Vergleich

30. November 2012 02:59; Akt: 30.11.2012 04:24 Print

Das Ende einer Strauss-Kahn-Affäre

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und das New Yorker Zimmermädchen, dessen Klage seinen tiefen Sturz bedeutete, sollen sich aussergerichtlich geeinigt haben.

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Strich drunter: Dominique Strauss-Kahn und Nafissatou Diallo sollen sich aussergerichtlich geeinigt haben.

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Strauss-Kahn und Nafissatou Diallo hätten sich «im Stillen» auf die Einstellung des Zivilverfahrens verständigt, berichtete die «New York Times» am Donnerstagabend unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Kreise. Die Einigung sei aber noch vorläufig, der Vergleich noch nicht unterzeichnet.

Über die Einzelheiten der Einigung und die Höhe einer möglichen Zahlung von Strauss-Kahn an das Zimmermädchen wurde zunächst nichts bekannt. Diallo hatte eine Entschädigung in nicht genannter Höhe gefordert. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte das Zimmermädchen im Gegenzug wegen Verleumdung auf Schadenersatz verklagt.

Strafverfolgung war eingestellt worden

Strauss-Kahn war Mitte Mai 2011 am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen und wegen versuchter Vergewaltigung und erzwungenen Oralverkehrs angeklagt worden. Im Zuge der Affäre musste der einstige Hoffnungsträger der französischen Sozialisten von der IWF-Spitze weichen und seine Ambitionen auf das Präsidentenamt in Frankreich begraben.

Dass es zu einem sexuellen Kontakt Strauss-Kahns mit dem Zimmermädchen im Sofitel im Herzen Manhattans gekommen war, gilt als erwiesen. Der 63-Jährige spricht jedoch von einvernehmlichem Sex.

Ende August 2011 stellte die US-Justiz die Strafverfolgung wegen Zweifeln an Diallos Glaubwürdigkeit ein. Die von der Hotelangestellten angestrengte Zivilklage gegen Strauss-Kahn blieb davon aber unberührt. Im vergangenen Mai hatte ein New Yorker Gericht grünes Licht für einen Zivilprozess gegen den Franzosen gegeben. Das Verfahren machte seitdem aber keine Fortschritte.

Gegen Strauss-Kahn laufen in Frankreich Verfahren im Zusammenhang mit Sexpartys mit Prostituierten eines Callgirl-Rings.

(bem/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Timo Freier am 30.11.2012 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Geld ist Macht

    Mit Geld ist fast alles zu kaufen...

  • robert am 30.11.2012 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Finanziell

    ist die Sache wahrscheinlich geregelt. seinen Ruf kann er aber nicht mit Geld wieder gut machen.

  • d.w. aus oberengstringen am 30.11.2012 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Strauss-Kahn kein Engel, doch...

    Dass Strauss-Kahn kein Engel ist in deiser Hinsicht dürfte uns klar sein, doch scheint mir, dass auch die Frau Diallo evtl. nicht unschuldig ist, und zur Nutzniesserin des Falls geworden ist, zumindest in finanzieller Hinsicht. Kann uns so eine Story eine Lehre sein? Vielleicht ja.

  • uähhh am 30.11.2012 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Also....

    ... guten Geschmack kann ich DSK definitiv nicht attestieren... nicht einmal dann, wenn ich mit auf den Rücken gebundenen Händen von einer transatlantischen Segelboot Ozeantour unter lauter Heteromännern zurück komme...

  • Fran Zose am 30.11.2012 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ende

    Das "Gute" am Strauss-Kahn-Skandal war, dass er sich dadurch selbst abgewählt hat als Kandidat fürs französische Präsidentenamt.Somit ha- ben wir einen"echten" Sozialisten, nämlich Hollande. Strauss-Kahn ist ein Kapitalist und somit unglaubwürdig! (wie übrigens Schröder war: ein Genosse der Bosse !)