Sea Shepherd

19. Dezember 2012 05:11; Akt: 19.12.2012 10:11 Print

Herber Rückschlag für radikale Walschützer

Die japanische Walfangflotte kann ihrem umstrittenen Geschäft wieder in Ruhe nachgehen. Die militanten Walschützer von Sea Shepherd dürfen sich den Schiffen nur noch bis auf 500 Meter nähern.

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Die Mitglieder der Tierschutzorganisation Sea Shepherd dürfen sich bis auf Weiteres japanischen Walfängern nur noch bis auf 500 Meter nähern. Das entschied ein US-Berufungsgericht am Dienstag im Rahmen einer einstweiligen Verfügung.

Das Gericht verbot der Gruppe und ihrem Anführer Paul Watson zudem, sämtliche Boote der Kläger anzugreifen und deren Sicherheit auf offener See zu gefährden. Zu den Klägern gehören das japanische Walforschungsinstitut sowie mehrere japanische Unternehmen.

Einsätze gegen Japans Walfangflotte sind ein Schwerpunkt der Organisation Sea Shepherd. Ihr Anwalt Charles Moure kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen und bezeichnete die Verfügung in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP als «sehr enttäuschend». Die Klägerseite begrüsste den Entscheid indes.

Watson nach Festnahme wieder unterwegs

Der international gesuchte Watson hatte Anfang Dezember erklärt, er befinde sich wieder auf einem Schiff seiner Organisation und fahre in Richtung Antarktis, um dort gegen japanische Walfänger zu kämpfen.

Der 61-Jährige war im Mai bei der Einreise nach Deutschland aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden, später aber auf Kaution freigelassen worden. Costa Rica wirft Watson wegen einer Aktion im Jahr 2002 Behinderung der Schifffahrt vor.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A. Schwab am 19.12.2012 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrte Welt!

    Abschlachten von Tieren unter dem Schutz des US-Berufungsgerichts. Was für eine verkehrte Welt!

  • René Kälin am 19.12.2012 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Unglaublich, ich unterstütze Sea Sheaperd und werde es weiterhin tun. Diese Leute sprechen nicht nur, sondern Handeln auch! Dies ist wirklich nötig. Die Welt muss wohl immer mehr zu Grunde gehen.

  • Mike am 19.12.2012 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur in Japan

    Auch auf unserem Kontinent werden Wale grundlos abgeschlachtet. Auf den Faer Oer Inseln wird das ganze mehrmals jährlich als Brauchtum zelebriert und alle machen mit, von der Hausfrau bis zum kleinen Kind. Island und Norwegen treiben ebenfalls auch Walfang. Es wäre wünschenswert wenn man diesen Walfang überall bekämpfen würde und nicht nur bei den Japanern, die sich ansonsten auf diese ungleiche Behandlung berufen könnten.

  • Pesche am 19.12.2012 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gerade mal 200.- gespendet

    Sea Shepherd scheint mir langsam die letzte Bastion zu sein.

  • Kusi am 19.12.2012 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Walfang für Forschungszwecke?

    Ich bin selber Biologe und frage mich deshalb: wo sind denn die Resultate und Publikationen über diese Wal-Forschung? Was genau soll erforscht werden und im Interesse von wem oder was - will man mit dem gewonnenen Wissen Wale retten ? Und wieso müssen dafür mehrere hundert vom Aussterben bedrohte Tiere getötet werden um anschliessend - in Büchsen verpackt - in japanischen Supermärkten verkauft zu werden? Alle schauen weg. Sea Shepherd mag umstrittene Methoden anwenden aber Robin Hood war auch nicht immer lieb...