Kifferparadies

12. Juli 2014 22:42; Akt: 12.07.2014 22:42 Print

Barcelona läuft Amsterdam den Rang ab

In der spanischen Stadt Barcelona boomen sogenannte Cannabis-Clubs. Die Touristen sind begeistert, die Behörden alamiert.

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Barcelona entwickelt sich zur neuen Kiffer-Hochburg Europas. In der spanischen Metropole hat die Anzahl sogenannter Cannabis-Clubs enorm zugenommen. Hier treffen sich Menschen, um gemeinsam Gras zu rauchen. Das ist auch Touristen nicht verborgen geblieben.

Rund 300 neue Clubs sollen in den letzten Jahren ihre Türen geöffnet haben. Viele Clubs lassen keine Passanten herein, sondern verkaufen für umgerechnet etwa 27 Franken eine Mitgliedschaft. In den letzten fünf Jahren soll die Mitgliederzahl solcher Clubs von quasi null auf etwa 165'000 Mitglieder gestiegen sein, sagt der Präsident von Fedcac, der Dachorganisation für Cannabis-Clubs. Damit macht Barcelona dem traditionellen Kiffer-Paradies Amsterdam Konkurrenz.

Privater Konsum ist erlaubt

Im Anbetracht der wirtschaftlichen Krise haben viele Spanier das Anbauen und Verkaufen von Gras als wichtige Einnahmequelle für sich entdeckt. Der Verkauf und Handel von Cannabis ist in Spanien strikt verboten. Das Gesetz erlaubt jedoch den privaten Konsum von Marihuana.

Auch der gemeinsame Genuss in sogenannten Clubs ist legal. Diese Clubs laufen in Form einer Non-Profit-Organisation, die nach einem Mitgliederprinzip funktioniert. Gemäss Gesetz gelten für die Clubs dieselben Regeln wie beispielsweise für einen Schach-, oder Kochclub, so die «New York Times».

Polizei verbietet Eröffnung neuer Clubs

Eigentlich sollten Clubs alles, was sie ihren Mitgliedern anbieten, selber ernten. Viele Clubs würden aber von anderen Anbietern kaufen, was illegal sei, so die «Bloomberg Businessweek». Denn der Handel und Verkauf von Cannabis ist verboten.

Clubs geben ebenso an, keine Touristen aufzunehmen. Und doch sind viele Lokale in touristischen Gegenden rund um die Ramblas entstanden. Ausserdem würden Mitgliedschaften auch im Ausland übers Internet verkauft, so die «New York Times» in einem Videobericht (siehe unten).

Im Juni schloss die Polizei mindestens vier Clubs in Barcelona, wegen Verkaufs an Minderjährige, Drogenhandels und Verkaufs von Mitgliedschaften an Passanten. Die Stadt verbot für ein Jahr die Eröffnung neuer Clubs.

Gras, Live-Musik und Pilates-Kurse

Patricia Amiguet von der Föderation Katalonischer Cannabis-Nutzer sagt: «Die Ausbreitung von Clubs macht das System kaputt. Die Behörden haben den Überblick über die Anzahl an Clubs verloren.» Die meisten Clubs hielten sich ans Gesetz, so Amiguet, aber: «Einige Clubs haben Websites, auf denen man vor seinem Barcelona-Besuch eine Mitgliedschaft erwerben kann. Die Leute haben erkannt, wie man mit den Clubs Geld machen kann.»

Befürworter der Clubs merken jedoch an, dass die Clubs trotz ihres Non-Profit-Status Tausende von Jobs und dem Staat Steuereinnahmen bescheren würden. Denn neben den Cannabis-Produkten bieten die Clubs auch oft Getränke, Essen oder andere Extras wie Live-Musik und Pilates-Kurse ihren Mitgliedern an.

Viele der Club-Besitzer drängen auf eine komplette Legalisierung von Marihuana. Ob dies wie im US-Bundesstaat Colorado überhaupt erwogen wird, ist nicht bekannt.

(cfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marca am 13.07.2014 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Legal, illegal, schei**egal

    Ich kiffe seit mittlerweile 26 Jahren. Schon lange nicht mehr täglich, nur ab und zu am Wochenende. Seit 12 Jahren bin ich Selbstversorger mit 2-3 Pflänzchen auf dem Balkon. Mir ist es mittlerweile egal ob es legalisiert wird oder nicht. Für mich macht es keinen Unterschied mehr. Für die Jungen schon. Geraucht wird eh, aber die müssen sich ihr Zeug irgendwo auf der Gasse organisieren wo es halt auch viel übleres Zeug gibt. Da kann ein Hans Fehr, der offensichtlich null Ahnung von der Materie hat, noch so lange auf seinen festgefahrenen Ansichten beharren. Gutes bewirkt er damit definitiv nicht

  • ndb am 13.07.2014 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    legalisieren

    legalisieren! gibt offenbar dem tourismus aufschwung und lässt mich meine 3-4 joints pro jahr geniessen.

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  • Kristin Pajaziti am 13.07.2014 00:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    legalisieren dringend nötig

    Im Bundesstaat Colorado, USA ist die Kriminalitätsrate seit der Canabislegalisierung drastisch gesunken. Liegt daran, dass es keinen Schwarzmarkt und illegalen Profiteure mehr gibt und die ganze Kriminalität die sonst noch damit zusammenhängt wird ausgeschaltet, aufgrund der Legalisierung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sarah am 13.07.2014 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abstimmung

    Was soll sie ganze Diskusion über Legalisierung? Das schweizer Stimmvolk hat erst vor wenigen Jahren abgestimmt und es klar abgelehnt! Akzeptiert das einfach!

  • Marca am 13.07.2014 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Legal, illegal, schei**egal

    Ich kiffe seit mittlerweile 26 Jahren. Schon lange nicht mehr täglich, nur ab und zu am Wochenende. Seit 12 Jahren bin ich Selbstversorger mit 2-3 Pflänzchen auf dem Balkon. Mir ist es mittlerweile egal ob es legalisiert wird oder nicht. Für mich macht es keinen Unterschied mehr. Für die Jungen schon. Geraucht wird eh, aber die müssen sich ihr Zeug irgendwo auf der Gasse organisieren wo es halt auch viel übleres Zeug gibt. Da kann ein Hans Fehr, der offensichtlich null Ahnung von der Materie hat, noch so lange auf seinen festgefahrenen Ansichten beharren. Gutes bewirkt er damit definitiv nicht

  • Tomy am 13.07.2014 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Versager kiffen!

    Die Kiffer merken gar nicht wie sie langsam verblöden. Leute jetzt nicht durchdrehen, ihr Stinkt zum Himmel, labert irgendwelchen zusammenhangslosen Müll, verliert euren letzten Anstand und jammert in ein paar Jahren über Lungenkrebs. Ausserdem gefährdet ihr andere indem ihr Autofahrt oder zugedröhnt arbeitet.

    • nuo am 13.07.2014 10:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      gähn 

      also gibt es nur den einen kiffer? sind ja sowieso alle gleich! typische aussage ohne argumentation. wieso ziehen solche leute nicht einfach auf die alp und lassen die leute diskutieren? win win situation.

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  • ndb am 13.07.2014 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    legalisieren

    legalisieren! gibt offenbar dem tourismus aufschwung und lässt mich meine 3-4 joints pro jahr geniessen.

    • Hamlet am 14.07.2014 01:52 Report Diesen Beitrag melden

      Verbieten

      Also das bringt nur was, wenn es anderswo verboten ist.

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  • Wes Khalifa am 13.07.2014 06:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauenfeld

    ist das neue Barcelona

    • never am 13.07.2014 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hahaha

      matschig kalt und nass!?

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