23. Januar 2007 16:02; Akt: 24.01.2007 06:58 Print

Die bizarren Praktiken der Sadhus

Vom Penisrollen bis zum Dauerwandern bei ewig gestrecktem Arm - in Sachen Körperbeherrschung sind die heiligen Männer Indiens nicht zu überbieten.

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Die durch Indien und Nepal wandernden Sadhus führen ein Leben ohne Arbeit und bar jeglichen Besitzes. Die Männer verbringen ihre Tage mit Yoga und Meditation. Je nach Standpunkt werden die Sadhus als heilige Männer oder als arbeitsscheue Asoziale angesehen - eins ist aber klar: Sadhus streben nach Erlösung und Befreiung aus dem Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt.

Bizarre Praktiken

Für ihre Annäherung an Gott greifen sie schon Mal zu ungewöhnlichen Methoden und verlangen ihrem Körper Extremes ab. Guru Dschi beispielsweise hält seit 24 Jahren seinen Schwur, den rechten Arm immer oben zu halten. Der Arm ist längst versteift und halb abgestorben. Ein Bild dazu gibts für Nervenstarke in der Bildstrecke. Ein anderer Sadhu darf von sich behaupten, dass er seit 17 Jahren nicht zur Ruhe kommt. Er verbrachte diese Zeit ausschliesslich im Stehen.

Eingerollter Penis

Andere Sadhus rollen ihr Geschlechtsteil immer wieder um einen Stock, so dass das Glied am Schluss Flach wie eine Flunder und nur noch zum - unkontrollierten - Wasserlassen zu gebrauchen ist. Davon zeigen wir Ihnen kein Bild, dafür aber vom sogenannten Penis-Yoga, bei dem acht Ziegelsteine am besten Stück hängen.

Langes Haar und ewiges Wandern

Die meisten Sadhus imitieren das Leben Shivas und teilweise auch sein mythologisches Aussehen. Sadhus befinden sich auf ewiger Pilgerfahrt und durchwandern das Land. Bevorzugt werden Städten, an denen Shiva verehrt wird. Sadhus halten sich aber nie lange an einem Ort auf, da der Glaube besagt, dass ewige Bewegung Körper und Geist wach hält. In diesem Abschnitt des Lebens werden die Haare nicht mehr geschnitten.

Kiffen aus religiösen Gründen

Viele Sadhus rauchen Hasch, denn Shiva schuf und rauchte diese Pflanze angeblich zum Zweck der Meditation. Obwohl die indische Regierung strenge Strafen auf Haschischbesitz vergibt, wird der Konsum bei Sadhus wegen der «religiösen Notwendigkeit» toleriert.

Zurzeit haben die heiligen Männer aber ganz andere Probleme, wie der folgende Videobeitrag zeigt. Sie beklagen sich über die Wasserverschmutzung des Ganges, den sie als heiligen Fluss verehren.