Barcelona

06. Oktober 2017 18:31; Akt: 06.10.2017 22:38 Print

C-Star-Aktivisten lassen mittellose Crew zurück

Im Sommer wollte die rechtsextreme «Identitäre Bewegung» im Mittelmeer Seenotretter blockieren. Jetzt ist ihr gechartertes Schiff gestrandet und die Aktivisten verschwunden.

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Früher unter dem Namen «Suunta» unterwegs: Die «C-Star» wurde von der rechtsextremen «Identitären Bewegung» gechartert. (Bild: Keystone/Dietmar Hasenpusch)

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Ursprünglich in See gestochen, um nach eigenen Angaben Seenotretter im Mittelmeer zu blockieren, ist das von der rechtsextremen «Identitäre Bewegung» gecharterte Schiff «C-Star» nun mittellos in Barcelona gestrandet. Das schreibt die «taz» in einem Bericht.

Die Aktivisten haben das Boot längst verlassen. Übrig geblieben ist lediglich eine achtköpfige Crew aus Sri Lanka, die sich laut dem Katalonischen Roten Kreuz in einem schlechten Gesundheitszustand befindet. Die mittellose Crew wurde laut dem Roten Kreuz weder bezahlt, noch mit Wasser oder Nahrung versorgt.

Aus humanitären Grund erlaubt anzulegen

Anders sieht es Martin Sellner, der Mitglied der Aktion «Defend Europe» war. «Wir haben die Crew nicht im Stich gelassen. Wir haben nach Ende unserer bezahlten Charter das Schiff verlassen», schreibt Sellner auf Twitter.

Nachdem der C-Star zuerst verboten wurde in Barcelona anzulegen, durfte das Schiff Anfang Oktober aus humanitären Gründen doch noch anlegen. Das Rote Kreuz hatte zuvor die Crew zwei Mal mit Wasser, Nahrung und warmer Kleidung versorgt. Die sri-lankische Crew sei erschöpft und wolle heimkehren, hiess es vonseiten des Roten Kreuzes.

Endlose Probleme für die «Identitäre Bewegung» Die Aktion «Defend Europa» der «Identitäre Bewegung» stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Im Juni hatte die rechtsextreme Bewegung mit einer Crowdfunding-Kampange Geld gesammelt, um Seenotretter bei der Arbeit zu blockieren. Später wurde das Schiff am Suezkanal und in Zypern festgehalten. Dort wurden auch Kapitän der C-Star und sein Stellvertreter festgenommen. Auch technische Probleme stellen die «Identitäre Bewegung» vor Schwierigkeiten. Die rechtsextreme Bewegung wollte mit ihrer Aktion gegen die NGOs vorgehen, die Flüchtlinge nach Europa bringen.

(fur)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DS am 06.10.2017 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einseitige Diskrimminierung

    Wieso darf C-Star nicht in den Häfen anlegen, aber die Schiffe der NGOs die Schlepperdienst betreiben schon?

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  • André Gubelmann Brasilien am 06.10.2017 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    Gescheitertes Vorbild

    Immerhin haben Sie den Stein ins Rollen gebracht,und diese Aufgabe erledigt jetzt die Marine aus Libyen gegen Geld aus der EU und Schweiz.

  • Fireis belchin am 07.10.2017 06:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ich koche mein eigenes Süppchen

    Wenn Europa wegen den Sozialgeldern immer mehr von Firmen verlassen werden und Soziale Unruhen beginnen wird sich noch so mancher hinterfragen wie Leichtgläubig wir zwischen 2010-? waren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 07.10.2017 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seenotretter sind keine Schlepper!

    Ich befasse mich seit Beginn der Aktion der C-Star-Aktivisten mit dem Thema. Die Seenotretter sind keine Schlepper! Es gibt keinen einzigen Beweis, auch nicht von der italienischen Staatsanwaltschaft, die "angebliche" Beweise vorlegen wollte. Die Seenotretter erfüllen sogar ihre Pflicht, indem sie den in Not geratenen helfen. Die "Identitäre Bewegung" macht sich mit Rufmord strafbar! Frühere Verurteilungen bestätigen das. Siehe Zeitungsartikel über Verurteilung von Lutz Bachmann von der PEGIDA. Man recherchiere zudem, was Wikipedia zur Identitären Bewegung (Martin Sellner) und zur PEGIDA (Lutz Bachmann) schreiben.

    • ACP45 am 07.10.2017 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leser

      Es gibt ein video, welches klar zeigt, dass sich niemand in seenot befindet, wie der ngo mitarbeiter auf dem flüchtlingsboot ist und es gibt auch aussagen von flüchtlingen und schleppern, welche diesen sachverhalt bestätigen. Als weiteres schreibt das seerecht vor, dass gerettete in den nächsten hafen gebracht werden müssen. Das ist kein hafen auf dem europäischen kontinent. Ich hoffe dieser kurze text hilft ihnen mit ihrer fakten resistenz.

    • voll daneben am 08.10.2017 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leser

      Es sind Schlepper! Und sie sind verantwortlich für jeden der im Meer sein Leben verloren hat! Alle Beweise sind vorhanden, werden aber tot geschwiegen! Erkundigen sie sich richtig und vergessen sie dabei die üblichen (Lügen-)Medien.

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  • Kurt am 07.10.2017 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wie so oft ..

    Am besten man informiert sich auf den ensprechenden Kanälen was genau vorgefallen ist. Da siehts dann die Geschichte wieder mal leicht anders aus als in den sogenannten Medien.

    • Tim Keller am 07.10.2017 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt

      zum Beispiel auf der PEDIGA Facebook Seite oder wo?

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  • Andy am 07.10.2017 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Go Identitäre Bewegung!!

    Reine Propaganda! Schaut euch das Video von Sellner auf seiner FB Seite an. Dann wird alles klar.

  • ACP45 am 07.10.2017 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht, europa dankt

    Im artikel fehlt das gute an der geschichte. Die illegalen praktiken der ngos wurden nachgewiesen und somit grösstenteils unterbunden. Als folge darauf geht der ansturm via mittelmeer zurück. Warum das wohl nicht erwähnt wird?

  • Hirohito am 07.10.2017 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsautonome

    Das sind doch nur ein paar Rechtsautonome. Genau wie es auch Linksautonome gibt. Man könnte auch von Rechtsaktivisten reden. Tönt noch harmloser.