Alarm am Airport Miami

27. November 2012 15:05; Akt: 27.11.2012 16:36 Print

Bombenwitz geht gnadenlos nach hinten los

Was passiert, wenn man an der Sicherheitskontrolle eines US-Flughafens scherzhaft angibt, man habe Dynamit im Handgepäck? Ein Guatemalteke musste lernen: Auf dem Airport hört der Spass auf.

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Als wollte er sagen: Das war ganz schön blöd von mir! Alejandro Hurtado beim Polizeifotografen (Bild: Miami-Dade Corrections).

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Zuweilen sind die Fragen schon komisch, die Flugpassagieren gestellt werden: Haben Sie Sprengstoff dabei? Vielleicht Waffen? Welcher Terrorist würde wohl ja dazu sagen? So nach dem Motto: Nur in meiner Schuhsohle, aber einen Bombengürtel trage ich heute nicht.

Ähnlich wird auch Alejandro Hurtado gedacht haben, als er am 26. November am Flughafen von Miami an einen Angestellten von «TACA Airlines» geriet. Eigentlich war der 63-jährige Arzt mit seinem Gepäck schon an dem Mann vorbei, als der nachfragte, ob der Guatemalteke denn gefährliche Güter im Handgepäck habe. Hurtado antwortete ihm, er habe Dynamit dabei.

Der Angestellte hakte abermals nach: Haben Sie Dynamit im Koffer? Der Doktor bestätigte das und lachte, zitiert der Sender NBC aus dem Polizeiprotokoll: «Als dem Angeklagten gesagt wurde, dass die Polizei gerufen wird, bekundete der Angeklagte, dass er gescherzt hatte.» Doch das war keine gute Idee, denn an der Sicherheitskontrolle hört der Spass offensichtlich auf.

Terminal geräumt

Und so kam es, wie es kommen musste. Der Airline-Angestellte reagierte auf den Witz nach Vorschrift. Das Sprengstoff-Kommando wurde alarmiert und Hurtado von der Einwanderungsbehörde festgesetzt. «Die Ticket-Schalter für Avianca, TACA, LAN und Caribbean Airlines in der zweiten Etage, ein nahe gelegener Sicherheitscheckpoint und das umgebende Areal im ersten und dritten Stock des Terminals J wurden wegen eines verdächtigen Passagiers um 12.30 Uhr evakuiert», teilte der Flughafen mit.

Es dauerte eine geschlagene Stunde, bis das Gepäckstück überprüft und das Chaos bereinigt war. Hurtado verbrachte den Rest des Tages in einer Flughafen-Zelle, berichtet NBC. Er wird wohl zukünftig das Informationsbedürfnis von US-Offiziellen trocken und wahrheitsgemäss erfüllen – ganz egal, wie doof die Fragen auch sein werden.

(phi)