Agglo-Dating

29. Juli 2012 23:21; Akt: 29.07.2012 23:22 Print

Sex outside the City

von Martin Suter, New York - Auf der Suche nach passenden Partnern pendeln Manhattans Frauen immer häufiger in die Vororte. Grund: Die Auswahl ist besser und die Konkurrenz kleiner.

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Warum sich den Dating-Stress in der Stadt antun, wenn es in der Agglo viel entspannter zu und her geht? (Symbolbild: Colourbox)

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Dating in New York ist Fluch und Segen zugleich. Das wissen alle, die Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda bei ihrer wechselvollen Männersuche in «Sex and the City» zugeschaut haben. Jetzt haben immer mehr Frauen in der grössten US-Stadt genug vom oft frustrierenden Konkurrenzkampf: Sie fahren in die Vororte und halten unter den wohlhabenden Bewohnern von Gemeinden ausserhalb der Stadt nach Partnern Ausschau.

Den neuen Dating-Trend der Stadtflucht hat die «New York Post» entdeckt. Die Boulevardzeitung hat einige beruftstätige Frauen in besseren Positionen gefunden, die ein- oder mehrmals die Woche abends nach Suburbia pendeln. Megan Glynn zum Beispiel, eine 30-jährige Präsentationsexpertin beim Juwelier David Yurman, fährt oft nach Greenwich. Das 30 Minuten entfernte Städtchen im Nachbarstaat Connecticut ist für seine hohe Dichte an Superreichen landesweit bekannt. «Früher gab es dort nur Familien, aber jetzt ist es ein Mini-Mekka des Business», hat Glynn laut «Post» festgestellt.

«Keine metrosexuellen Männer»

Die Frau ist auf der Suche nach Männern mit etablierter Karriere im Finanzgeschäft. Die meisten Männer in New York seien zu sehr mit ihrem Ego beschäftigt, sagte Glynn der Zeitung. «Typen hier sind persönlich beleidigt, wenn sie eine Flasche kaufen müssen, um in einen Club zu kommen. Oder haben Hemmungen, wenn sie ein Mädchen nach Hause in die WG nehmen sollen, die sie mit fünf anderen Typen teilen.»

Robyn Kassner kommt zu einem ähnlichen Schluss: «In Manhattan finden sich sogar hässliche Typen heiss», sagte die 35-jährige PR-Unternehmerin. In Connecticut dagegen seien Männer «sehr normal, sehr süss, sehr bescheiden. Mode interessiert sie nicht, sie sind nicht metrosexuell.»

Zuviel Frauen in der Stadt

In Connecticut, auf Long Island oder im angrenzenden Westchester auf die Pirsch zu gehen, macht auch zahlenmässig Sinn. In New York City sind Frauen nämlich mit einem Anteil von 53 Prozent in der Überzahl. In Trendquartieren wie Tribeca oder Greenwich Village ist das Verhältnis der Geschlechter noch extremer. Bei den jungen Singles kommen hier bald einmal auf jeden Mann zwei Frauen. Das krasse Ungleichgewicht ist der demographische Hintergrund, warum es für gut ausgebildete, berufstätige Frauen in New York so schwierig ist, einen möglichen Ehepartner zu finden.

Das Zahlenverhältnis ist ausserhalb der Stadt günstiger. «Die Männer sind nicht in der Stadt», sagte TV-Beziehungsexpertin Patti Singer zur «Post». «Beim schleppenden Wirtschaftsgang kaufen sie Häuser und ziehen weg. Wenn Du heiraten willst, musst du dorthin gehen, wo die Männer sind.» Und wo die Konkurrenz kleiner ist. Megan Glynn hat herausgefunden, dass sie in den Clubs von Connecticut eher auffällt: «Es gibt dort nicht viele attraktive Frauen.»

Wie sieht es in der Schweiz aus? Ist der Ausgang in der Agglomeration besser als im Grossstadt-Dschungel? Diskutieren Sie mit.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gschtürm am 31.07.2012 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ciao zäme

    Sodeli, muss auch mal was schreiben. Was soll das hier? Forum für Beleidigungen? Warum ziehen die Leute nicht dahin wo sie die Menschen besser finden als diese Nörgeleien? Überlassen wir diese Land doch Menschen die dankbar sind in einem Land zu leben wo es Wasser hat und das tägl. Leben funktioniert. Es gibt überall nette und weniger nette. Wohne zwischen 2 Brasilianerinnen 1 ist super nett 1 die wahre Zicke! Wandert doch dorthin wo es Frauen (Männer motzen mehr) gibt die Euch gefallen. Wenn Ihr hier bleibt, die CH Leben hier nun mal. Ciao zäme!

