Mexiko

06. Juli 2018 10:38; Akt: 06.07.2018 10:38 Print

Explosion in Feuerwerks-Fabrik fordert 24 Tote

Das Gebiet um die Feuerwerksfabrik gleicht einem Schlachtfeld: Vier Explosionen kosteten Dutzende Menschen in Tultepec das Leben.

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Schutt und Trümmerteile, wohin man blickt: Im mexikanischen Tultepec kam es am 5. Juli 2018 zu vier Explosionen in Lagerhallen einer Feuerwerksfabrik. Mindestens 24 Menschen starben, 49 weitere wurden verletzt. Die erste Explosion ereignete sich um 9.30 Uhr Ortszeit. Als Polizei und Feuerwehr angerückt waren und sich um die ersten Opfer kümmerten, kam es zu drei weiteren Detonationen. Die Explosionen zerstörten mindestens vier Lagerhallen, bevor sie unter Kontrolle gebracht werden konnten. Trauer unter den Angehörigen: Es ist nicht das erste Mal, dass es in Tultepec zu Explosionen kommt. Die Wucht der Explosionen zerstörte Scheiben in benachbarten Gebäuden und zahlreiche Fahrzeuge. Das Gebiet um den Unglücksort glich einem Schlachtfeld, Schutt und Trümmerteile waren auf Bildern zu sehen. Das Militär sperrte das Gebiet. Zur Unfallursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Unter den Opfern waren auch vier Feuerwehrleute, fünf Polizisten und ein Mitarbeiter des Zivilschutzes, die zu dem Einsatz gerufen worden waren. Nach Angaben der Behörden starb auch ein Kind bei der Explosionsserie. Die Schäden betreffen ein rund ein Hektar grosses Gebiet. Die 65'000-Einwohner-Stadt Tultepec im Zentrum von Mexiko ist dafür bekannt, dass dort die Feuerwerkskörper hergestellt werden. Schon im Dezember 2016 wurden bei einer Reihe von Explosionen auf dem grössten Markt für Feuerwerkskörper des Landes 42 Menschen getötet und 70 weitere verletzt. Armee und Innenministerium unterstützen den Rettungseinsatz vor Ort. Ein Grossaufgebot an Polizisten, Soldaten und Sanitätern ist im Einsatz.

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Mindestens 24 Menschen sind bei einer Reihe von Explosionen in einer Feuerwerksfabrik in Mexiko ums Leben gekommen. Weitere 49 wurden bei dem Unglück in der Gemeinde Tultepec verletzt, wie die Regierung des Bundesstaats México am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Unter den Opfern waren auch vier Feuerwehrleute, fünf Polizisten und ein Mitarbeiter des Zivilschutzes, die zu dem Einsatz gerufen worden waren. Nach Angaben der Behörden starb auch ein Kind bei der Explosionsserie.

Vier Lagerhallen zerstört

Die erste Explosion hatte sich um 9.30 Uhr Ortszeit ereignet. Als Polizei und Feuerwehr angerückt waren und sich um die ersten Opfer kümmerten, kam es zu drei weiteren Detonationen. Die Explosionen zerstörten mindestens vier Lagerhallen, bevor sie unter Kontrolle gebracht werden konnten, wie die Zeitung «Reforma» berichtete.

Das Gebiet um den Unglücksort glich einem Schlachtfeld, Schutt und Trümmerteile waren auf Bildern zu sehen. Zur Unfallursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Das Militär sperrte das Gebiet.

Die Wucht der Explosionen zerstörte Scheiben in benachbarten Gebäuden, viele Menschen standen unter Schock. Nach Angaben des nationalen Zivilschutz-Koordinators Luis Felipe Puente betrafen die Schäden ein rund ein Hektar grosses Gebiet.

Präsident äussert sein Beileid

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto sprach den Angehörigen der Opfer im Kurzbotschaftendienst Twitter sein Beileid aus. Armee und Innenministerium würden den Rettungseinsatz vor Ort unterstützen.

Die 65'000-Einwohner-Stadt Tultepec im Zentrum von Mexiko ist dafür bekannt, dass dort die Feuerwerkskörper für traditionelle mexikanische Feste hergestellt werden. Es kommt immer wieder zu Unfällen in den oft provisorischen Werkstätten, Lagerhallen und Märkten, da sie kaum kontrolliert werden. Das Schiesspulver für die Böller wird häufig nicht ordnungsgemäss gelagert. Auch Minderjährige arbeiten bei Produktion und Verkauf der Feuerwerkskörper mit. Im Dezember 2016 wurden bei einer Reihe von Explosionen auf dem grössten Markt für Feuerwerkskörper des Landes 42 Menschen getötet und 70 weitere verletzt.

Die Herstellung von Feuerwerkskörpern spielt in Tultepec dennoch weiterhin eine zentrale Rolle. «Die halbe Stadt lebt davon», sagte am Donnerstag der ehemalige Feuerwerksproduzent Manuel Guerrero am Unglücksort. Daran ändere auch diese Explosionsserie nichts. «Das Leben geht weiter», fügte der 63-Jährige hinzu.

(mlr/sda/afp)