Vier Tage Albtraum

15. Februar 2013 04:19; Akt: 15.02.2013 10:53 Print

Kreuzfahrtschiff «Triumph» legt endlich an

Die havarierte «Triumph» hat nach fünftägiger Herumtreiberei den sicheren Hafen gefunden: Das zur Kloake verkommene Luxusschiff dockte am Donnerstagabend Ortszeit in Mobile, Alabama an.

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Die knapp 3200 Passagiere und gut 100 Crew-Mitglieder müssen sich allerdings noch in Geduld üben. Es werde mehrere Stunden dauern, bis alle Fahrgäste vom Schiff sind, sagte ein Vertreter der britisch-amerikanischen Reederei Carnival Cruise.

Der CEO von Carnival, Gerry Cahill, ging an Bord, sobald das Schiff vertäut war, um sich persönlich bei den Reisenden zu entschuldigen. «Wir sind stolz darauf, unseren Gästen ein grossartiges Ferienerlebnis zu bieten, und in diesem Fall haben wir klar versagt», erklärte Cahill gegenüber Reportern, die zusammen mit hunderten Angehörigen der Passagiere auf die Ankunft des Pannenschiffs gewartet hatten.

Ein Feuer legte das Schiff lahm

Nach Berichten von Reisenden herrschten an Bord unhaltbare hygienische Zustände.
Die Toiletten würden überquellen, Menschen müssten wegen des Gestanks in Gängen oder an Deck schlafen. Zudem gebe es nicht genug zu essen, zitierten US-Medien Passagiere.

Nachdem am Sonntag ein Brand im Motorraum den Antrieb der «Triumph» beschädigte hatte, hatte die US-Küstenwache das navigierunfähige Schiff tagelang über das Meer gezogen. Die «Triumph» hat neben 3200 Passagieren auch 1000 Crewmitglieder an Bord.

Weiterreise mit Bussen

Etwa 200 Mitarbeiter der Reederei sollen sich um die Menschen kümmern, berichtete CNN. Mit Bussen können sie nach Galveston im US-Bundesstaat Texas fahren, wo die Reise begann, oder nach Houston.

Mehr als 1500 Hotelzimmer habe die Reederei in New Orleans reserviert. Für Freitag seien zahlreiche Charterflüge von New Orleans nach Houston organisiert worden. Auch für die Weiterfahrt nach Galveston stünden Transportmittel bereit, damit die Gäste ihre Autos abholen könnten, falls sie im Hafen von Galveston geparkt hätten.

Die Ankunft des Luxusliners in den USA hatte sich durch eine Panne verzögert. Wie der TV-Sender CNN am Donnerstag berichtete, riss bei dem Abschleppmanöver ein Seil. Es konnte nach über einer Stunde ersetzt werden.

(bem/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Elba am 15.02.2013 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie läuft es in Europa?

    Frachtreedereien haben längst in Billigländer ausgeflaggt und betreiben ihre Schiffe mit Drittweltbesatzungen. Jetzt kommen riesige, unüberschaubare Kreuzfahrtschiffe im Dutzend neu auf den Markt, die tausende (sehr schlecht bezahlte) Besatzungsmitglieder benötigen, die zu allem Überfluss einander sprachlich schlecht verstehen. Das funktioniert im Normalfall halbwegs, im Notfall kann das aber sehr leicht ins Auge gehen.

    • Mocc am 15.02.2013 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      Abzocken

      Grausam was alles dahintersteckt, auch hier wird abgezockt.

    einklappen einklappen
  • R. Fürst am 15.02.2013 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig oder Unwillig?

    Ist es denn unmöglich mehrere Notsromaggregate zu installieren und Lebensmittel abzusetzen? Riesenschiffe mit allem Pipapo, aber unfähig ein paar Helikopter oder Schiffe loszusenden um eben Strom und Lebensmittel zu bringen! Vor allem aber, sparen, sparen und nochmals sparen. Ein paar Entschuldigungen und Bustransfers sind billiger als eine grossangelegte Versorgungsaktion. Hoffe, die Klagen folgen...

  • Miss_CH am 15.02.2013 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Karibik-Kreuzfahrt

    Na, da freue ich mich doch richtig auf unsere Kreuzfahrt im April. Aber wir legen mit NCL ab, hoffentlich ein besseres Omen! ;-)

  • Paul Meister am 15.02.2013 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Vermutlich jammern

    die Passagiere über zu wenig essen, weil sie nicht wie gewohnt während 24 Stunden am Buffet bedienen konnten. Andere zahlen einen Aufpreis für Abenteuerferien und wenn sie es geschenkt bekommen reklamieren sie darüber :-)

  • H. Oppala am 15.02.2013 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    "unhaltbare Zustände"

    erwarten die Leute tatsächlich, dass der fünfstern-Luxus-Service auch bei Seenot aufrechterhalten werden kann?