Italien

14. Juli 2017 04:29; Akt: 14.07.2017 07:42 Print

Hunderte Touristen flüchten vor Waldbränden

Im Süden Italiens mussten drei Campingplätze und ein Ferienort wegen Waldbränden geräumt werden. Bei Löschversuchen kamen zwei ältere Menschen ums Leben.

48 Stunden in 30 Sekunden: Eine Zeitraffer-Aufnahme zeigt, wie die Feuer auf dem Vesuv wüten. (Video: Tamedia/La Repubblica via LENA)
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Wegen Waldbränden in Italien mussten hunderte Touristen in Sicherheit gebracht werden. In der südlichen Region Basilikata wurden drei Campingplätze in dem Badeort Metaponto di Bernalda geräumt, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag berichtete.

Touristen bringen sich wegen Waldbränden in Sicherheit

Ein Video zeigt dicke schwarze Rauchwolken über dem Strand, verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Am Vortag waren schon in Sizilien hunderte Menschen aus einem Feriendorf gebracht worden, das von Flammen bedroht wurde. In Kalabrien kamen nach Medienangaben zwei ältere Menschen bei Löschversuchen ums Leben.

Die Waldbrände werden durch die extreme Hitze und Trockenheit vor allem in Süditalien weiter angefacht. Seit Mitte Juni seien mehr als 26'000 Hektar verbrannt, teilte der Umweltschutzverband Legambiente mit. Das seien mehr als 93 Prozent der verbrannten Fläche des gesamten Vorjahres. Ursache der Feuer sei oft Brandstiftung.

Illegale Müllkippen

Auch an den Hängen des Vesuvs brannte es weiter. Im Nationalpark um den Vulkan war auch das Militär im Einsatz, um die Lage in den Griff zu bekommen. Anwohner und Umweltschützer sprachen von Brandstiftung und von illegalen Müllkippen, die dort brannten. Sie beklagten mögliche Giftstoffe in der Luft. Insgesamt musste die Feuerwehr zu rund 1000 Einsätzen im ganzen Land ausrücken.

Frankreich schickte im Rahmen eines EU-Hilfsprogramms drei Löschflugzeuge nach Italien. Die Risiko für Brände sei vor allem im Süden des Landes und in Sardinien weiter hoch, hiess es in der Mitteilung der EU-Kommission. Es sei das erste Mal seit 2009, dass Italien Lösch-Hilfe über die EU angefordert habe. Die Umweltschützer von Legambiente kritisierten auch, dass die Regierung und Regionen zu wenig täten, um Bränden vorzubeugen.

(chk/sda)