Indonesien

07. Februar 2018 16:42; Akt: 07.02.2018 20:07 Print

Orang-Utan mit 130 Schüssen durchsiebt

Noch nie wurde ein Tier laut der indonesischen Polizei auf Borneo mit so vielen Schüssen getötet. Die Täter werden nun gesucht.

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Menschen im indonesischen Teil der Insel Borneo haben mindestens 130 Mal auf einen Orang-Utan geschossen. Der Menschenaffe verendete schliesslich an einer Infektion, nachdem Tierschützer noch versucht hatten, ihn zu retten.

Das berichtete das örtliche Zentrum für den Schutz von Orang-Utans am Mittwoch mitteilte. In der Leiche des fünf bis sieben Jahre alten, männlichen Orang-Utans hätten Pathologen mindestens 130 Luftgewehr-Kugeln gefunden.

Das sei «die grösste Anzahl in der Geschichte der Konflikte zwischen Orang-Utans und Menschen in Indonesien», sagte Tierschützer Ramadhani. Der Affe starb demnach am Dienstag im Ort Teluk Pandan im Osten der Insel.

Vom Aussterben bedroht

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht. Wilderei und Abholzung ihrer natürlichen Umwelt gefährden ihr Überleben. Bereits im vergangenen Monat war auf Borneo ein Exemplar tot in einem Fluss treibend gefunden worden.

Auch dieses war mit einem Luftgewehr beschossen worden. Anschliessend hatten der oder die Täter den Menschenaffen noch enthauptet. Borneo und die Nachbarinsel Sumatra sind die einzigen Gebiete der Welt, wo es noch wildlebende Orang-Utans gibt.

(kaf/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gérard am 07.02.2018 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schrecklich, dieser Hass

    Ich finde es tröstlich zu wissen, dass der Mensch sich letztendlich selbst abschafft und wieder Raum schafft, damit sich die Evolution weiter entwickeln kann. Bis dahin finde ich unser Verhalten gegenüber der Natur als Ganzes beschämend und nur noch tragisch...

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  • Heidi Heidnisch am 07.02.2018 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Palmöl?

    Es geht um Geld. Wenn es keine Orang Utans mehr gibt, dann können die restlichen Regenwälder auch noch gerodet werden. Diese Wälder sind die Lungen der Menschheit. Ohne Wald kein Sauerstoff, ohne Sauerstoff keine Menschen mehr. Aber das hilft dann den Orangs auch nicht mehr; die werden ausgestorben sein.

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  • PlazeboZH am 07.02.2018 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    hmm...

    "die grösste Anzahl in der Geschichte der Konflikte zwischen Orang-Utans und Menschen in Indonesien"... das wort "konflikt" steht absolut nicht im kontext... die affen (tiere generell), gehen nicht auf konfliktkurs mit dem menschen... sondern unsere gier, unsere dummheit, unsere überheblichkeit und unser wahnsinn führen zu tötung / ausrottung / vernichtung...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Klaus Berner am 08.02.2018 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dem Freihandel sei Dank

    Jeder der den globalen Freihandel unterstützt trägt eine mitveranwortung dafür. Ohne Diesen würde sich das Ganze ganz einfach nicht rentieren es gehören wieder Zölle auf solche Waren verlangt, damit würde der Binnenmarkt gestärkt und der globalen Ausbeutung und Umweltzerstörung Einhaltung geboten. Aber das interessiert Leute wie Marcon, Merkel & Co keinen deut denen geht es immer nur um den Profit für wenige.

  • Corine am 08.02.2018 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Palmöl verbot!

    Solange Palmöl in jedes Produkt sein muss, werden wir mehr Wald und Tiere töten... Ich kann gut ohne Palmöl sein und will auch ohne Palmöl sein...

  • daje am 08.02.2018 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch, das grösste Monster

    Wie lange wird es gehen, bis der Mensch merkt, dass es sich so selber vernichtet!

  • R.I.P am 08.02.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Menschheit

    Ich freu mich auf den Tag, wo die Headline mal heisst "Die Menschheit ist vom Aussterben bedroht" .... Schön wärs!

  • Zeitlos am 08.02.2018 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Irgendwie schäme ich mich für die Menschheit wegen all den kranken Auswüchsen einzelner.