Verbot aufgehoben

07. März 2018 15:12; Akt: 07.03.2018 15:36 Print

Amputierter Veteran darf Mount Everest besteigen

Mit einem Besteigungsverbot für körperlich Behinderte wollte die Regierung in Nepal Unfälle am Mount Everest reduzieren. Die Regel wurde nun aufgehoben.

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Das höchste Gericht von Nepal hat wenige Wochen vor Beginn der Klettersaison am Mount Everest ein Besteigungsverbot für blinde und doppelt amputierte Alpinisten blockiert.

Menschen den Zutritt zum weltweit höchsten Berg zu verwehren, verstosse gegen den Geist der nepalesischen Verfassung, teilte ein Gerichtsbeamter am Mittwoch mit. Nepals Tourismusministerium hatte die Regeln für die Besteigung des 8848 Meter hohen Gipfels im Himalaya-Gebirge Ende 2017 geändert, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Dagegen hatten Bergsteiger, Menschenrechtsaktivisten sowie Betroffene geklagt.

Erster doppelt Amputierter auf dem Gipfel

Unter anderem war Hari Budha Magar, ein Veteran der britischen Gurkha-Einheit, gegen das Dekret zu Felde gezogen. Er hatte geplant, als erster doppelt Amputierter in diesem Jahr den Gipfel zu erklimmen.

Das Dekret der Regierung bezeichnete er als diskriminierend. Diese hat nun keine Handhabe, gegen die Entscheidung des Obersten Gerichts vorzugehen – obwohl es sich lediglich um eine einstweilige Verfügung handelt.

Hunderte Bergsteiger versuchen jedes Jahr während der Saison zwischen April und Mai, den Mount Everest zu ersteigen. In den beiden Monaten sind die Wetterbedingungen dafür am günstigsten.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BiChaDe am 08.03.2018 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meine Meinung?

    Und auf Kosten von wem werden sie schlussendlich gerettet? Ich finde es ja toll, wenn sich jemand Ziele setzt, aber jedes Alter, wenn es dann verwehrt wird mit 'Diskriminierung' zu argumentieren, finde ich uncool. Man muss das Risiko nicht nur für sich allein tragen, sondern auch für diejenigen, die dann allenfalls für die Rettung eingesetzt werden!!

  • Damian. am 07.03.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig fürs Leben ?

    Was kostet dieser Spass 60'000.- noch mehr? Es gibt solche, die im Geld leben.

  • Maler50 am 07.03.2018 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld regiert die Welt

    Wenn dies so weiter geht,sollte der Staat am besten einen Lift bauen damit wirklich jeder auf den Berg kann! Geld regiert die Welt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • BiChaDe am 08.03.2018 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meine Meinung?

    Und auf Kosten von wem werden sie schlussendlich gerettet? Ich finde es ja toll, wenn sich jemand Ziele setzt, aber jedes Alter, wenn es dann verwehrt wird mit 'Diskriminierung' zu argumentieren, finde ich uncool. Man muss das Risiko nicht nur für sich allein tragen, sondern auch für diejenigen, die dann allenfalls für die Rettung eingesetzt werden!!

  • S.Reuter am 07.03.2018 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ego lässt grüssen

    Warum wollt Ihr alle auf den Everest? Ist es wahre Leidenschaft oder mehr das Ego! Ich denke bei den meisten das Ego ...

  • Frau am 07.03.2018 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrgeiz

    Hunderte von Menschen hinterlassen einen Berg mit Toten und Müll nur um ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Egal wie viele Menschenleben riskiert werden, ein Berg muss bezwungen werden. Reiche Touristen lassen sich ein Stück hochfliegen nur um eine Trophäe mehr zu haben. Die Leidtragenden sind die Führer und die Guide .

  • B.R: am 07.03.2018 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gabs da nicht schon mal einen?

    Ich meine es gab in dem Jahr wo so viele Bergsteiger am Mpint Everest gestorben sind oder kutz danach mal einen der hatte beide Beine Amputiert. Ist der nicht ganz bis zum Gipfel gekommen? Oder war das "nur" Unterschenkelamputiert? Soweit ich mich erinnere hatte er ziemlich Probleme hinterher und ein weiteres Stück seiner Beine musste abgeschnitten werden. Man sollte eine Versicherung abschliessen müssen die die Bergung der Leichen finanziert für alle die es nicht wider runter schaffen. Kann jeder machen was er will solange er anderen nicht zur Last fällt mit Dummheiten.

  • Realist am 07.03.2018 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wissentlich in den Tod

    Dazu einen Kommentar zu schreiben ist schwierig. Wer noch einmal mit dem Leben davon gekommen ist, sollte das Schicksal nicht provozieren. Aber gut, gleiche Rechte für alle.