Ungesichert stehen lassen

20. Juli 2016 10:45; Akt: 20.07.2016 10:45 Print

Security verliert Schweizer 15-Millionen-Schmuck

Ein Sicherheitsmann brachte Schmuck des Schweizer Uhrenherstellers Chopard einem Promi zum Anprobieren. Danach liess er die wertvolle Fracht unbewacht im Auto. Ein Fehler.

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15 Millionen Dollar teurer Schmuck von Chopard wurde aus dem Auto des Sicherheitsmannes gestohlen. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Bei den Grammy Awards zeigen die Reichen und Berühmten, was sie haben. Zum Outfit gehören stets auch teure Accessoires. Klar, dass der Anlass auch für Schmuckhersteller äusserst lukrativ sein kann. Das Schweizer Uhrenlabel Chopard hat in diesem Jahr allerdings einen herben Rückschlag erlitten. Schuld daran ist ein externer Sicherheitsmann, der im Februar Schmuck im Wert von 15 Millionen Dollar (knapp 14,8 Millionen Franken) einem Promi in Los Angeles zum Anprobieren bringen sollte, schreibt die «New York Post».

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Insgesamt 53 Schmuckstücke enthielt die Fracht, die vom Mitarbeiter von Ferrari Express in einem Van transportiert wurde. Das Unternehmen hat sich auf den Transport von wertvoller Fracht wie Schmuck und Edelsteinen spezialisiert. Doch anstatt dass der Mann den zurückgewiesenen Schmuck wie vereinbart in ein sicheres Schliessfach brachte, liess er ihn in seinem Fahrzeug an einer Strasse in der Nähe seines Hauses. Und das über Nacht, kaum gesichert und in einem Viertel, wo Autodiebstähle üblich seien, schreibt die Zeitung.

Chopard verklagt Ferrari Express

Es kam, wie es kommen musste: Der Van wurde über Nacht geklaut. Wenige Tage später wurde er gefunden, doch vom Schmuck fehlte jede Spur. Das Sicherheitsunternehmen hatte laut Gerichtsakten verschwiegen, dass sich im Innern des Fahrzeugs etwas Wertvolles befindet.

Die Folge: «Chopard, das Schweizer Luxusuhren- und Schmucklabel, sah sich gezwungen, gegen Ferrari Express Inc. zu klagen, da Ferrari Unikate von feinstem Schmuck im Wert von Millionen von Dollar verloren hat», sagte der Anwalt von Chopard im Rahmen der Verhandlung vor dem Manhattan Supreme Court. «Ferrari hat es versäumt, Chopard für den Fehler bei der Sicherung von Chopards Eigentum zu entschädigen.»

Schweigen bei Ferrari Express

Der Schmuckhersteller habe dem Unternehmen drei schriftliche Aufforderungen geschickt, das Geld zu ersetzen. Eine Antwort sei nie gekommen. Auch auf Anfrage der Zeitung reagierten die Anwälte des Sicherheitsunternehmens nicht.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • KTM am 20.07.2016 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schmuck Diebstahl

    Ein Wachmann lässt so teuren Schmuck im Fahrzeug und dies in einem Viertel, wo Autodiebstahl an der Tagesordnung ist? Finde ich sehr suspekt und ist nach meiner Meinung, im Vorfeld alles abgemacht und organisiert worden. Nun ja, die Versicherung zahlt und wir übernehmen die Prämienerhöhung. Ist auch eine Art von Umsatz

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  • Luis V am 20.07.2016 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Registriert

    Bin gespannt wie der Dieb diesen Registrierten Schmuck verkaufen will...

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  • Reto Manser am 20.07.2016 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht gibt es keine Versicherung

    Fragt sich ob die Firma wirklich eine Versicherung hat und solche Beträge versichert sind....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beko am 20.07.2016 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na klaro

    der Fall ist doch klar..:)..man muss halt bei der Anstellung des Personals besser achten..wer man einstellt und ob der schon was auf dem Kerbholz hat..in der CH das gleiche..man stellt Vorbestrafte aggressive Personen ein die eigentlich bei Auseinandersetzungen schlichten sollten..eben "sollten"..

  • Chris Fischer am 20.07.2016 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Geplant

    Abgekartete Sache. Der Angestellte hat den Transporter bewusst stehen lassen und sein Kollege hat ihn geklaut - gibt je $ 7,5 Millionen. Damit lässt es sich eine Zeit lang angenehm leben.

    • Didier am 20.07.2016 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chris Fischer

      Chopard verliert extrem an Wert wenn es keine Neuware mehr ist und nicht im Laden gekauft wird. Des Weiteren kann man für Diebesgut niemals den Preis mehr verlangen. Ich würde eher sagen knapp 1Mio für jeden.

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  • Stadex am 20.07.2016 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inside Job?

    Wers glaubt dass dies ein Versehen war.

  • Adlerauge am 20.07.2016 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenig glaubhaft!

    Da ist doch etwas faul! Wen ein Angestellter einer Sicherheitsfirma sich dermassen dilettantisch verhält, muss der Mitarbeiter und die Firma den Diebstahl verantworten!

  • Jane38 am 20.07.2016 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    extra?

    ich kan mir nicht vorstellen das man 15millionen schmuck einfach so vergass bez einfach abstellt und etwas anderes macht