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Kreislaufprobleme
27. November 2012 18:34; Akt: 27.11.2012 18:34 Print
Giraffe Tamu kippt um und stirbt
Liegen kann für Giraffen tödlich sein. Deshalb versuchten im Dortmunder Zoo am Dienstagmorgen 20 Feuerwehrleute, einem gestürzten Giraffenbullen wieder auf die Beine zu helfen. Vergeblich.

Die «Ruhr-Nachrichten» waren hautnah dabei. (Bild: Ausriss Ruhr-Nachrichten)
Drama im Zoo Dortmund: Am Dienstagmorgen ist der Giraffenbulle Tamu umgekippt. Das Tier hat den Sturz nicht überlebt – trotz des stundenlangen Einsatzes von Zoomitarbeitern und 20 Feuerwehrleuten. Diese hatten vergeblich versucht, das vier Jahre alte Tier mit Schlingen und anderen Hilfsmitteln aufzurichten.
BildstreckenDie «Ruhr-Nachrichten» waren bei dem Drama hautnah dabei und haben live aus dem Zoo getickert. Die Berichterstattung startete allerdings unter einem schlechten Stern. Der erste Eintrag von 10.06 Uhr lautet:
Unsere Reporter stehen vor verschlossener Tür. Es dürfen keine Journalisten in den Zoo.
Das Drama – Minute für Minute
Im Folgenden zeichnen die Reporter den Grosseinsatz im Tierpark Minute für Minute nach - trotz widrigster Umstände. So berichtet der Dienst um 10.41 Uhr – nach wie vor ohne Zutritt zum Zoo:
Die Situation des Tieres ist hochproblematisch. Das Gewicht der Giraffe drückt auf die Nervenbahnen. Je länger eine Giraffe liegt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie wieder aufsteht.
Das bestätigt auch Tanja Dietrich, Mediensprecherin des Zoo Basel, wo es ebenfalls Giraffen gibt: «Das ist tatsächlich so. Eine Giraffe legt sich nur kurz hin zum Schlafen.» Es sei allgemein bekannt, dass langes Liegen für Giraffen problematisch ist - insbesondere unter Narkose. «Es kann zu Kreislaufproblemen kommen. Deshalb versetzen Tierärzte Giraffen auch äusserst ungern in Narkose», so Dietrich weiter.
Ein Krampf im Bein war wohl schuld
Giraffe Tamu dürfte bereits in der Nacht gestürzt sein und muss schon Stunden gelegen haben, als ein Pfleger sie morgens um sieben Uhr in ihrer Box fand. «Es ist wohl durch einen Krampf im Bein beim Aufwachen passiert», sagte ein Dortmunder Stadtsprecher.
Schwer dürfte sich das Tier beim Sturz nicht verletzt haben. Er konnte aber nicht aus eigener Kraft aufstehen, wie ein Sprecher der Feuerwehr erklärte. Und auch die Rettungsaktion blieb erfolglos. Um 12.56 Uhr die traurige Gewissheit:
Tamu hat es nicht geschafft. Die Giraffe ist seit 12:50 Uhr tot.
Obwohl es die Helfer zum Schluss offenbar sogar geschafft haben, den Bullen aufzurichten, verstarb das Tier, wohl aufgrund des Stresses, den es erlitten hatte. Die Berichterstattung der «Ruhr-Nachrichten» endet mit dem traurigen Satz:
14:18 Uhr: Die Giraffenherde des Zoo Dortmund besteht nun noch aus fünf Kühen und einem Bullen.
(jam)
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Alle 14 Kommentare

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Tiere gehören nicht eingesperrt!!!
Verstehe nicht wieso es noch immer erlaubt ist, Tiere von der anderen Seite der Erde hier bei uns in winzigen Käfigen einzusperren und zu quälen?? Haben die Zoomitarbeiter kein Gewissen? Oder Gripps um sich zu fragen, wie es wäre wenn man selber so behandelt und eingeperrt würde? Wo bleibt der Tierschutz? Wohl genug Kohle eingesteckt oder wie? Echt durchgeknallte Welt...
Wenn man schon
so rumtönt und den Zirkusen Grosstierhaltung verbieten will, sollte das für alle gelten auch für Zoos. Denn auch nochso schönes grosses Gehege ist in keinster weise Artgerecht! Ein Löwe muss jagen und nicht sein Fleisch von einem Hacken zerren! In der Savanne wäre die Girraffe wohl nicht gestürzt oder unterversorgt gewesen. Wahscheinlich hat ein Magnesiummangel ausgelöst.
Es gibt nur einen guten Grund für Zoos
Die einzige sinnvolle Aufgabe, die ein "Zoo" hat, ist vom Aussterben bedrohte Tierarten zu schützen, eine Population aufzubauen und sie wieder auszuwildern. Der ganze Rest dient doch nur dem Egoismus und der Sensationsgeilheit der Menschen.
????
Genau das ist die Aufgabe von Zoos. Tierarten zu verstehen, erhalten, ihren Lebensraum schuetzen (dazu muss man ihn erst mal verstehen) und den Leuten erklaeren wo die Problem sind und warum sie die Tiere und deren Umwelt schuetzen sollen. Motivation genannt. Ween man heute in den Zoo geht gibt es viele Aktivitaeten die die Besuchern integrieren und viel Extras aufzeigen. Da steckt viel engagement und Freiwilligenarbeit dahinter. Zum Beispiel die Abneigung und angst gegenueber Schlangen ab zu bauen.