21 Frauen in 20 Städten

06. Februar 2018 07:03; Akt: 06.02.2018 07:03 Print

Er reist dank Tinder-Dates gratis durch ganz Europa

Anthony Botta (25) besuchte 20 Städte in Europa. Fürs Übernachten bezahlte er – nichts. Seine Reise organisierte der Belgier mithilfe der Dating-App Tinder.

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Anthony Botta (25) ist durch Europa gereist, ohne auch nur einen Rappen für Hotels auszugeben. Sein Trick: Er übernachtete bei Frauen, mit denen er sich via der Dating-App Tinder verabredete. Im Juli 2017 übernachtete er in Köln bei einer Frau namens Giulia. Botta sagt, er habe sich mit der Frau so gut verstanden, dass er «fast einen ganzen Monat dort geblieben» sei. Der Belgier leistete sich eine Tinder-Plus-Mitgliedschaft, mit der er in anderen Städten und Ländern mögliche Treffer angezeigt bekommt. Bei einem einfachen Account greift Tinder nur auf einen begrenzten Radius um den Standort des Nutzers zurück. In Breslau lernte er Ewelina «und ihr Colgate-Lächeln» kennen. «Ist es legal, so süss auszusehen?», kommentierte Botta auf Instagram. In zwei Monaten reiste er durch acht Länder. «Wer braucht schon Shakira oder Eva Mendes, wenn die schönste Frau auf dem Planeten neben dir steht», kommentierte der Belgier sein Foto mit dieser Frau aus Polen. Er lernte dabei 20 Städte kennen und hatte 21 Dates. Botta nennt es Tinder-Surfen. «Die Frauen müssen keine Supermodels sein», so Anthony Botta. «Wenn ich aber keine Unterkunft finde, dann gebe ich einfach allen einen Match.» Sein Liebesabenteuer teilt er auf Instagram mit seinen Followern. Im Sommer 2018 will er in die USA oder nach Neuseeland reisen, verrät er. Nachdem ein Artikel über Tinder-Surfen in der italienische Zeitung «La Repubblica» Anfang Februar erschien, fragte Botta seine Follower: «Hättet ihr Lust, wenn wir ein Italien-Special machen?»

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Ein 25-jähriger Mann aus Brüssel nutzt die Dating-App Tinder, um durch die Welt zu reisen, ohne dabei auch nur einen Rappen für Unterkünfte auszugeben. Tindersurfen nennt Anthony Botta seine Methode. Wie die funktioniert? Vor der Ankunft in einer Stadt wischt sich der Belgier durch Frauen, die dort zu Hause sind. «Wanna be my host?» (Willst du meine Gastgeberin sein?), lautet die Frage an seine Matches dann jeweils. Sagt die Frau ja, verbringt er die Nacht bei ihr – nicht immer aber im selben Bett.

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Auf die Idee kam Botta vergangenen Sommer, nachdem er sein Uni-Studium abgeschlossen hatte. Für seine geplante Europareise hatte der Rucksacktourist ein sehr reduziertes Budget. Dafür leistete er sich aber eine Tinder-Plus-Mitgliedschaft, mit der auch in anderen Städten und Ländern mögliche Treffer angezeigt werden. Bei einem einfachen Account greift Tinder nur auf einen begrenzten Radius um den Standort des Nutzers zu.

Acht Länder in zwei Monaten

Wie Botta der Zeitung «Independent» erzählt, hat er in zwei Monaten 20 Städte in Belgien, Holland, Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn, der Slowakei und Tschechien kennengelernt. Insgesamt habe er 21 Dates gehabt. Botta über die Chemie mit den Frauen: «Oftmals landeten wir im Bett zusammen, aber ein paar Mal schlief ich einfach auf dem Sofa.»

Die abgefahrenste Erfahrung machte er angeblich bei einem Date in München. «Die Villa war total verrückt. Mit Swimmingpool, Sauna, Jacuzzi und sogar einem eigenen Fitnessraum. Die Frau wohnte in derselben Strasse wie einige bekannte Fussballer von Bayern München.» Statt am nächsten Morgen abzureisen, blieb der Belgier ganze fünf Tage bei seinem Date.

