Neue Sehhilfe

29. April 2016 15:24; Akt: 29.04.2016 15:25 Print

Er ist fast blind – und kann jetzt endlich sehen

Eine junge, fast blinde Mutter kann ihr Baby sehen und ein Teenager weiss endlich, wie hübsch seine Mutter ist – möglich macht das eine neue Technologie.

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Christopher Ward jr. ist zwölf Jahre alt und stammt aus Forest im US-Bundesstaat Virginia. Kathy Beitz ist 29-jährig und lebt ausserhalb von Toronto in Kanada. Beide sind schwer sehbehindert. Beitz leidet an Makuladegeneration, einer Netzhauterkrankung, und ist seit ihrem elften Lebensjahr fast blind. Ward leidet seit seiner Geburt an einer Unterentwicklung der Sehnerven.

Dank einer neuen Technologie haben sowohl Christopher Ward als auch Kathy Beitz zum ersten Mal (wieder) einen anderen Menschen gesehen, wie ABC News berichtet. Dank der Spezialbrille Esight, die mit einer Kamera das Sichtfeld des Trägers aufnimmt und auf einen LED-Bildschirm millimeternah an die Augen projiziert.

«Es war absolut überwältigend»

Kathy Beitz konnte durch diese Brille ihren neu geborenen Sohn Aksel mit ihren eigenen Augen sehen. «Es war absolut überwältigend, dass das erste Baby, das ich tatsächlich sehe, mein eigenes Kind ist», sagte sie zu ABC News. Beitz hat das Glück, dass ihr die 15'000 Dollar teure Brille durch ein Spendenprogramm der Firma Esight zur Verfügung gestellt wird. Diese Technologie mache ihr den Alltag mit ihrem Sohn sehr viel einfacher, sagte die junge Mutter.


Kathy Beitz sieht ihren neugeborenen Sohn Aksel. (Video: Youtube/Yvonne Felix)

Von ganz so viel Glück kann Christopher Ward jr. noch nicht sprechen. Aber auch der Zwölfjährige erlebte einen ganz speziellen Moment, als er die Brille zum ersten Mal anziehen durfte, wie ABC News berichtet. Er setzte die Brille auf, blickt um sich und sagte: «Oh, Mamma – da bist du ja! Du bist so hübsch!» Wards Mutter Marquita Hackley war fast noch aufgewühlter als ihr Sohn: «Allein die Tatsache, dass er mich sehen konnte, bedeutet mir alles auf der Welt.»


Christopher Ward jr. sieht zum ersten Mal in seinem Leben seine Mutter. (Video: Youtube/VinGo)

Damit ihr Junge auch in Zukunft die Welt um sich herum sehen kann, sammelt sie nun Geld, um die Brille zu kaufen. Ihre Versicherung bezahle diese nicht, sagte sie zu ABC News. «Ich tue alles, damit er bekommt, was er verdient.»

(ofi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hmhmhn am 29.04.2016 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunder der Technick

    Wünderschön, mehr gibts da nicht zu sagen.

  • Mogli am 29.04.2016 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Helft ihnen

    ETH Lausanne hat auch paar Dinge in der Entwicklung für blinde Menschen, zb einen Sensor direkt im Auge verknüpft an das Gehirn so kann man wieder sehen. Ich hoffe sie bringen dies bald auf den Markt damit Blinde Menschen wieder sehen können.

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  • Maja am 29.04.2016 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist einfach nur traurig.

    Ich finde es schlimm das der Junge - die Familie - die Brille selber bezahlen muss. Schliesslich kann er nichts dafür. Hoffe er hat sie nun inzwischen und kann die Welt bestaunen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nasin am 30.04.2016 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Wow super! Ich freue mich für ihn!

  • Andrea Mordasini am 30.04.2016 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr berührend :)!

    Wow, sehr eindrücklich und ergreifend:)! Hoffe, dass der Junge einen Spender findet, der ihm diese Spezialbrille schenkt! Ich freue mich für ihn und seine Mutter, dass er dadurch sehen und die Welt so neu entdecken, erleben und erfahren kann :)!

  • Geordi La Forge am 30.04.2016 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Science no-longer-fiction

    Ich sag's immer wieder: viele Sachen, die wir damals in Raumschiff Enterprise gesehen hatten, sind heute normal oder am sich entwickeln.

    • Ivan Huber am 30.04.2016 08:28 Report Diesen Beitrag melden

      Genau meine Worte

      Das sag ich auch immer. Jetzt noch ein Holodeck und die Kunst des Beames herausfinden und dann würde ich ausflippen :-)

    • Jürg Grunder am 30.04.2016 09:50 Report Diesen Beitrag melden

      Lebe lang und in Zufriedenheit

      Ich habe auch Augenblicklich an Geordie La Forge aus Star Trek the next generation gedacht. Live long and prosper.

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  • Björn Fornet am 29.04.2016 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Wissenschaftler

    All diese Kriege und Konflikte auf der Welt lassen uns uns schnell vergessen, dass Millionen von Naturwissenschaftler und Ingineuren daran arbeiten, die Welt ein kleines bisschen besser und gerechter zu machen.

  • kshdf am 29.04.2016 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Beitrag ungenügend

    Wie funktioniert denn das? Keine Angaben dazu? Sehr schade wirklich. :(

    • Ivan Huber am 30.04.2016 08:30 Report Diesen Beitrag melden

      Fand ich auch

      Ja schade, dass es keine Erklärung in diesem Beitrag gibt, wie die Brille funktioniert. Das wäre eigentlich naheliegend. Hier jedenfalls die Erklärung:

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