109 Jahre

13. Februar 2012 18:27; Akt: 13.02.2012 18:44 Print

Ältester Schweizer ist gestorben

Nur wenige Tage vor seinem 110. Geburtstag ist im freiburgischen Broc Pierre Gremion, der älteste Schweizer, gestorben.

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Pierre Gremion, der älteste Schweizer, ist in Broc FR am Montagmorgen im Alter von 109 Jahren gestorben. Gremion, der am 5. März 110-jährig geworden wäre, schlief nach Angaben des Pflegeheims friedlich ein.

Der älteste Schweizer wurde erst seit etwa drei Jahren im Pflegeheim betreut. Zuvor lebte Gremion im Greyerzer Hauptort Bulle, wo er lange in einem Geschäft für Haushaltwaren gearbeitet hatte, und führte selbständig seinen Haushalt. Erst 2008 aufgetretene gesundheitliche Probleme machten den Umzug nach Broc nötig.

Buch veröffentlicht

2008 war aber - jedenfalls in einem Aspekt - auch ein erfreuliches Jahr gewesen für Pierre Gremion: Ein Freiburger Verlag veröffentlichte ein Buch über ihn, das auch zahlreiche Bilder von Gremion selbst enthielt. Gremion war nämlich sein Leben lang ein passionierter Hobbyfotograf gewesen.

Seinen Tod vermeldete am Montag Radio Fribourg/Freiburg; das Pflegeheim hat ihn bestätigt.

Als Gremion im vergangenen Jahr den 109. Geburtstag feierte, war dies der Freiburger Kantonsregierung eine Premiere wert: Erstmals überreichte sie einem betagten Jubilaren nicht 100 Flaschen Wein, sondern 110. 100 Flaschen Wein oder einen Lehnstuhl erhält im Kanton Freiburg, wer 99-jährig wird und damit ins 100. Lebensjahr eintritt.

Dass Pierre Gremion so alt wurde, hatte wohl auch mit seinen Genen zu tun: Gleich zwei Geschwister - ein Bruder und eine Schwester - erhielten vom Kanton Freiburg besagten Lehnstuhl. Er selber sagte jeweils auf die Frage nach dem Geheimnis seines Alters: «Arbeiten hält jung».

(sda)