Spanien

07. Februar 2018 22:58; Akt: 07.02.2018 23:01 Print

Bewaffnete stürmen Spital und befreien Drogenboss

Ein mutmasslicher Drogenhändler wurde in einem Krankenhaus in Südspanien von zwei Polizisten bewacht. Eine 20-köpfige Gang holte ihn raus.

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Die Polizisten, die den Mann bewachten, schritten nicht ein: Spital in der Stadt La Línea de la Concepción. (Bild: Screenshot: Google Maps)

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Im Süden Spaniens haben rund 20 Bewaffnete ein Krankenhaus gestürmt und einen mutmasslichen Drogenhändler «befreit», der in der Klinik behandelt wurde. Die beiden Polizisten, die den Verdächtigen in dem Krankenhaus in der Stadt La Línea de la Concepción bewachten, seien nicht eingeschritten, «um ein Drama zu verhindern», teilten die örtlichen Behörden am Mittwoch mit.

Der mutmassliche Drogenhändler hatte sich am Dienstag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und war dabei mit seinem Motorrad verunglückt. Wegen seiner Verletzungen wurde er in das Krankenhaus gebracht. Die 20 Bewaffneten hätten das Gebäude kurze Zeit später gestürmt, den Verdächtigen gepackt und seien in mehreren Fluchtautos davongerast, hiess es.

Der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, klagte in der Vergangenheit bereits wiederholt über den Drogenhandel in der 65'000-Einwohner-Stadt an der Grenze zu Gibraltar. «Der Feind ist sehr stark, und wir müssen über das Ergreifen weiterer Massnahmen nachdenken», sagte er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

(afp)