Sprung aus Stratosphäre

26. September 2012 18:18; Akt: 26.09.2012 18:18 Print

Der Sprung der Sprünge wird Tatsache

Die beim letzten Test beschädigte Raumkapsel von Felix Baumgartner ist repariert und durchgecheckt. Jetzt steht fest: Am 8. Oktober wird der 43-jährige Extremsportler aus einer Höhe von 36'000 Metern auf die Erde springen.

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Endlich kann es losgehen: Felix Baumgartner, 43, Extremsportler, wird aus einer Höhe von 37 000 Meter springen und damit vier Rekorde aufstellen. Damit geht die fünfjährige Vorbereitungsphase des Österreichers und seines Projektteams «Red Bull Stratos» zu Ende. Nach einem Testflug in Roswell, New Mexico, bei dem Baumgartner bereits aus einer Höhe von 29 000 Metern auf die Erde sprang und mit 864 km/h im freien Fall etwa die Reisegeschwindigkeit eines Passagierjets erreicht hatte, landete der Base-Jumper unversehrt in der Wüste. Die Kapsel aber, mit der «Fearless Felix» in die Luft gestiegen war, wurde stark beschädigt und musste repariert werden. Jetzt aber ist die Kapsel startbereit: Mit einem Heliumballon wird Baumgartner in die Stratosphäre aufsteigen. Vom Sprung erhöfft sich das Red Bull Team neue Daten für die Wissenschaft, insbesondere für die bemannte Raumfahrt gewinnen. So sollen die Erkenntnisse einmal helfen, die Sicherheit bei Reisen ins All zu verbessern oder Möglichkeiten von Notabsprüngen zum Beispiel aus einer Raumstation erproben. Dies ist Baumgartner bei einem Testflug am 15. März 2012. Wie beim Sprung am 8. Oktober musste Baumgartner einen Schutzanzug tragen. Sonst würde sein Blut beginnen zu kochen. Der Sprung aus 22 Kilometern Höhe verlief erfolgreich. Baumgartner raste mit einer Geschwindigkeit von 600 km/h Richtung Erde. Alles beim Projekt Stratos ist bis ins kleinste Detail geplant. Das Testzentrum steht in New Mexiko. Baumgartner wohnt vor dem Sprung aus dem All hauptsächlich in den USA. Er hat sich jedoch ein Haus in der Schweiz - in Arbon am Bodensee - gekauft. In der Schweiz erholt sich Baumgartner (hier im Bild mit Joseph Kittinger, Rekordhalter («längstdauernder freier Fall») von seinen Strapazen. Baumgartner überquerte unter anderem als erster Mensch im freien Fall den Ärmel Kanal. Der Sprung von der Christusstatue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro ist nur einer von vielen Höhepunkten in der Karriere von Baumgartner. Um das Vorhaben realisieren zu können, liess er sich auf dem Gelände einschliessen, schoss ein Seil auf die Statue und kletterte daran hoch.

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Seit fünf Jahren bereitet er sich darauf vor, jetzt endlich steht das Datum fest: Der Extremsportler Felix Baumgartner wird am 8. Oktober in Roswell (New Mexiko) mit einem Heliumballon in die Stratosphäre steigen und dort aus 36 000 Metern auf die Erde springen. Damit will er die höchste Geschwindigkeit im freien Fall durchbrechen und insgesamt vier Rekorde aufstellen (siehe Box). Dies verkündete Projektleiter Art Thomson am Montag.

Damit geht eine lange Zeit der Ungewissheit und des Wartens für den 43-Jährigen zu Ende: Beim letzten Test im Juli hatte der Österreicher mit 29 000 Metern schon fast die Rekordhöhe und mit 864 km/h im freien Fall in etwa die Reisegeschwindigkeit eines Passagierjets erreicht. Baumgartner landete sicher - die 1300 Kilogramm schwere Kapsel aber wurde stark beschädigt und musste repariert werden. Am 24. September wurde das Gefährt erneut getestet - und blieb ganz.

«Fearless Felix» will mit seinem Sprung den 52 Jahre alten Höhenrekord von Projektmentor Joe Kittinger brechen. Das Red Bull Stratos Team hofft, neue Daten für die Wissenschaft, insbesondere die bemannte Raumfahrt, zu gewinnen. So sollen die Erkenntnisse einmal helfen, die Sicherheit bei Reisen ins All zu verbessern oder Möglichkeiten von Notabsprüngen zum Beispiel aus einer Raumstation erproben.

(dwi/feb)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • peter k. am 27.09.2012 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    überlegen bevor man reklamiert...

    an alle die meinen es sei sinnlos, überlegt euch doch mal, wo wir wären ohne solche projekte. ihr könntet heute nicht zu hause gemütlich aufstehen und ein kaffee mit bohnen aus südamerika genissen, kiwi gäbe es hier auch keine, fernsehen wohl auch kaum und geschweige denn von smartphones oder internet. hat nichts mit diesem sprung direkt zu tun - aber genau so starten innovationen. wer weiss, vielleicht fliegen wir in 100 jahren dank felix in anzügen durch den weltraum? who knows?

  • Mirko. Steiner am 26.09.2012 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergangenheit

    Dies ist nicht aktuell somder schon seit Monaten geschehen.

    • Felix Tree am 27.09.2012 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      Besserwisser mag ich nicht

      Stimmt nicht. Wenn du die Artikel auch lesen würdest hättest du erfahren, dass die Sprünge im Sommer Testsprünge aus geringerer Höhe waren!

    • Mapi am 27.09.2012 09:12 Report Diesen Beitrag melden

      Besser informieren

      eben nicht, das war ein Testsprung und der war nicht von 36'000 Meter Höhe

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  • Luger am 26.09.2012 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnarm

    mehr nicht...

  • Binswanger Roberto am 26.09.2012 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinnig

    Der Mann spinnt völlig. Und da wird völlig unnötig Geld zum Fenster hinausgeworfen.

    • wave am 27.09.2012 10:03 Report Diesen Beitrag melden

      na und?

      ist doch cool

    • dani am 27.09.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      cool...

      und was ist mit dem militär, welches jährlich x millionen kostet? ist dies sinnvoller? wohl kaum!!!!!! und diese fliegerchen, welche uli will - was meinst du kosten die? und diesen stuss bezahlen WIR mit unseren steuern!!! da würde ich lieber meine steuern für so einen sprung ausgeben!!!! aber fix...

    • Teleboy am 27.09.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht unser Geld

      Keine Angst Roberto. Ist nicht unser Geld. Da wird Geld noch für viel unsinnigere Dinge ausgegeben. Ich verfolge das Projekt mit Interesse.

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  • R.S. am 26.09.2012 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so eine Geldverschwendung

    einmal mehr gehört auch dieser Irrsinn zu dem Kapitel "Dinge, die die Welt nicht braucht"!

    • Marcus Severus am 27.09.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso auch nicht

      Natürlich braucht niemand die Aktion, andererseits ist das Geld auch nicht verschwendet. Vermutlich haben um die 10 Leute einen interessanten Job durch das Projekt und RedBull hat eine wirksame Werbung. Dass ein Red Bull deswegen 1.95 kostet statt -.65 wie ein MBudget EnergyDrink scheint auch niemanden zu stören.

    • dani am 27.09.2012 11:04 Report Diesen Beitrag melden

      steuergelder? wohl kaum...!

      wenn du wüsstest, für was für schwachsinn sonst geld verpulfert wird. und bei diesem geld spreche ich von steuergeldern! und bei diesem sprung bin ich mir sicher, dass keine steuergelder gebraucht werden. also sehr fragwürdiges argument...

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