Food bizarre

12. Februar 2012 15:03; Akt: 12.02.2012 18:10 Print

Endlich da - der Speck-Shake

Warum hat das bloss so lange gedauert? Eine Fastfood-Kette in den USA bietet ihren Kunden endlich die Möglichkeit, in einem Glas über 1000 Kalorien zu kippen.

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Wer im Nord- oder Mittwesten der USA lebt, kann sich in den Fastfood-Tempeln von «Jack in the Box» zurzeit einen ganz besonderen Leckerbissen bestellen: den Speck-Milchshake. Der Trunk setzt sich mit 1081 Kalorien in 0,7 Litern direkt auf die Hüften, wie man so schön sagt. Und er ist Teil einer wahren Speck-Offensive, die unter dem Motto steht: «Love Bacon? Marry It!» Ganz schön durchgebraten, die Marketing-Leute von «Jack in the Box».

Der Shake ist laut amerikanischen Testern nicht schweinchenrosa oder blutrot, sondern weiss und riecht dezent. «Es gibt einen zarten Hauch von Rauch», erschnüffelten die Macher der Website «The Impulsive Buy». Auf Nachfrage wird das Getränk mit Schlagsahne und einer Kirsche darauf geliefert. Und wie schmeckt das Gesöff? «Lecker», urteilt der testende US-Gaumen, «aber ich würde es auch ‹eklig› nennen. Ich denke ‹angenehm› ist das beste Wort, um es zu beschreiben.» Andere Versuchskaninchen beschrieben den Geschmack so: «Nach einigen Schlucken für diese Besprechung schleuderten wir ihn in den nächsten Mülleimer. Zu mies.»

Weil diese Aussage für Europäer wenig erhellend ist, lohnt sich ein Blick auf den Inhalt des Speck-Shakes. Das wichtigste zuerst: Speck ist dort nicht drin, wie die Verbraucherseite «Be Food Smart» herausgefunden hat. Die Zutat, die aus dem gewöhnlichen Milchshake eine noch grössere Kalorienbombe macht, ist Speck-Sirup. Der wiederum besteht aus reinem Rohrzucker, Wasser, natürlichen und künstlichen Aromastoffen, Salz und den Konservierungsstoffen Natriumbenzoat und Kaliumsorbat. Na dann, en Guete!

(phi)