fahrer liegt derzeit schwer verletzt im Spital. (Quelle: Twitter/@KatrinW_BILD)

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Am Donnerstagabend lieferten sich zwei Autofahrer im nordrhein-westfälischen Hagen ein Wettrennen, das schlimm endete. Laut Polizei rasten die Fahrer eines Skodas und eines Audis mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über eine Hauptstrasse.

Als eine 76-Jährige mit ihrem Kleinwagen am Fahrbahnrand losfuhr, wollte der 46-jährige Skoda-Lenker ausweichen und geriet dabei in den Gegenverkehr. Er kollidierte mit dem Ford Focus einer entgegenkommenden 37-jährigen Frau, die mit ihrer elfjährigen Tochter und ihrem sechsjährigen Sohn unterwegs war. Alle drei erlitten schwere Verletzungen, der Junge musste mit einem Rettungshelikopter in eine Spezialklinik geflogen werden. Er schwebt laut «Bild» in Lebensgefahr. Auch der 46-jährige Unfallfahrer verletzte sich schwer.

Raser flüchtete von der Unfallstelle

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Ford Focus gegen einen auf gleicher Höhe fahrenden Renault eines 30-Jährigen geschoben. Dieser rammte daraufhin eine Verkehrsinsel. Darauf kippte der Wagen und er wurde ebenfalls schwer verletzt.

Der 33-jährige Audi-Fahrer, der sich das Rennen mit dem Skoda-Fahrer geliefert hatte, floh nach dem Unfall unverletzt. Einige Stunden nach der Tat meldete er sich über seinen Rechtsanwalt bei der Polizei. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Männer zufällig an einer Ampel begegnet sind. Beide Fahrer müssen mit einem Verfahren wegen massiver Gefährdung des Strassenverkehrs und wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen.

(kle)