#A66snowbaby im Wintersturm

02. März 2018 02:21; Akt: 02.03.2018 02:44 Print

Frau bringt Baby am Strassenrand zur Welt

Die britischen Inseln werden vom «Beast from the East» heimgesucht. Das Wetter forderte bereits zahlreiche Todesopfer und sorgte bei einer jungen Familie für bange Momente.

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Das Wetter hat nicht nur die Schweiz im Griff, sondern auch andere Länder Europas. So verursachten Schnee, Eis und starke Winde am Donnerstag den dritten Tag in Folge erhebliche Verkehrsbehinderungen in Grossbritannien und Irland. Vor allem in Schottland stand das öffentliche Leben in weiten Teilen still, nachdem der britische und irische Wetterdienst die höchste Warnstufe ausgegeben hatten.

10 Menschen sind wegen des Wetters bereits ums Leben gekommen. Das jüngste Opfer ist ein siebenjähriges Schulmädchen, das von einem Auto überrollt wurde, als der Fahrer bei den schwierigen Bedingungen die Kontrolle verloren hatte. Ein Anwohner sagte zur «Sun»: Es ist fürchterlich, wenn man bedankt, dass das Mädchen nur im Schnee spielen wollte und dann ihr Leben verlor.»

Im tief verschneiten Nordengland erblickte dagegen ein kleines Mädchen am Strassenrand das Licht der Welt: Die hochschwangere Daniella Waring und ihr Mann Andrew waren am Donnerstagmorgen bei starkem Schneefall auf dem Weg zum Krankenhaus, als klar wurde, dass sie es nicht mehr rechtzeitig dorthin schaffen würden, wie der Rettungsdienst mitteilte. Das bei eisiger Kälte geborene Baby erhielt den Namen Sienna - in den sozialen Medien heisst es aber nur «#A66snowbaby» (#A66Schneebaby).

A66 ist die Strasse, an der es zur Welt kam. Der Rettungsdienst zitierte den Vater mit den Worten, er habe auf der verschneiten Fahrbahn kaum eine Stelle finden können, um an die Seite zu fahren. Zudem habe er kaum Zeit gehabt, den Rettungsdienst zu rufen - so schnell sei alles gegangen. «Da ich bei der Geburt unserer beiden anderen Kinder dabei war, habe ich das getan, was ich damals gesehen habe», sagte er. Er habe die Beifahrertür geöffnet, sich in den Schnee gekniet und das Baby in Empfang genommen. Kurz darauf errreichten Rettungssanitäter den Geburtsort und versorgten um Mutter und Kind.

Gas wird knapp

Die Polizei rief Menschen in beiden Ländern dazu auf, nicht zu reisen. Hunderte Schulen blieben geschlossen. In Grossbritannien mussten viele Strassen gesperrt werden, Tausende Autos blieben liegen.

Teilweise mussten Autofahrer die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Viele Züge im ganzen Land fielen aus.

Auch der Flugverkehr war erheblich gestört. Die Flughäfen in Glasgow und Edinburgh waren am Donnerstagvormittag geschlossen. Auch am Flughafen London Gatwick kam es zu vielen Verspätungen und Ausfällen.

Hinzukommt, dass nun auch noch das Gas knapp werden könnte. Der Betreiber von Grossbritanniens Gasnetzwerk sagte, dass es bereits mit Engpässen zu kämpfen hat. Der Bedarf an Gas sei gemäss Medienberichten um ein Drittel höher als sonst im März.

Jetzt kommt noch Emma dazu

Zusätzlich zum Wetterphänomen «Beast from the East» (Biest aus dem Osten), das Grossbritannien kalte Luft vom Kontinent brachte, zieht nun im Südwesten des Landes auch noch Sturm Emma auf. Der britische Wetterdienst warnte für Donnerstag und Freitag vor heftigem Schneefall und Regen und überfrierender Nässe in Wales und Südwestengland und rief auch dort die höchste Warnstufe aus.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hovi am 02.03.2018 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schnee

    Und in der Schweiz wird ein solches Theater gemacht wegen dem Schnee. Beim ÖV ging nichts mehr! Was würde hier wohl abgehen wenn wir die Verhältnisse von den Britischen Inseln hätten?

    einklappen einklappen
  • Papa Bär am 02.03.2018 04:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wurde Édith Piaf nicht auch...

    ...auf der Strasse geboren, in einer Polizeimütze? Welch grossartiges Gesangstalent, welch trauriges Leben. Hoffe das am Strassenrand geborene Baby hat eine bessere Zukunft.

  • Waterpolo1s am 02.03.2018 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    in dieser Kälte! .... herzlicher Glückwunsch! :-))

    Was bei dieser Kälte! ... hoffe, dass sie keine Folgen davon tragen ... ach ja: herzlicher Glückwunsch zum neuen Erdenbürger :-)))

Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 33 am 03.03.2018 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    Leider schrecklich

  • Das Leben als Bordsteinschwalbe am 02.03.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    kann nie früh genug Beginnen............

    Die Kleine macht es aber schon Richtig: Augen zu und durch...............

  • Pesche FR am 02.03.2018 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hashtag hier, hashtag da...

    gibt es eigentlich auch Leute die nach #A66snowgirl suchen?

  • M. Furrer am 02.03.2018 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na hallo Welt

    Bin da, wer noch? Schön das alles gut ging. Hoffen wir das sie ein tolles schönes Leben erhalten hat!

  • Sulejka am 02.03.2018 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sienna Baby

    der kleinen Sienna wünsche ich alles Glück der Erde, eine gute Gesundheit und ein langes Leben möge ihr beschieden sein