Augen auf dem Handy

14. September 2014 21:18; Akt: 15.09.2014 12:18 Print

China hat den ersten Smartphone-Streifen

Es ist ein Phänomen der letzten Jahre: Fussgänger haben nur noch Augen für ihr Smartphone. Eine chinesische Stadt hat nun einen Sicherheitsstreifen eingeführt – mit mässigem Erfolg.

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Statt Velostreifen gibt es nun einen Weg für Smartphone-Nutzer. (Bild: News.CN)

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Auf dem Trottoir gehen und dabei auf dem Smartphone tippen, kann gefährlich sein. Das ist zumindest die Meinung der Behörden der chinesischen Stadt Chongqing. An der «Foreigner Street» gibt es nun den ersten abgetrennten Fussgänger-Streifen für Menschen, welche die Augen nicht vom Smartphone lassen können, berichtet «Endgadget».

Umfrage
Ein Extra-Streifen für Handynutzer. Ist das sinnvoll?
18 %
73 %
9 %
Insgesamt 2848 Teilnehmer

Die Stadtverantwortlichen haben sich von einem Versuch des Senders National Geographic inspirieren lassen. Im Juli hatte dieser in Washington D.C. für kurze Zeit einen Smartphone-Streifen eingerichtet. Das Ergebnis des Versuchs: Die meisten Menschen realisierten gar nicht, dass sie sich auf einem speziellen Fussgängerweg befanden – sie waren zu sehr mit dem Handy beschäftigt.

Noch ist unklar, ob der Streifen an der «Foreigner Street» längerfristig bleiben wird. Erste Bilder auf Twitter zeigen jedenfalls, dass vom Streifen – ähnlich wie in Washington – kaum Notiz genommen wird.


(dia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Di Sano Hulk am 15.09.2014 02:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der erste Idiotenstreifen

    ... und ich dachte der 1.april ist erst wieder in ca einem halben Jahr.... oder ist die menschheit wirklich schon so weit?!?

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  • Patricia am 14.09.2014 23:28 Report Diesen Beitrag melden

    Problemfall Fussgänger

    Als Autofahrer (bin auch Fussgänger, aber das Handy bleibt in der Tasche) kennt man dieses Problem mit den "ferngesteuerten" Fussgängern. Augen stur glotzend auf das Gerät und womöglich noch mit Kopfhörern, trampend auf die Strasse. Schliesslich ist ja der Autofahrer schuld wenn der Fussgänger unter die Räder kommt. Stimmt's oder hab ich recht???

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  • Sabina am 15.09.2014 06:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wie weit sind wir gekommen?

    Und dann laufen die sich gegenseitig über den Haufen oder können die Spur nicht halten... *lach*.. Irgendwie traurig zu erkennen, wie "weit" die Menschheit gekommen ist..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roman C. am 15.09.2014 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    In Chongqing klappt das nie.

    Wie es der Zufall will, war ich vor einigen Monaten in dieser gigantischen Stadt. Das ganze ist wohl mehr eine Promotionaktion. Es herrschen andere Regeln in Chongqing. Lichtsignale oder Streifen am Boden sind dort eher Dekoration. Keine Regeln wie im Westen und trotzdem funktioniert es super.

  • Roman, Schwyz am 15.09.2014 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An den Verkehrminister

    So ein Streifen müsste es eigentlich schon längst auf Schweizer Autobahnen geben! Der wäre sicherlich stark befahren, bei sovielen Lenker/innen die man täglich am Smartphone beobachten kann.

  • DarwinAward am 15.09.2014 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird sich selbst regulieren.

    Bin schon gespannt wie....

  • Realist am 15.09.2014 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Seiten, wieder mal...

    Bin auch nicht gerade ein Fan. Fie Idee ist witzig.. Bei allen Beschwerden über die Handykultur, auch wenn Vieles Nonsens ist; Die Menschheit hat nie soviel kommuniziert wie zurzeit und Alles, was das gegenseirige Verständnis fördert, ist mir willkommen!

    • Hasi am 15.09.2014 16:33 Report Diesen Beitrag melden

      Kontakt

      Wie soll das gegenseitige Verständnis gefördert werden, wenn immer mehr mimik und gestik in den Hintergrund gerät? Der zwischenmenschliche Kontakt wird ersetzt durch bildschirme...das ist nicht dasselbe.

    • Mario Cipollina am 15.09.2014 18:34 Report Diesen Beitrag melden

      Kommunikation und Verständnis

      Wieweit das gegenseitige Verständnis gefördert wird oder eben nicht, kann man auch bei den Affären erkennen, in die gegenwärtig zum Beispiel immer wieder unsere Politiker reinlaufen, weil sie nicht wissen, wie man richtig mit Facebook, Twitter und Co. umgeht. Kommunizieren allein ist nicht alles, es kommt auch auf die Art und Weise und auf den Inhalt der Kommunikation an, damit auch ein verbessertes Verständnis daraus resultiert.

    • kerl am 15.09.2014 20:21 Report Diesen Beitrag melden

      aber sicher nicht so.....

      wie jetzt? hashtags, halbe sätze, selbsverliebtheit, messenger-stress, fotos aus der toilette .... fördert das gegenseitige verständniss?

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  • Da am 15.09.2014 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss das wirklich sein?

    Wieso muss man wärend dem man geht auf das Händy schauen? Wird einem darauf erklärt wie man die Füsse bewegegen muss dass man vorwärts kommt?