In Brooklyn gefasst

22. November 2012 17:17; Akt: 23.11.2012 14:44 Print

Der Boutiquen-Killer tötete nach simplem Muster

Die New Yorker Polizei hat den Serienmörder verhaftet, der in den vergangenen Monaten mindestens drei Ladenbesitzer getötet hat. Sein Opferschema war wohl ein anderes als bisher angenommen.

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Der erste Mord war im Juli geschehen, der zweite im August, der letzte am 16. November. Dabei war der Boutiquen-Killer immer gleich vorgegangen: Er lauerte den Ladenbesitzern im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf und schlug erst zu, wenn er sicher war, dass dieser alleine im Geschäft war. Dann schoss er auf seine Opfer – alles Männer - mit einer Pistole Kaliber 22. Nur eines der Opfer wurde zusätzlich erstochen.

Am Mittwoch wollte der Mörder, der von den Ermittlern zunächst den Übernamen «John Doe Duffel Bag» bekommen hatte, ein viertes Mal zuschlagen. So weit kam es nicht. Als der Killer einen Laden betrat und den Besitzer fragte, ob er alleine arbeite und wann er zusperren würde, war dem Geschäftsmann aufgrund von Polizeiinformationen alles klar. Er alarmierte sofort die Polizei, die bald den Mörder samt Tatwaffe festnehmen konnte.

Was hatte Perrone vor?

Wie der TV-Sender «ABC News» schreibt, war der Killer bald identifiziert: Es handelt sich um Salvatore Perrone. Bei der Hausdurchsuchung in der Wohnung seiner Freundin wurden schwarze Handschuhe, Frauenkleidung, ein blutiges Messer und Bleichmittel entdeckt. Die Gegenstände waren alle mit den Fingerabdrücken des Verdächtigen übersät.

Salvatore Perrone wurde am Donnerstag wegen Mordes angeklagt. Die Motive für seine Tat bleiben allerdings noch unklar. Die Polizei vermutete zunächst rassistische Gründe, da alle Opfer Zuwanderer aus Ägypten oder dem Iran waren. Doch als die Ermittler die Tatorte analysierten, fanden sie heraus, dass Perrone wohl ein viel skurrileres Vorhaben verfolgte: Die Tatorte ergeben auf einem Stadtplan ein gleichseitiges Dreieck.

(kle)