Jahrelang verschollen

23. November 2012 16:48; Akt: 23.11.2012 16:48 Print

Heli-Wrack nach über acht Jahren geborgen

Auf mysteriöse Weise verschwand 2004 ein Helikopter während eines Rundflugs über dem Gebirge Neuseelands. Ein aufmerksamer Pilot hat das Wrack nun entdeckt - und gleich wieder verloren.

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Bilder der Unglücksstelle. (Quelle: AP Video) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Ein Helikopterpilot hat am Mittwoch in einem abgelegenen Gebiet im Südwesten Neuseelands Trümmerteile eines Hubschraubers entdeckt. Zudem konnten an der Unglücksstelle die sterblichen Überreste zweier Insassen geborgen werden. Beim verunglückten Helikopter handelte es sich um die Maschine, die vor mehr als acht Jahren über der Gebirgsregion des Fiordlands abgestürzt war und verschollen blieb, wie die örtliche Polizei bestätigt.

«Ich wusste sofort aufgrund der Farben und Formen, dass es sich um diesen Hubschrauber handelte», sagt der Helikopterpilot Brendan Hiatt im Video oben. Hiatt hatte die Wrackteile während eines Rundflugs über der felsigen Region entdeckt. Eine zweiwöchige Suchaktion, die 2004 kurz nach dem Verschwinden des Helis einberufen wurde, blieb erfolglos.

«Es lag wohl am Licht»

Polizeikommissar Olaf Jensen vom Distrikt Southland sei wenig überrascht gewesen, dass das Wrack erst Jahre später entdeckt worden sei. «Die Wrackteile befinden sich in sehr felsigem Gelände am Rande der damals vermuteten Unglückszone», sagt Jensen gegenüber AP. Selbst Helipilot Brendan Hiatt habe die Trümmerteile nicht mehr wiederfinden können, als er später am selben Tag von der gleichen Stelle aus nach den Wrackteilen Ausschau halten wollte. «Es lag wohl am Licht.»

An Bord des am 3. Januar 2004 verunglückten Helikopters des Typs «Hughes 500» befanden sich der 27-jährige neuseeländische Pilot Campbell Montgomerie und die 28-jährige britische Backpackerin Hannah Timings. Wie es genau zum Absturz kam, bleibt wohl ein Rätsel. Der Pilot sei in eine Wolke geflogen und habe beim örtlichen Flugkontrollzentrum die Flugrichtung angefragt. Anschliessend riss der Funkkontakt ab.

Die sterblichen Überresten des Paares werden nun mittels DNA-Proben untersucht. Ihre Familien wurden benachrichtigt. «Mit der Gewissheit kommt bei den Hinterbliebenen wieder grosser Schmerz auf», sagt Jensen. «Doch nach all den Jahren die Gewissheit zu haben, tut ihnen gut.» Die Angehörigen seien vielleicht im Glauben gewesen, dass die beiden Opfer tagelang an schweren Verletzungen gelitten hätten, sagt Brendan Hiatt, der aus der Luft auf die Wrackteile aufmerksam wurde. «Ich würde aber sagen, dass es sehr, sehr schnell endete.» Er hoffe, dass diese Gewissheit den Angehörigen mehr Ruhe gebe.

(dga)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Life-must-go-on am 23.11.2012 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Als Selbstbetroffene voll nachvollziebar

    Als 1978 mein Mann 28jährig mit dem Flugzeug verunglückte, war ich 27zig und stand mit 2 kleinen Kindern alleine da. Damals wars für uns ein Weltzusamenbruch. Am schlimmsten für uns war, dass wir uns nicht mehr verabschieden konnten. Heute gehts uns allen gut. Aber vergessen haben wir Hinterbliebenen ihn nie.

  • Patrick Bachmann am 23.11.2012 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absturz

    Ich weis wue es ist jemanden durch einen helikopter ansturz zu verlieren!! Ich habe meinen götti am 24. mai 2012 beim heli absturz im kienthal verloren!!!! Viel kraft den familien

    • Marco am 23.11.2012 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Traurig 

      auch Dir viel Kraft!

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  • Daniel am 23.11.2012 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Gewissheit

    Als Angehöriger eines Piloten eines Flugzeuabsturzes kann leider nachvollziehen, welche Qualen und Ungewissheiten die Angehörigen duchmachen. Ich hoffe, das diese nun dieses Kapitel verarbeiten können. Mein Beileid.

    • Baspi am 23.11.2012 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Angehöriger...

      nicht Pilot?

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