Zurück aus dem Eis

09. Februar 2017 08:15; Akt: 09.02.2017 10:08 Print

Swiss-Maschine ist in Zürich gelandet

Eine Woche nach der Notlandung in Iqaluit ist die Boeing 777 zurück in der Schweiz. