Exklusives Auto

26. Dezember 2017 17:05; Akt: 26.12.2017 18:45 Print

Mercedes von Adolf Hitler wird versteigert

Es gilt als Luxus-Cabrio und zählte einst zu den teuersten Fahrzeugen von Daimler-Benz. Im Januar kommt der Wagen unter den Hammer.

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Das Auto wird ohne Mindestpreis unter den Hammer kommen. (Bild: Deutsches Bundesarchiv)

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Nur wenige Menschen konnten sich den Mercedes 770K leisten. Laut der Daimler-Benz AG wurde der Wagen nur 117 Mal verkauft. Staatsoberhäupter wie Japans Kaiser Hirohito, Spaniens General Franco und Adolf Hitler zählten zu den Besitzern des raren Autos.

Der Lebensweg von Hitlers Mercedes ist bis ins Detail dokumentiert: Das Auktionshaus «Worldwide Auctioneers» besitzt die originalen Dokumente der Daimler-Benz AG. Demnach bestellte Erich Kempka, der Chauffeur von Hitler, das Auto am 2. September 1938 als «vierten Führerwagen» in Sindelfingen.

Bei Paraden genutzt

Rund ein halbes Jahr später fuhr Hitler mit dem Mercedes herum. Besonders berühmt ist das Bild von ihm und Italiens Diktator Benito Mussolini am 18. Juni 1940: Damals liessen sich beide darin durch München kutschieren. Im selben Auto feierte Hitler den Sieg der Nazi-Armee im Frankreichfeldzug.

Nur kurze Zeit später gelangte der Wagen in die Hände der Franzosen. US-Streitkräfte nahmen das Auto letztendlich in ihren Besitz. In den USA nutzte man den Mercedes bei Paraden und Gedenkveranstaltungen für im Krieg gefallene Amerikaner.

Zehn Prozent werden gespendet

Das Auto wurde schon zu Zeiten von Hitler aufgerüstet: Die Windschutzscheibe besteht aus kugelsicherem Glas. Er wollte sich gegen mögliche Sprengstoffanschläge schützen.

Im Katalog des Auktionshauses aus Scottsdale wird kein Mindestpreis genannt. Man hoffe einzig darauf, dass das Auto weiterhin der Öffentlichkeit präsentiert werde. Wörtlich heisst es auf der Homepage: «Über allem möge stehen, dass das Böse, welches dieses Auto symbolisiert, nie wieder geschehen darf.»

Ein Teil des Erlöses soll einem guten Zweck zugute kommen. Zehn Prozent der Einnahmen werden für Holocaust-Forschungszwecke genutzt.

(slo/fur)