«C-Star» mit technischen Problemen

11. August 2017 13:33; Akt: 11.08.2017 17:49 Print

Flüchtlingsgegner in Seenot lehnen Hilfe ab

Offenbar ist das Schiff der «Identitären Bewegung» vor Libyen manövrierunfähig. Die Crew verzichtet jedoch auf die Hilfe einer Nichtregierungsorganisation.

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Ein Schiff rechtsextremer Aktivisten, die Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa hindern wollen, ist nach Angaben der deutschen Organisation Sea-Eye vor Libyen in Seenot geraten. Die C-Star der Identitären Bewegung sei durch einen Maschinenschaden manövrierunfähig, teilte die deutsche Flüchtlings-Rettungsorganisation heute in Regensburg mit und berief sich dabei auf einen Sprecher der EU-Marine-Mission «Sophia».

Sea-Eye sei dann von der Seenotleitzentrale in Rom damit beauftragt worden, der C-Star zu Hilfe zu eilen, da ihr Kutter am nächsten sei. Die Aktivisten der C-Star schrieben auf Twitter hingegen: «Wir haben ein technisches Problem, das aber keine Seenotrettung erforderlich macht.» Die Rechtsextremisten hätten jede Hilfe abgelehnt, teilte Sea-Eye Ende Nachmittag mit.

Die Pflicht, zu helfen

Die Rechtsextremen, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet werden, machen seit mehreren Wochen im Mittelmeer Druck auf Flüchtlings-Retter, denen sie «Menschenhandel» vorwerfen. Erst vor wenigen Tagen verfolgten sie ein Schiff der beiden Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée (SOS Mittelmeer). Die «Identitäre Bewegung» hat auch in Frankreich und Italien Anhänger.

Der Vorsitzende von Sea-Eye, Michael Buschheuer, erklärte: «In Seenot Geratenen zu helfen, ist die Pflicht eines jeden, der auf See ist – unterschiedslos zu seiner Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Gesinnung.»

Kritik an Haltung Libyens

Ein Sprecher von Sea-Eye übte aber scharfe Kritik an den Zielen der C-Star-Aktivisten. Ihnen gehe es um ein «grossangelegtes Propaganda-Manöver» gegen Flüchtlinge und ihre Helfer im Mittelmeer. Sie beschränkten sich einseitig auf die Forderung, die Menschen zurück nach Afrika zu bringen.

Der Sea-Eye-Sprecher kritisierte zudem die jüngste Drohung Libyens, gegen Flüchtlingshelfer vor der eigenen Küste vorzugehen. Die rechtsextremen Aktivisten hatten die libysche Ankündigung dagegen auf Twitter als «Sieg für die Verteidigung Europas» bezeichnet.

(chi/nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Urs Meier am 11.08.2017 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Migration ohnehin keine Lösung

    Afrika hat über 1'200 Millionen Einwohner (2016). Sogar wenn wir 10 Millionen davon in unser Land lassen, geht es immer noch 1'180 Millionen Afrikanern schlecht, und unserem Land geht es dann wohl noch schlechter mit 18 Millionen Einwohnern. Was also versprechen sich die Migrationsbefürworter von einer solchen Entwicklung? Oder sind sie einfach ideologisch verblendet und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr? Zielführend ist eher das Prinzip Asien - wo viel investiert wurde und die Leute aus eigenem Fleiss eine bessere Lebensqualität erreicht haben.

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  • luapsong am 11.08.2017 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Afrika hat hat rund 1 Milliarde

    Menschen. Mehr als 1/3 also etwa 400 Millionen leben in Armut. Europa kann diese Menschen nicht alle beherbergen. Alle Bemühungen diese Massenbewegung zu bremsen sind positiv zu betrachten.

