«Earth Hour»

25. März 2018 00:07; Akt: 25.03.2018 15:31 Print

Die Welt schaltet für eine Stunde die Lichter aus

Licht aus für den Klimaschutz: Weltweit sind am Samstag im Rahmen der Aktion «Earth Hour» die Lichter ausgegangen. Für eine Stunde waren zahlreiche Wahrzeichen weltweit im Dunkeln.

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Für eine Stunde sind am Samstagabend die Lichter an Sehenswürdigkeiten und in Wohnungen weltweit ausgegangen. Die zwölfte Auflage der Aktion «Earth Hour» («Stunde der Erde») der Umweltorganisation WWF warb in 187 Ländern für mehr Klima- und Artenschutz.

Licht aus für den Klimaschutz: Zur Earth Hour sind weltweit die Lichter ausgegangen. (Video: Tamedia/AFP)

Um 20.30 Uhr wurde an bekannten Bauwerken eine Stunde lang die Beleuchtung ausgeschaltet. Auch in der Schweiz beteiligten sich zahlreiche Gemeinden an der Aktion. So wurden unter anderem das Kloster St. Gallen, der Luzerner Wasserturm und die Castelli in Bellinzona verdunkelt, wie der WWF Schweiz im Vorfeld bekanntgab.

In Deutschland lagen unter anderem das Brandenburger Tor in Berlin und der Kölner Dom im Dunkeln. Begonnen hatte die Aktion in der australischen Metropole Sydney, wo die viel fotografierte Oper eine Stunde lang unbeleuchtet blieb.

Gut sichtbare Sternenhimmel

«Für einen lebendigen Planeten» war in diesem Jahr das Motto der «Earth Hour». Auch Privathaushalte waren aufgerufen, mitzumachen. In sozialen Medien posteten etliche Menschen Aufforderungen, mitzutun, oder stellten Bilder ihres lediglich von Kerzen erhellten Zuhauses ein. Manche Städter präsentierten Aufnahmen des im Dunkeln weit besser zu sehenden Sternenhimmels.

In der griechischen Hauptstadt Athen gingen am Abend die Lichter an der Akropolis aus, in der britischen Hauptstadt London wurde der Big Ben ins Dunkle getaucht, in der italienischen Hauptstadt Rom das Kolosseum. Auch zahlreiche Metropolen in Asien wie Singapur, Kuala Lumpur, Tokio und Hongkong beteiligten sich. Ihren Ausgang hatte die «Earth Hour» im Jahr 2007 in Australien genommen, inzwischen gilt sie als weltgrösste Umweltschutzaktion.

Grosse Bedrohung

Der Vorsitzende des WWF Australien, Dermot O'Gorman, sagte der Nachrichtenagentur AFP, mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in einigen der artenreichsten Gegenden der Welt seien bis zum Ende des Jahrhunderts vom Aussterben bedroht, wenn der gegenwärtige Trend zur Klimaerwärmung anhalte.

Die «Earth Hour» soll die Forderung nach verstärkten Anstrengungen zum Schutz von Klima und Umwelt unterstreichen. Zudem wollen die Aktivisten in diesem Jahr besonders für den Artenschutz werben. Zu den vom Klimawandel bedrohten Arten gehören laut einem vom WWF in Auftrag gegebenen Bericht unter anderem Koalas in Australien.

(bee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kein Alien am 25.03.2018 00:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Medien...

    Wäre doch ne super Idee gewesen dieses Event eine Woche lang zu werben. Dann hätten wir heute auch tatsächlich etwas bewirken können als Bevölkerung und zudem gäbe es eine wunderschöne Aussicht auf einen licht-unverpesteten Sternenhimmel. Aber nein, stattdessen werden über Themen wie Wer hat mit wem Kaffee getrunken? Schlagzeilen gemacht. Schade, echt schade.

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  • René B. am 25.03.2018 00:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht

    Das könnte man jede Nacht machen, die Hälfte der der Strassenbeleuchtungen wären eigentlich auch noch überflüssig usw. usf. Da liegt sehr viel Sparpotenzial.

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  • Laura am 25.03.2018 00:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sollte jede Nacht so sein ab 23:59

    Nichts davon gemerkt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred A. am 19.04.2018 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Dem Klimaschutz gedient

    Wahrscheinlich wäre dem Klimaschutz mehr gedient, wenn man statt 1 Stunde alle Lichter zu löschen, 1 Stunde lang alle Air Conditioner ausschalten würde.

  • Manu J. am 10.04.2018 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na sowas aber auch..

    Hab mich vor ner Woche gerade erst darüber informieren wollen ob da nicht mal was sei! So frei ausm Sinn heraus. KEINER wusste was.. Und nun liest mans nachträglich in der Zeitung! Ganz Toll!

  • Berner Bär am 27.03.2018 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Initianten selbst?

    Die Aktion mag ja durchaus löblich sein, aber wieviele der Initianten fliegen jährlich zig Tausende Kilometer um die Welt, obwohl die Telephonie mit bewegten Bildern seit 1936 funktioniert?

  • Ephraim Lercher am 25.03.2018 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    man kennt sie auch als...

    Auch genannt: Stunde der Heuchler.

  • Richtiger Erdenschützer am 25.03.2018 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meining

    Wenn ihr der Welt was gutes tun wollt, dann hört auf, Lebensmittel zu fressen, die 1000 von Kilometern herangekarrt werden. Hört auf Lebensmittel zu fressen, die mit Tonnen von Pestiziden verseucht sind.

    • I_AM_VAMPIRE am 25.03.2018 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtiger Erdenschützer

      Selbst das reicht nicht.

    • Karl Karli am 25.03.2018 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtiger Erdenschützer

      Unser Lebensmittel sind auch voll Pestizide!

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