Wien

15. Mai 2018 13:26; Akt: 15.05.2018 13:26 Print

16-jähriger Nachbar tötete die kleine Hadishat

Das getötete Mädchen aus Wien hat seinen Mörder gekannt. In dessen Wohnung ass Hadishat erst Glace, dann griff der 16-Jährige zum Küchenmesser.

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Der mutmassliche Mörder eines kleinen Mädchens in Wien ist ein erst 16-jähriger Nachbar der Familie. Der junge Mann habe gegenüber der Polizei gestanden, die siebenjährige Hadishat mit Stichen in den Hals getötet zu haben, teilten die Beamten am Dienstag mit.

Sie hatten den Jugendlichen in der Nacht festgenommen. Spürhunde hatten die Polizei zur Wohnung der Familie geführt, in der Robert K. mit seinen Eltern und einem jüngeren Bruder lebte. Dieser spielte zum Tatzeitpunkt im Hof der Wohnanlage im Stadtteil Döbling, die Eltern waren nicht zu Hause.

«Allgemeine Wut» als Motiv

Als Motiv für die Tat gab der Verdächtige «allgemeine Wut» an. Er soll ohne jegliche Emotionen gestanden haben. Einen Streit mit dem Mädchen habe es zuvor nicht gegeben.

Die Schülerin war nach Angaben der Ermittler zur falschen Zeit am falschen Ort: «Es hätte jeden anderen auch treffen können», sagte Polizist Gerhard Haimeder. Er «wollte töten», soll Robert K. nach «Heute»-Informationen gesagt haben.

In die Dusche dirigiert, Kopf fast abgetrennt

Hadishat dürfte am Freitag von selber an der Tür des 16-Jährigen geklopft haben. Die Familien stammen beide aus Tschetschenien, leben seit Jahren in der selben Wohnanlage und waren befreundet. Hadishat kam öfter zu Besuch, kannte die Familie gut.

«Der Verdächtige hat sie nicht in die Wohnung locken müssen», so die Beamten. Hadishat habe erst Glace gegessen, dann soll Robert K. die Schülerin in die Dusche dirigiert und sie mit einem Küchenmesser attackiert haben. Der Kopf sei nach der Tat fast abgetrennt gewesen.

Hadishats Leiche war am Samstag in einem Müllcontainer gefunden worden. Hinweise auf sexuellen Missbrauch gibt es nicht. Der nicht vorbestrafte Tatverdächtige sei ein guter Schüler und bisher unauffällig gewesen.

(kko/sda)