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  • Urs Meier am 11.08.2017 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Überschrift

    Also, wenn schon, müsste die Schlagzeile lauten: Linksextreme retten Rechtsextreme oder aber neutraler: Migrationsbefürworter retten Migrationsgegner. Mit der gewälten Schlagzeile wird klar, auf wessen Seite sich der/die Verfasser steht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Scorpione am 13.08.2017 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Europäische Lebensweise

    Als Europäer Identifiziere ich mich mit unserer Kultur und Lebensweise.

    • Art. am 13.08.2017 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Scorpione

      Solange sich ein Mensch an die Unsere Gesetze hält, Steuern zahlt, für das Wohl der Gesellschaft einen Beitrag leistet, ist es egal mit welcher Kultur , Religion, Lieblingfarbe ect. sich dieser Mensch identifiziert.

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  • simo am 12.08.2017 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gesunder Menschenverstand

    das hat nichts mit rechtszu tun, sondern mit gesundem Menschen verstand. wir können nicht allen helfen und zuletzt bleiben wir auf der Strecke. beschützt das Erbe unserer Vorfahren.

    • Art. am 12.08.2017 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @simo

      Welches Erbe der Vorfahren? Welche Vorfahren, die aus der Steinzeit?

    • Dani am 13.08.2017 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art.

      Ich denke nicht dass er von ihren Vorfahren schreibt sondern von seinen.

    • Art. am 13.08.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dani

      Was sein Erbe ist, mag viel sein, mehr als das ist aber nicht sein Besitz. Und was genau hat er geerbt, wissen Sie evtl.?

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  • Walter R am 12.08.2017 04:43 Report Diesen Beitrag melden

    Was sind Rechtsextremisten?

    Ich stelle immer wieder fest, für gewisse Medien sind alle Rechtsextremisten, die nicht mit der von den meisten Medien propagierten Linksideologie übereinstimmen.

    • Dr. Unwichtig am 12.08.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Walter R

      Schon lustig, dass gerade diejenigen, die behaupten "das man heute nicht mehr alles sagen darf" unglaublich empfindlich sind, wenn es um die Benennung der eigenen politischen Position geht...

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  • steven am 11.08.2017 23:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und wiedermal "rechtsextrem"

    was genau ist denn rechtsextrem an der identitären bewegung und wie genau äussert sich das? ich hätte gerne eine begründung für das angehängte "rechtsextrem". wenn man den deutschen staatsschutz fragen würde (was niemand tut) wäre wohl auch die svp "rechtsextrem" die ID macht genau das richtige im kampf gegen diese kriminellen schlepper ngos.

    • Art. am 12.08.2017 00:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @steven

      Welchen Ausdruck würden Sie bevorzugen für gewissenlose Menschen? Ist mir egal wie diese genannt werden. Es gibt nur zwei Arten von Menschen: - mit Gewissen -ohne Gewissen

    • Dr. Unwichtig am 12.08.2017 01:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Klarer Fall

      Rechtsextremismus definiert sich unter anderem über die Definition der Rechte von Menschen anhand ihrer ethnischen und/oder nationalen Zugehörigkeit. Keine andere politische Strömung besetzt diesen Ansatz. Ergo: wer Rechte hauptsächlich auf Grund der genannten Punkte vergeben will, ist de Facto rechtsextrem. Punkt.

    • TheProGrammer am 12.08.2017 03:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art.

      Hach, ich liebe diese Art von Argumentation, ich habe auch ein paar solche: Es gibt nur zwei Arten von Menschen: -Solche, die Socken haben und solche, die keine haben -Solche, die Ski fahren und solche die nicht Ski fahren -Solche die Spaghetti mögen und solche, die sie mögen (jeder mag Spaghetti) etc.

    • Jeder Ist Wichtig am 12.08.2017 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Unwichtig

      Dann sind die Europäischen Konzerne, welche mit reichlich Unterstützung der EU fremde Länder ausbeuten Rechtsextrem und die EU, welche das bekanntlich unterstützt enenfalls!

