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Gejagter wird zum Jäger
04. Dezember 2012 22:40; Akt: 05.12.2012 11:13 Print
McAfee sagt Belizes Regierung den Kampf an
von Roman Rey - Der flüchtige Computer-Antiviren-Pionier John McAfee ist in Guatemala. Mit Hilfe eines Star-Anwalts will er von dort aus die korrupte Regierung Belizes bekämpfen – und hat offenbar Heiratspläne.
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In Belize: Anti-Viren-Gründer McAfee wegen Mordes gesucht
Der Krimi um den Computer-Antiviren-Pionier John McAfee ist um ein Kapitel reicher: Im neuesten Eintrag seines Blogs schrieb er am Dienstag, er befinde sich in einem Hotel in Guatemala-Stadt. Gemäss der Nachrichtenagentur AFP will er dort politisches Asyl beantragen. Sollte er zu einem Verhör nach Belize zurückkehren, fürchte er, getötet zu werden.
«Vice» zeigt McAfee in einem Luxushotel in Guatemala City mit seiner 20-jährigen Freundin Sam.
Ausserdem sagt er den Behörden seiner Wahlheimat den Kampf an: «Der ehemalige Generalstaatsanwalt Guatemalas, Telésforo Guerra, wird mir beim Kampf gegen die Korruption in der Regierung Belize helfen», schreibt McAfee, der in Belize von der Polizei im Zusammenhang mit einem Mord gesucht wird. Guerra sei einer der bekanntesten Anwälte Guatemalas und «kennt sich sehr gut mit dem komplexen System der Korruption in Belize aus».
Gemäss «Vice» ist der Star-Anwalt auch der Onkel von Sam, der 20-jährigen Freundin McAfees. Der 67-Jährige hat zwei Journalisten des Magazins im Schlepptau, die ausführlich über seine Flucht berichten. McAfee eröffnete Guerra auch, er wolle seine junge Nichte heiraten.
«Tausende Videostunden Beweismaterial»
In seinem Blog macht McAfee dem Premierminister von Belize ein Angebot: Er würde ihn in einem neutralen Land treffen. Er habe tausende Stunden Videomaterial, mit dem er die Korruption beweisen könne. McAfee richtet sich auch an die Polizei von Belize: «Ich werde eure Fragen am Telefon beantworten. Wenn ich wirklich nur als Zeuge befragt werden soll, dann sollte das genügen.»
Wenige Stunden zuvor meldete er schon, in Guatemala in Sicherheit zu sein. Und richtete sich an seine Anhänger: «Ich entschuldige mich für die Irreführungen der letzten Tage.» Es sei nicht einfach gewesen, aus dem Land zu flüchten, und er sei dabei auf die Hilfe viele Unterstützer in verschiedenen Ländern angewiesen gewesen.
Erst am Montag waren neue Details der kuriosen Flucht an die Öffentlichkeit gelangt. Angeblich ist ein Doppelgänger McAfees an der Grenze zwischen Mexiko und Belize verhaftet worden - mit seinem Namen, aber einem nordkoreanischen Pass. Dabei habe es sich um ein Ablenkungsmanöver gehandelt.
Die beiden «Vice»Journalisten, die mit McAfee unterwegs sind, haben ein Bild veröffentlicht, in dessen Metadaten der genaue Aufenthaltsort des Programmierers ersichtlich war. McAfee schrieb später, er habe die Daten absichtlich manipuliert, um seinen wahren Aufenthaltsort zu verschleiern.
Im Zusammenhang mit einem Mord gesucht
Die Polizei Belizes will McAfee über den Mord an seinem Nachbarn, dem US-Bürger Gregory Foull, befragen. Beide lebten seit Jahren im Ort San Pedro auf einer Insel vor dem mittelamerikanischen Land.
Foull war am 11. November erschossen auf seinem Grundstück gefunden worden. Als die Polizei McAfee aufsuchte, vergrub er sich nach eigenen Angaben im Sand und ergriff anschliessend die Flucht. In einem Eintrag in seinem Blog richtete er sich am Dienstag direkt an die Hinterbliebenen des Toten: «Ich habe mit seinem Tod nichts zu tun. Ich habe in meinen 67 Jahren fünf enge Familienangehörige verloren und verstehe euer Leid», versicherte McAfee.
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Alle 10 Kommentare

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Beeindruckend
Ich steige wohl auf den McAfee Virenscanner um... Peter Norton traue ich solch eine Aktion jedenfalls nicht zu :-)
Heftiger Dachschaden
..aber liest sich ganz lustig, die Posse.
Ich mag ihn
den McAfee