«Unvorstellbarer Terror»

20. November 2012 04:13; Akt: 20.11.2012 07:53 Print

Halsketten-Bomber muss hinter Gitter

Vor einem Jahr hatte ein Mann eine australische Millionärstochter zehn Stunden lang mit einer vermeintlichen Bombe um den Hals ausharren lassen. Nun ist er zu 13,5 Jahren Haft verurteilt worden.

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Der Halsketten-Bomber habe sein Opfer «unvorstellbarem Terror» ausgesetzt, sagte ein Richter in Sydney. (Bilder: Keystone/Facebook)

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Nach dem aufsehenerregenden Überfall in Australien im vergangenen Jahr, bei dem einer jungen Frau eine Bombenattrappe um den Hals gelegt wurde, ist der geständige Täter jetzt zu 13 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde am Dienstag von einem Bezirksgericht im australischen Bundesstaat New South Wales verhängt

Der Täter habe sein Opfer «unvorstellbarem Terror» ausgesetzt, sagte ein Richter in Sydney am Dienstag zur Begründung der Maximalstrafe. Nach zehn Jahren Gefängnis kann erstmals eine frühere Freilassung des Verurteilten geprüft werden.

Überfall mit Maske

Der Vater dreier Kinder war Anfang August 2011 maskiert in die Villa der Unternehmerfamilie Pulver in Sydney eingedrungen und hatte Madeleine Pulver eine vermeintliche Bombe umgehängt, von der sie erst nach zehn Stunden befreit werden konnte.

Sprengstoffexperten stellen erst dann fest, dass es sich um eine Attrappe handelte. Bevor der Täter verschwand, hinterliess er einen Drohbrief, in dem er davor warnte, die Behörden zu alarmieren und dazu aufforderte, weitere Anweisungen und Geldforderungen per E-Mail abzuwarten.

In Kentucky verhaftet

Der heute 52-jährige Investmentbanker war kurz nach der Tat in die USA geflüchtet. Er wurde schliesslich im US-Bundesstaat Kentucky von Beamten der US-Bundespolizei FBI festgenommen und nach Australien ausgeliefert.

Er hatte zwar indirekte Verbindungen zur Familie Pulver. Diese kannte den Mann aber nicht, der nach dem Scheitern seiner Ehe und dem Verlust des Sorgerechts für seine Kinder offenbar psychische Probleme hatte.

(sda/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicolas S. am 20.11.2012 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    System

    .. hätte er sie umgebracht, wären es 5 Jahre auf Bewährung

    einklappen einklappen
  • regina am 20.11.2012 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu hart!

    ich finde 13 jahre etwas übertrieben! Bei uns bekommen Kinderschänder nicht mal einen zehntel davon! Der Milionärstochter ist ja schlussentlich nix passiert! Naja verkehrte Welt!

    einklappen einklappen
  • Castro am 20.11.2012 06:23 Report Diesen Beitrag melden

    kriminell,dann aber bitte in der schweiz

    also gibt es doch noch länder die haftstrafen aussprechen. in der schweiz wäre er zu 2 jahren verurteilt und hätte wegen gute führung 1 jahr abgesesen. bravo Australia

Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix Peter am 20.11.2012 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein beispiel für die Schweiz!  

    Gerechte Strafe!! Gefällt mir!

  • B. Kerzenmacher am 20.11.2012 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr...

    gutes Urteil. Bleibt zu hoffen, auch in der CH werden zukünftig schwer kriminelle Drohungs- und Gewaltstraftäter die Straftatenopfer mit Drohungen und gewalttätigen Überfällen in Angst und Schrecken versetzen wie im Kt. TG, hart bestraft. Insbesondere wenn es sich dabei um notorische Gerichtsbelüger und Dokumentefälscher handelt.

  • Poodel am 20.11.2012 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Genau richtig!

    Es gibt doch noch Länder mit funktionierender Justiz

  • f. k. am 20.11.2012 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Beziehungen

    "Er hatte zwar indirekte Verbindung zur Familie Pulver..." Offensichtlich hat die Familie aber eine ziemlich direkte ins Bezirksgericht...

    • ManuB am 20.11.2012 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      So what?

      Na und? So ein Mensch gehört weggesperrt, Beziehungen zum Bezirksgericht hin oder her? Ich möchte Sie ja sehen, sie wären sicher auch froh über die hohe Strafen wenn das ganze Ihnen passiert wäre. Dieser Sarkasmus ist hier völlig unangebracht!

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  • Bühler Andreas am 20.11.2012 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Was ich nicht lache!

    13 Jahre für sowas? Hier in der Schweiz bringt man jemand zur Strecke und bekommt 5 Jahre auf Bewährung, es geht doch einfach darum, das es eine Millionärstochter war. Es passieren noch viel schlimmere Dinge auf der Welt, ohne Folgen. Ich stimme Regina absolut zu, und schmunzle wenn ich solche Beiträge lese, wie von Herr Ruedi H.Meier.