    • Art. am 12.08.2017 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @TheProGrammer

      Ach.. Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern von Nachdenken über das Gelesene. Also nehmen Sie sich bitte die Zeit und denken Sie über meinen Kommentar nach. Übrigens, Sie haben keine Argumentation. Ihr Kommentar sagt nichts über mich aus, sondern über Sie.

    • Oliver R. am 12.08.2017 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Unwichtig

      Nach Ihrer Definition wären gläubige (z.B. Moslem), rechtsextreme. Schliesslich Unterscheiden diese auch nach Zugehörigkeit und wer nicht dazu gehört ist nichts wert.

    • Dr. Unwichtig am 12.08.2017 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jeder Ist Wichtig und Oliver R

      Herzlichen Dank für diese idealtypischen Beispiele, dass man eine ganz einfache Ausführung auch völlig falsch interpretieren und mit hanebüchenen Schlussfolgerungen ergänzen kann. Darüber, woran dieses Unvermögen liegt, masse ich mir kein Urteil an...

    • Bitte noch eine am 12.08.2017 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Unwichtig

      Sehr aufschlussreich, danke für ihre Erklärung. Jetzt bitte noch eine Definition für Linksextrem, das interessiert mich auch.

    • Dr. Unwichtig am 12.08.2017 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bitte noch eine

      U. a. auf der Webseite des Deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz gibt es eine wunderbare Definition.

    • Guschtaff am 13.08.2017 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art.

      Hat keinen Sinn. Sie sind gut organisiert, wissen alles besser, unbelehrbar, nicht fähig zu einem Konsens und das Schlimmste: Sie sind ungebildet und deshalb leicht zu steuern.

    • Art. am 13.08.2017 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Guschtaff

      Ich hoffe Sie schreiben über die Flüchtlingsgegner in Seenot. Ich vermute aber, dass Ihnen die Argumente fehlen und Sie deshalb versuchen pers. gegenüber mir zu werden. Sie sind nicht organisierter, gebildeter, belehrbarer, oder weniger zu beeinflussen als ich, nur weil Sie unargumentiert über mich kommentieren wollen.

    • Reto am 16.08.2017 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art.

      Zur Info. Gustav war sarkastisch.. Und ob gebildet oder nicht macht keinen Unterschied. Hab schon oft erlebt dass eben gebildete schon bei den eifachen Sachen scheitern. und @ Gustaf, wer sich steuern lässt ist eine gute Frage nur haben wir unterschiedliche Antworten darauf

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  • Lillibeth am 11.08.2017 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es auch immer wieder

    ein paar Leute schaffen, von Afrika über irgend eine Route nach Europa zu gelangen, die ganze Welt retten können wir einfach nicht. Dazu kommt noch, dass die "Hilfe" in den vergangenen jahren in Afrika nur bewirkte, dass die menschen dort von den kreditoren vollkommen abhängig geworden sind. Von Währungsfond und Weltbank wurden kredit gesprochen und bezahlt obwohl mehr als klar war, dass die armen Länder nicht einmal die Zinseszinsen geschweige die Raten bezahlen können. So überlässt man die länder besser sich selbst, dann helfen sie sich selbst.

    • Art. am 12.08.2017 00:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lillibeth

      Es ist nicht schwer zu erkennen, dass solange die Lebensumstände in diesen Gebieten schlecht sind, die Menschen solange nach Besserem suchen werden. Was ganz normal menschlich ist. Also damit Menschen nicht hierher kommen wollen, benötigen diese Menschen in ihrer Heimat Freiheit, Möglichkeit zu Bildung, Nahrung, Wasser, Dach über dem Kopf und einen bezahlten Arbeitsplatz. Ich bin überzeugt, das alles konnte schon lange erreicht werden, wenn es nicht Kugeln, Bomben ect. alles wegsprengen was für die Basis einer Gesellschaft notwendig ist, also wenn es nicht noch Menschen gäbe die an Kriegsmaterial Geld verdienen. Warum ständig neue Rechtfertigungs"gründe" für Kriege (von egal wem) zu lassen? Es gibt ja keine.

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