Popstar und Mönch

14. November 2012 09:30; Akt: 14.11.2012 13:05 Print

Ein Kuss erschüttert Vietnam

Der grösste Popstar Vietnams, Dam Vinh Hung, hat sich mit einem Kuss mächtigen Ärger eingebrockt. Nicht nur eine Auftrittssperre wurde über ihn verhängt, auch das Kulturministerium interveniert.

(Video:YouTube/BacMinh)
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Vietnams bekanntester Popstar Dam Vinh Hung hat einen Mönch geküsst und muss deshalb mit einer dreimonatigen Auftrittssperre rechnen. Nachdem ein Foto des Kusses zur Internetsensation geworden war, verlangt das Kulturministerium eine Bestrafung des Sängers.

Der 41-jährige hatte Anfang November eine Weinflasche versteigert, um Geld für Tumor-Patienten zu sammeln. Er versprach, den Gewinner zu küssen. Zwei buddhistische Mönche reichten das höchste Gebot ein - umgerechnet rund 2000 Euro. Prompt küsste Hung den einen Mönch auf den Mund, den anderen auf die Hand.

«Gehört sich nicht»

«Buddhistische Mönche auf die Lippen zu küssen gehört sich nicht», sagte der Direktor der Abteilung für darstellende Kunst im Kulturministerium, Vuong Duy Bien, am Mittwoch: «Unsere Gesellschaft toleriert keinen homosexuellen Kuss.»

Die Mönche wurden von ihrem Kloster bestraft und müssen die nächsten drei Monate ohne Kontakt zur Aussenwelt in der Pagode bleiben. Hung hat sich entschuldigt. Neben dem Auftrittsverbot kann er auch eine Geldstrafe von bis zu 200 Dollar bekommen.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • gina am 14.11.2012 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    die gefährlichste waffe der welt

    nächstenliebe ist immer noch die gefährlichste waffe auf diesem planeten, wie es scheint.

  • Roman B. am 14.11.2012 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig lächerlich..

    Völlig Banane-.- Wegen nem Kuss so ein Theater zu machen. Da müsste man ja bei uns jeden zweiten bestrafen xD Legt endlich eure konservative Einstellung ab!

  • Realist am 14.11.2012 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    i.O.

    finde ich i.O. Ich küsse ja auch keinen Pfarrer!

    • BigBienne am 14.11.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      @realist

      Unrealistisch, lieber @Realist, deswegen erteilst du noch kein Auftrittsverbot oder erteilst eine Geldstrafe.

    einklappen einklappen
  • Zora am 14.11.2012 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Begriff Homosexualität

    Das ist kein homosexueller Kuss, da es nichts mit Sexualität zu tun hat, sondern mit Dank. Und wer etwas gegen Homosexualität hat, ist einfach nur ängstlich, mainstream und sich seiner eigenen Sexualität unsicher.

    • sepp ultra am 14.11.2012 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Mainstream?

      einverstanden, allerdings nicht mit dem begriff mainstream. was hat denn abneigung gegenüber homosexualität (bzw. homophobie, also angst davor) mit mainstream zu tun? Ich wage mal zu behaupten, dass die Mehrheit nichts gegen Homosexuelle hat.

    einklappen einklappen
  • Lasa Dingdong am 14.11.2012 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Der hält wenigstens sein Wort

    Was für eine feige (und Menschenverachdende) Regierung. Das ganze gescha für einen guten Zweck, der Gewinn gieng ja an Tumor patienten. Wenn diese feige Regierung sich halt mehr um erkrankte Leute kümmern würden währe es nicht nötig das Private Geld sammeln. Typisch wie die Mächtigen hier die Prioritäten setzen.Der Sänger hatte sicher als er den Kuss versprach damit gerechnet das ne Frau die Gewinnerin wird. Nun wars ein Mann& Mönch dazu. Man kann aber sagen der Sänger hat sein Wort gehalten und ist mutiger und weitaus mehr Mann als die Beamten die sich nun hinter ihren schreibtischen mächtig