Es gehe ihm nicht nur ums Geld, sagt er

Wo seine Methode gar nicht klappen wollte, war Wien: «Ich fand keine passende Gastgeberin, also fuhr ich weiter nach Bratislava, ist ja nur eine Stunde entfernt», sagt der 25-Jährige zum «Independent» weiter. Ein Tinder-Match in Köln hingegen sei eines seiner schönsten Erlebnisse gewesen: «Fast wäre ich dort einen ganzen Monat geblieben», so gut habe er sich mit der Frau verstanden.

Den Vorwurf, es gehe ihm nur darum, Geld zu sparen, lässt er nicht gelten. «Ich habe viele interessante Menschen getroffen und auch viel über mich selbst gelernt», sagt er. Trotzdem scheint ein Gratisbett Priorität zu haben: «Wenn ich aber keine Unterkunft finde, dann gebe ich einfach allen einen Match.»

Jetzt ist er zurück in der Heimat. Sein Liebesabenteuer teilt er auf Instagram mit seinen Followern. Im kommenden Sommer will er in die USA oder nach Neuseeland reisen, verrät er. Mit derselben Übernachtungs-Taktik.

Ein Trend?

Botta ist offenbar nicht der Einzige, der das kostenlose Reisen mittels Dates für sich entdeckt hat: Angaben von Tinder zufolge habe sich die Strategie zu einem Trend entwickelt. Immer mehr junge Rucksacktouristen nutzten die Dating-App zum «Tindersurfing», um «kostengünstige Unterkünfte in Europa zu erhalten und gleichzeitig nette Menschen kennenzulernen», heisst es in einem Pressetext.

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • franz am 06.02.2018 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    die neue Art zu Reisen oder ...?

    ist das die neue Art um Reisen mit einem One Night Stand zu kombinieren?

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  • hgidl am 06.02.2018 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja ...

    Da schmarotzt sich einer durch! Soll man das gut finden?

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  • Morpheus Inv. am 06.02.2018 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spieglein, Spieglein

    Die Idee selber finde ich unterhaltsam, wieso auch nicht. Funktioniert wohl nur weil er gut aussieht und Charme hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ManuB am 06.02.2018 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Rasur

    Ok, also Hut ab dass das mit diesem Urwald im Gesicht klappt. Irgendwie hat er vor 6 Jahren den Hipster-Anschluss verpasst, aber kommt damit immer noch gut an. Geschmäcker sind halt verschieden...

  • Jamaika Jamal am 06.02.2018 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tindersurfen

    Willkommen im Jahr 2018. Sowas ist nun möglich....

  • James am 06.02.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sollte ich jetzt beeindruckt sein?

    Ausser ein paar Schlafzimmer hat er wohl nicht viel gesehen in den 20 Städten, bei 2 Monaten rechnet man die Reisezeit mit;-)

  • Tatsache.. am 06.02.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch hier...

    Meines Erachtens ein modernerer Gigolo, sozusagen.Wo er mehr dann abnehmen wird als zu,weil er ja gar kein Geld hat um beispiel illegale Substanzen zu kaufen oder gar kein Mittel hat viel Essen zu kaufen wegen gratis. Deswegen,bevor man die Hintergründe nicht kennt,sollten wir als Aussenseitern, nicht gleich den Teufel an der Wand malen lieber Mitbürgern.Fotos zeigen zwar die schöneren Seite im Leben aber dabei wissen wir gar nicht,wie es wirklich um sein Gemüt geht.Wer das eh als verwerflich sieht der wird ja so od. so urteilen,deshalb locker bleiben,es ist ja vlt halb so schlimm wies anhört.

  • Der P am 06.02.2018 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues

    Das selbe habe ich auf meinem Japan Trip gemacht. Tokyo, Osaka, Kyoto, Nagoya, Fukuoka usw..vorher auf ner Japanischen Dating Site die Ladies gesucht...Japanerinnen sind sehr neugierig