Sex-Sklavin

25. November 2017 15:44; Akt: 25.11.2017 19:33 Print

Italiener sperrt Frau zehn Jahre in dreckiges Verlies

Im italienischen Dorf Gizzeria musste eine junge Rumänin jahrelang Höllenqualen erleiden. Die 29-Jährige wurde misshandelt, vergewaltigt und geschwängert.

Verwahrloste Unterkunft: In diesem Verlies war die junge Frau 10 Jahre lang eingesperrt. (Video: Twitter/Carabinieri)
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Ein 52-jähriger Italiener hat eine Frau zehn Jahre lang in einem Haus im Dorf Gizzeria eingesperrt und misshandelt. Dies berichtet die italienische Zeitung «Il Quotidiano».

Im Alter von 19 Jahren sei die Frau nach Süditalien gekommen, um die damalige Partnerin des Mannes zu pflegen. Es gibt unterschiedliche Meldungen, andere Medien berichten, es habe sich um den Vater des Peinigers gehandelt.

Nach dem Tod der oder des Betagten sperrte der Mann die junge Frau in ein dunkles Verlies, schlug und vergewaltigte sie täglich, wie es in den Berichten weiter heisst. Manche schwere Verletzungen habe er mithilfe seiner Angelausrüstung zugenäht. Während ihrer Gefangenschaft brachte die junge Frau zwei Kinder zur Welt: Ein heute dreijähriges Mädchen und ein neunjähriger Junge.

Insekten und Abfall

Aufgeflogen ist der 52-jährige Vater, als er mit dem Sohn in eine Verkehrskontrolle geriet. Sein Wagen befand sich offenbar in sehr schlechtem Zustand. Das Verhalten der beiden Fahrzeuginsassen und das heruntergekommene Aussehen des Jungen erschien den Polizisten auffällig. Sie wollten sich ein genaueres Bild machen.

Bei einer Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei die prekäre Wohnsituation der Familie: Überall lagen von Insekten befallene, abgelaufene Lebensmittel, es gab keine Beleuchtung oder sanitäre Anlagen, dafür umso mehr Mäuse und haufenweise Abfall. Der Gestank sei derart intensiv gewesen, dass die Beamten Atemmasken tragen mussten. Die Durchsuchung führte sie auch zu der eingesperrten Frau. Sie wurde mit den beiden Kindern ins Spital gebracht.

Kinder zur Gewalt gezwungen

Die Ermittlungen ergaben, dass es es der Rumänin nie gestattet war, soziale Kontakte zu pflegen und sie habe sich über ein Jahr lang nicht waschen dürfen. Sie wurde offenbar auch während ihrer Schwangerschaft geschlagen. Viele der Brutalitäten sollen vor den Augen beiden Kinder stattgefunden haben. Der Mann habe den Sohn angeblich sogar gezwungen, der Mutter Gewalt anzutun.

Der 52-jährige Italiener muss sich derzeit für seine Taten vor Gericht verantworten. Er bestreitet jegliche Vorwürfe und machte deutlich, seine Frau niemals sexuell missbraucht oder in ihrer Freiheit eingeschränkt zu haben, wie «Il Quotidiano» weiter schreibt. Auch die Kinder habe er nach eigenen Angaben niemals misshandelt.

(kaf)