Flop secret

21. November 2012 15:02; Akt: 21.11.2012 16:14 Print

Prinz Williams Foto-Story als Sicherheitsrisiko

Eine Bilderserie über den Arbeitsalltag von Prinz William hätte es werden sollen. Doch auf einigen Aufnahmen aus seinem Luftwaffenstützpunkt waren Dinge erkennbar, die niemand sehen darf.

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Das britische Verteidigungsministerium musste nach einem peinlichen Sicherheitsleck am Dienstag dutzende Passwörter von Mitarbeitern der Luftwaffe zurücksetzen. Was war passiert? Angefangen hatte alles mit einer vermeintlich harmlosen Fotoserie «Ein Tag im Leben des Flugoffiziers», die Prinz William bei seinem Dienst auf dem Luftwaffenstützpunkt Valley in Wales zeigen.

Williams Absicht war wohl, seinen Untertanen eine Vorstellung vom «normalen» Arbeitsalltag des britischen Thronfolgers zu vermitteln: Bett machen, Tee einschenken, Helikopter kontrollieren, Mails checken, mit Kameraden scherzen. Dummerweise waren auf vier der total zehn hochauflösenden Aufnahmen Sachen zu sehen, die niemanden etwas angehen: Auf einem sitzt Prinz William vor einem Computer, auf dem der Passwort-Dialog sichtbar ist. Anderswo kann im Hintergrund ein offenes E-Mail gelesen werden. Das Highlight: Eine an die Wand geheftete Liste mit Benutzernamen und Passwörtern.

Die Bilderserie war für die neue offizielle Website von William und Kate entstanden und hätte aufgrund ihres Inhalts dem Verteidigungsministerium vorgelegt werden müssen. Das geschah nicht. Bis der peinliche Lapsus bemerkt wurde, vergingen vier lange Stunden. Obwohl die Bilder schon vielerorts publiziert worden waren, zog das Ministerium die fraglichen Bilder zur Nachbearbeitung zurück. Nach einigem Retuschieren an den heiklen Stellen wurden sie erneut freigegeben. «Aufgrund eines administrativen Versehens sind die Fotos nicht korrekt überprüft worden. Sie sind inzwischen korrigiert worden», hiess es in einer Stellungnahme.

(kri)