Heisses Gadget für eisige Tage

13. Januar 2009 23:15; Akt: 13.01.2009 20:32 Print

Schablonen für heisse Intimrasuren

von Nico Menzato - Manor verkauft Schablonen für extravagante Frisuren im Intimbereich. Immer mehr Frauen – aber auch Männer – rasieren sich die Scham.

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Do it yourself: Brazilian Flirt (rechts) oder Heartbreaker (links).

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Sie heissen Brazilian Flirt, Heartbreaker oder Ooh la la – die sechs Bikinelle-Formen, die Manor ab dem 23. Januar für 27.50 Franken verkaufen wird. Eine aussergewöhnliche Formgebung sei bisher nur in Kosmetikstudios möglich gewesen, nun aber gebe es die Möglichkeit, dies auch zuhause zu praktizieren. So wird das Produkt von Vanity Cosmetics angepriesen.

Intimrasuren sind – insbesondere bei Teenagern und jungen Erwachsenen – im Trend. Scarlett Johansson oder Eva Longoria bekennen sich öffentlich dazu. Neun von zehn 20-Minuten-Userinnen und zwei Drittel der User rasieren sich im Intimbereich, wie eine Umfrage bei fast 12000 Personen ergab. Zu ­einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie der Universität Leipzig.

«Neben hygienischen Überlegungen sieht ein Glied in gestutztem Umfeld einfach grösser aus», so die Sexualtherapeutin Ines Schweizer. Für den Trend bei den Frauen gibt es zwei Erklärungen: «Der Infantilisierungsansatz sieht in der glatten Scham etwas Mädchenhaftes, den reizvollen Lolita-Effekt», so Schweizer. Der zweite Ansatz begründet den Trend mit der Emanzipation: Rasierten Frauen werde die eigene Sexualität bewusster. Oder wie es die Intimwaxing-Spezialistin Caroline Heid in der «Weltwoche» ausdrückte: «Der Sex ist besser. Wenn jemand einen Pelzmantel trägt, merkt er auch nicht, wenn ihm jemand über den Arm streicht.»