Polterabend in Las Vegas

13. September 2017 10:43; Akt: 13.09.2017 12:24 Print

Betrunkener durchquert als Erster Todes-Stausee

275 Personen sind in den letzten zehn Jahren am Hoover Dam ums Leben gekommen. Jetzt ist es einem Mann erstmals gelungen, den Stausee zu durchqueren – nach einem Polterabend.

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«Man geht nach Las Vegas, um Spass zu haben, oder?», sagte Arron Hughes zur «Daily Post». Der 28-Jährige feierte letztes Wochenende den Junggesellenabschied eines Freundes – ein Polterabend für die Rekordbücher.

Nach 37 Stunden Party fuhr die Truppe zum Hoover Dam. «Wir standen so da. Dann dachte ich: Ich gehe schwimmen.» Er sprang also in den Colorado River – angefeuert von seinen Kollegen. Der Schwumm dauerte rund 30 Minuten und war alles andere als leicht. «Ich spürte, wie ich in Richtung des Damms gesogen wurde.» Erschöpft, aber lebend, kam er auf der anderen Seite an.

Turbinen ausgeschaltet

Was er damals wohl noch nicht realisierte: Er ist der Erste, der den Stausee erfolgreich durchquert hat. In den letzten zehn Jahren sind 275 Personen am Hoover Dam umgekommen. Sie wurden in die Turbinen gesogen oder an der Wand zerdrückt.

Ein glücklicher Umstand hat Hughes das Leben gerettet. Zum Zeitpunkt, als er ins Wasser sprang, waren neun von zehn Turbinen ausgeschaltet.

Die spontane Aktion hat dennoch Konsequenzen. Die Polizei brummte Hughes eine Geldstrafe von 330 Dollar auf. Trotzdem bereut Hughes seinen Schwumm nicht, wie er der BBC sagt.

(woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brian am 13.09.2017 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Glück

    Mehr Glück als Verstand.. Ich hoffe er belässt es dabei und fordert sein Schicksal nicht ein zweites Mal heraus..

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  • Jonas am 13.09.2017 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Jetzt kann der Mann zweimal im Jahr Geburtstag feiern. Sein Schutzengel war glücklicherweise nüchtern und hellwach während dieser Aktion.

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  • Stefan am 13.09.2017 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Darwin awards

    Wären 2 Turbinen mehr angeschaltet gewesen, hätte er den nächsten Darwin Award auf sicher gewonnen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • lyh am 14.09.2017 00:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sprichwort...

    Alle sagten es würde nicht klappen, da kam einer der wusste das nicht und machte es.

  • Kokopelli am 13.09.2017 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Verhaftet wird auch

    wer lebend die Niagara Fälle runterkommt, nur ist dort die Gefahr etwas offensichtlicher. Immerhin scheint der Mann ein guter Schwimmer zu sein, auch besoffen.

  • Igor am 13.09.2017 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Glück als Verstand

    Jaja er bereute es nicht wenn 5 von 10 ausgeschaltet währen. Hätte er es nicht geschaft. Cool tun nachdem man dem Tod "glücklicherweise" entkommen ist. Ganz ein cooler ! Tzzz

  • beni am 13.09.2017 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück?

    die Hochzeit kommt ja erst noch

  • Tabmudizzel am 13.09.2017 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich will garnicht wissen..

    Wie die Leichen ausgesehen haben, als sie gefunden wurden.. Weil wenn man sich das genauer ansieht wird einem schon mulmig

    • Alter am 13.09.2017 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tabmudizzel

      Wenn ein Mensch angesaugt wird und so durch eine Turbine kommt gibt es nicht mehr viel anzuschauen. Das Wasser färbt sich rot und Einzelteile spült es auf aus. Bis nach einem Kraftwerk die Wasserströmung wieder einen genauen Augenschein zulässt ist vieles von dem einstigen Menschen irgendwo gelandet. So eine Turbine ist wie ein grosser Häcksler.

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