Französin tot

10. März 2011 18:26; Akt: 10.03.2011 18:41 Print

Der Tod lauert im Kebap

In Frankreich tobt derzeit ein regelrechter Döner-Skandal. Innerhalb weniger Wochen sind zwei Menschen nach dem Kebap-Verzehr gestorben.

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Wenige Wochen nach dem Tod eines Jugendlichen ist in Frankreich vermutlich erneut ein Teenager durch Fast Food ums Leben gekommen. Eine 16-Jährige starb in einem Spital in Chartres an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich möglicherweise durch einen Döner Kebap zugezogen hatte.

Das Mädchen habe vergangene Woche zwei Mahlzeiten zusammen mit ihrer Schwägerin eingenommen, eine bei einem Freund und einen Döner in einer Snackbar, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Auch die Schwägerin habe Magenkrämpfe bekommen und sich erbrochen. Es war aber zunächst nicht eindeutig nachzuweisen, durch welche der beiden Mahlzeiten dies ausgelöst wurde.

Sicher sei jedoch, dass die 16-Jährige an einem toxischen Schock mit Organversagen gestorben sei, der von einer Lebensmittelvergiftung herrührte, sagte Staatsanwalt Philippe Peyroux. Dies habe die gerichtsmedizinische Untersuchung ihrer Leiche ergeben.

Die nach der Vergiftung sofort kontrollierte Snackbar habe nicht den Hygienevorschriften entsprochen und «zahlreiche Anomalien» gezeigt. Sie sei unverzüglich geschlossen worden, «zumal sie neben einer Schule liegt». Gewissheit über den Auslöser der Vergiftung sollten Laborergebnisse bringen, die noch ausstanden.

Wenn eine Verbindung mit dem Fast Food nachweisbar sei, werde er Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung einleiten, kündigte der Staatsanwalt an.

In der südfranzösischen Stadt Avignon ermittelt die Justiz gegen einen ehemaligen Franchise-Nehmer der Burgerkette Quick, nachdem im Januar ein 14-Jähriger nach dem Essen in seinem Lokal gestorben war.

In dem Fall war eindeutig nachzuweisen, dass der Junge sich die tödliche Lebensmittelvergiftung durch Bakterien zuzog, als er mit seinem Vater bei Quick ass. Die Erreger fanden sich auch in der Magenflüssigkeit mehrerer Mitarbeiter sowie auf dem Plattenboden des Lokals.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mustafa am 10.03.2011 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    je nach dem

    dieses "türkische" essen in europa kann man nicht essen.. es schmeckt einfach nicht und ist vorallem ungesund wie oben beschrieben.. geht lieber mal in die türkei einen richtigen dönner essen =)

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  • Bianca am 11.03.2011 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Preis und Qualität

    Diese beiden Fälle sind äusserst tragisch, aber leider auch ein wenig ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Alles muss heute billig und schnell gehen. Das "immer billiger" schlägt sich halt ab einem gewissen Punkt auch in der Qualität nieder. Es ist wichtig, dass rigoroser Hygiene- und Qualitätskontrollen gemacht werden. Und auch als Konsument muss man sich manchmal überlegen, ob ein Tiefstpreis unter normalen Bedingungen denn überhaupt möglich sei.

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  • Roman Streber am 10.03.2011 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wir können von Drittweltländer noch was lernen

    Wir Europäer müssen noch viel lernen. Brasilianer machen sich immer lustig über unsere Hygiene. Speziell über die Franzosen. Ich habe in Brasilien viel gelernt über Hygiene. Die essen sogar den Big Mac nur mit Serviette. Mittlerweile nehme ich keine Lebensmittel in Snackbars an wenn der Verkäufer das Geld mit der gleichen Hand berührt. Eigentlich hätte ich es gerne wenn immer Handschuhe getragen werden. In Brasilien benutzen sie sogar Mundschutz um Pizzen zu machen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • T.m. am 11.03.2011 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    keine Döners mehr

    Ich war in Bern auch mal in einem Dönerladen. hatte nach ca. einer Stunde erste Simtome und später durfte ich dem ganzen Kebab nochmal hallo sagen. War ein unschöner Tag. Aber habe es überlebt. Seit diesem Tag esse ich keine Döners mehr. Danke.

  • jan am 11.03.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schmuddelbuden meiden

    Verstehe nicht wie man einen Döner in solchen Schmuddellokalen essen kann. Ich denke in der Schweiz ist es nicht ganz so schlimm wie in anderen Ländern, ganz sauber sind die Dönerbuden aber sicherlich nicht. Ich esse meinen Döner in genau einer ausgewählten Bude, und sonst nirgends!

    • Jan Ulrichs am 11.03.2011 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      ja ja

      ... und deine pizza's auch bei genau einem Italiener? Und deine Rösti auch bei genau einem Lokal? :-)

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  • Mr. Mc am 11.03.2011 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Burger statt Döner

    und was lernen wir daraus...bleiben wir doch ganz einfach beim guten, alten McDonald's ;)

  • Gabi Giftig am 11.03.2011 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Mentalitäts Frage eben....

    Das wundert mich alles nicht! Die schlechteste Abfallfleisch Qualität wird an einen Spiess gepackt und der dreht sich den ganzen Tag vor der Hitze.... und am nächsten Tag genau wieder! Dies haben unzählige Tests ergeben. Einfach mal Fachzeitschrift lesen. Das zweite ist die Sauberkeit. Da mangelt es sowieso in diesen Kebab Läden. Das ist halt so die Mentalität des Südens. Jeder selber Schuld der das isst! "Man ist was man isst"

    • ahni am 11.03.2011 14:53 Report Diesen Beitrag melden

      ...

      Mentalität des Südens? sag mal was faselst du denn da?!.. das erste mal hab ich in der schweiz gesehen wie einem bauer sein sandwich auf den kuhstallboden gefallen ist, und er es aufgelesen hat, und weitergegessen! was sagst du dazu??

    • Besserwisser am 11.03.2011 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      Exakt!

      Da hast du absolut Recht!!!

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  • Ramona am 11.03.2011 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Lauwarmer Fleischklumpen

    es kann mir niemand erzählen, dass der lauwarme Ekelfleischklumpen über Nacht abkühlen kann (wenn er denn überhaupt in den Kühlschrank kommt). Das warme "Fleisch" ist der ideale Nährboden für alle Arten von Bakterien und Pilzen