Texas

07. Juni 2018 20:57; Akt: 07.06.2018 20:57 Print

Mann von geköpfter Schlange gebissen

Als ein Mann im US-Staat Texas eine Klapperschlange in seinem Garten entdeckt, schlägt er mit der Schaufel zu. Ein krasser Fehler.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Milo Sutcliffe hat Glück, dass er noch unter den Lebenden weilt: Der Texaner wurde vom abgetrennten Kopf einer giftigen Klapperschlange gebissen. Es brauchte 26 Dosen des Gegengiftes, um Sutcliffe das Leben zu retten — normalerweise erhalten Bissopfer nur zwei bis vier Dosen Gegengift.

Dem Sender KIIITV erzählte seine Ehefrau Jennifer Sutcliffe, dass ihr Mann vor rund zehn Tagen im Garten seines Hauses in Corpus Christi im US-Staat Texas arbeitete, als er eine 1,25 Meter lange Schlange entdeckte. Mit seiner Schaufel trennte er dem Reptil den Kopf ab. In der Meinung, die Schlage getötet zu haben, hob er die Körperteile auf, um sie zu entsorgen. In dem Moment biss der abgetrennte Kopf zu.

Blind, mit inneren Blutungen und schwarze Beulen an der Hand

Jennifer Sutcliffe setzte ihren Mann ins Auto und fuhr mit ihm ins 72 Kilometer entfernte Spital. Gleichzeitig alarmierte sie den Notruf, damit eine Ambulanz sie auf dem Weg dorthin treffe. Das war offenbar ein richtiger Entscheid, denn kurz nachdem sie abgefahren waren, bekam Milo Sutcliffe starke Krampfanfälle. Zugleich erblindete er und begann innerlich zu bluten. Seine Hände waren geschwollen und dunkel gefärbt, es hatten sich schwarze Beulen an seinen Fingern gebildet. Für die letzte Strecke ins Spital musste er mit dem Helikopter transportiert werden.

Die Notärzte verabreichten Sutcliffe sofort das Gegengift. Am Schluss erhielt er fast 13-mal die Menge, mit der normalerweise Klapperschlangenbisse behandelt werden. «Weil die Schlange keinen Körper mehr hatte, setzte sich die gesamte Giftladung bei meinem Mann frei», sagt Ehefrau Jennifer. Inzwischen gehe es dem Patienten besser, nur seine Nieren funktionierten noch leicht geschwächt.

Leslie Boyer, Gift-Expertin an der University of Arizona, warnte gegenüber Gizmodo davor, Schlangen zu töten, indem man ihnen den Kopf abschneidet. «Es ist ein klassischer Fehler, anzunehmen, dass Reptilien wie Säugetiere reagieren. Der abgetrennte Kopf einer Klapperschlange kann lange Zeit weiterfunktionieren, sogar die Giftdrüsen. Ihr anderes Ende allerdings auch, es wird sich bewegen und klappern.»

(kle)