  • Suspicious Minds am 30.07.2012 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Iusten, wir haben hier ein Problem. Und es ist nicht orthografischen Ursprungs. Vorurteile, Frust, Selbstüberschätzung, Liebes- und Beziehungsunfähigkeit. ....und niemand fühlt sich angesprochen. Bin ich etwa gemeint? Nein, ich verlange dich nicht viel, bloß: treu, gutaussehend, großes Herz, Solvenz, Grosszügigkeit, sportlich, Top Figur, edle Gesichtszüge, kompromissbereit, mindestens einen Master....und sie soll mich bedingungslos lieben. Mit all meinen Macken. Falls ich welche habe (oh ja, habe ich)....;))

    • Maxi am 31.07.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

      Bin auch bescheiden:-)

      @ja sie verlangen gar nichts...

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  • Zürcher New Yorkerin am 30.07.2012 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe Zürich!

    Im Beitrag geht es um NYC und nicht um Zürich. Zürich als grösste und tollste Stadt der Schweiz, da sie notabene am meisten zu bieten hat, hat deshalb viele Neider. Zürich ist extrem vielseitig und hat für jede/n was zu bieten. All diejenigen, welche mit Zürich ein so grosses Problem haben, sollen doch bitte zuhause auf dem Land bleiben und aber auch dort das ach so tolle kulturelle und kulinarische Angebot geniessen. In der Schweiz ist Zürich für mich definitiv die einzige "Grossstadt" und logischerweise nicht NYC. Ich liebe Zürich, da die Menschen hier weltoffener sind als auf dem Land!

    • Rob Stenford am 30.07.2012 23:45 Report Diesen Beitrag melden

      Zürich ist tot!

      Nirgendwo in der Schweiz sind ist es schwieriger mit Menschen in Kontakt zu treten als in Zürich. Sobald ich jedoch nach Aarau, Bern oder Olten gehe ist alles schlagartig anders... Dort sind die Leute wirklich herzlich, nett und jederzeit für ein unverbindliches Gespräch zu haben. Also bilde dir nicht so viel ein auf "dein" arrogantes selbstverliebtes Zürich, wo jeder nur für sich lebt. Nirgendwo habe ich mich einsamer gefühlt als unter Menschen in Zürich!

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  • Rita Blum am 30.07.2012 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Vergleich

    Bisher habe ich in drei Kantonen gewohnt, sowie 4 Jahre im Ausland. Im Ausland wurden einige Zufallsbekanntschaften zu guten Freunden. In der CH ergeben sich jedoch kaum Zufallsbekanntschaften resp. spontane Gespräche. Der Effekt verstärkt sich mit der Nähe zu Zürich. Denke auch nicht, dass die Verschlossenheit geschlechterspezifisch sondern eher kulturell bedingt ist. Kann übrigens aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es für Männer ein Problem ist, wenn frau mehr verdient oder allenfalls auch mehr Vermögen hat. Im Ausland war das weniger ein Problem als in der CH.

    • Gaby am 31.07.2012 06:09 Report Diesen Beitrag melden

      Überall

      @also ich mach das so, ich rede zuerst. Mir ist noch nie jemand weggelaufen. Im Gegenteil habe auch hier gute Gespräche geführt.

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  • NoName am 30.07.2012 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauen ...

    Sorry - Frauen sind so wählerisch. Da bin ich froh das ich anders orientiert bin. Ich hätte viel lieber einen Partner mit dem ich etwas unternehmen kann, mit dem ich in die Stadt gehen kann und einfach mal Peinlich schreien kann und nicht das ich dann sowas hören muss wie - " was sollen nur unsere Nachbarn von uns denken!" Bodenständig, fester stand im Berufsleben. Das reicht mir.

    • Karla am 31.07.2012 06:08 Report Diesen Beitrag melden

      Männer auch

      @also hier drin finde ich die Männer nicht unwählerisch. Sogar motzig wählersich.

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