Grausiger Fund

13. Dezember 2017 22:30; Akt: 13.12.2017 22:30 Print

Schon 13 Füsse an Strand in Kanada angeschwemmt

Über ein Dutzend Menschenfüsse sind seit August 2007 an Kanadas Westküste angeschwemmt worden. Für die Finder ein Schreck, für die Behörden kein Grund zur Sorge.

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Was für ein makaberer Fund: Ein Mann, der mit seinem Hund am Strand von Sooke auf Vancouver Island in Kanada spazierte, hat einen abgetrennten menschlichen Fuss entdeckt. Das Körperteil war ans Ufer des Jordan River geschwemmt worden. Der Fuss, sowie ein Teil des Schien- und des Wadenbeins, steckten in einem schwarzen Turnschuh, berichtet der kanadische Sender CBC.

So schaurig der Fund auch ist, in diesem Teil der Provinz British Columbia ist er gar nicht so unüblich: Seit 2007 sind schon 12 weitere Füsse angespült worden, zuletzt im Februar 2016. Acht Leichenteile konnten bisher sechs Personen zugeschrieben werden.

Es sind entweder Unfall- oder Selbstmordopfer

Was den Findern jeweils einen rechten Schreck einjagen dürfte, ist für die Behörden wenig alarmierend: Laut Andy Watson von der Gerichtsmedizin in British Columbia wurde nun erst einmal eine DNA-Analyse angeordnet. Es sei zwar noch zu früh, um eine Todesursache festzulegen, man gehe aber nicht von einem Verbrechen aus.

Schon beim Auftauchen der ersten Füsse suchten Ermittler und Wissenschaftler eine plausible Erklärung dafür. Die Leichenteile müssen von einem Flugzeug- oder Schiffsunglück stammen, lautet eine der meistverbreiteten Theorien. Nach einer anderen These vermutet man, dass es die Überreste von Selbstmördern sind, die in Flüsse gesprungen sind, die in den Pazifik münden. «Es liegen vermutlich Tausende Leichen in den Gewässern in der Nähe von Vancouver», schreibt Mark Memmott vom lokalen Nachrichtenportal NPR.

Warum Füsse und keine Torsos?

Dass ausgerechnet die Füsse an die Oberfläche gelangen, liege wohl an der Gummisohle und den Schuhen, erklärte der Pathologe Stephen Fonseca gegenüber «The Daily Beast». Die Fische könnten die Schuhe nicht durchbeissen, was verhindere, dass sich die Körperteile auflösen.

Auch für die Forensikerin Gail Anderson von der Simon Fraser Universität ist der Fall klar: Die Autopsien bisher hätten ergeben, dass die Füsse vom Rest des Körpers nicht etwa gewaltsam abgetrennt worden seien, sondern sich nach langer Zeit im Wasser von selber gelöst hätten. «Wenn eine Leiche im Wasser treibt, fällt der tote Körper auseinander, und die Füsse lösen sich vom Rest des Beines», erklärte sie gegenüber kanadischen Medien.

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anna am 13.12.2017 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gruselig

    Nicht gerade die passende Lektüre vor dem Schlafengehen...

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  • Maler50 am 13.12.2017 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Horror

    Für jeder Finder muß dies der absolute Horror sein. Wenn auch die Behörden anscheinend gute logische Erklärungen dafür zu haben scheinen!

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  • Zuger am 13.12.2017 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal was neues

    "Kopflose" Leute sind nicht selten aber die Fusslosen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zürihegel am 14.12.2017 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    In Zürich seltener

    In Zürich werden die Füsse selten angeschwemmt, weil sie die Limmat runter fliessen.

  • Argonaut am 14.12.2017 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sind die Argentinier, die aus...

    ...Flugzeuge hinausgeworfen sind.

  • Irma la Douce am 14.12.2017 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Füsse "chääseled"

    Die Fische, auch die grossen, mögen die Füsse nicht, weil sie oft "chääseled".

  • Treki am 14.12.2017 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Theorie

    Füsse nicht gewaltsam abgetrennt worden ergo kein Verbrechen.

  • S@m.W am 14.12.2017 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn üblich wird...

    In der Zukunft in Vancouver... Einwohner meldet bei der Polizei: es ist schon wieder ein Fuss am Strand angeschwemmt worden, ohne Scherz...ehrlich