Krimi im Vorarlberg

10. Dezember 2012 15:10; Akt: 10.12.2012 15:10 Print

Scharfschütze erschiesst ausgerissene Kuh

Das Rind sollte auf die Schlachtbank - doch es wehrte sich heftig. Es riss aus und weil die erste Polizeipatrouille machtlos war, musste ein Einsatzkommando ran.

Ein Augenzeuge berichtet vom Sprung des Rinds in einen Teich. (Video: youtube.com/vol.at)
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Ein ausgebüxtes Rind hat am Montag die Vorarlberger Polizei auf Trab gehalten. Das Tier sollte in Meiningen zur Schlachtung geführt werden, riss aber aus und lieferte sich in der Folge mit der Polizei eine Verfolgungsjagd durch das Dorf.

Als das Tier aggressiv wurde und Schüsse aus der Dienstwaffe es nicht stoppen konnten, riefen die Beamten das Einsatzkommando Cobra zu Hilfe. Das Jungrind, das auf seiner Flucht ein Auto und einen Teich beschädigte, wurde schliesslich erlegt. Verletzt wurde niemand.

Die Polizei wurde gegen 8.30 Uhr über das freilaufende Tier informiert. Vier Patrouillen versuchten daraufhin gemeinsam, es einzufangen. Die Versuche blieben jedoch vergeblich. Das Tier wurde zunehmend aggressiv, beschädigte ein Auto und zertrampelte ein Teichufer. Man habe keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als das Rind zu erlegen, sagte eine Polizeisprecherin dem «ORF».

Polizisten mussten flüchten

Nach den Schüssen richtete sich das Jungrind jedoch wieder auf, offenbar weil die Munition der Dienstwaffe nicht ausreichte. Er ging schliesslich auf zwei Beamte los, die sich im Auto und hinter dem Fahrzeug in Sicherheit brachten.

Man habe darum das Einsatzkommando Cobra zu Hilfe gerufen. Das Tier wurde durch die Tierkadaververwertung abtransportiert, wie Bilder von «Vorarlberg Online» zeigen. Man sei froh, dass niemand zu Schaden gekommen sei, sagte ein an der Jagd beteiligter Beamter.

(sda)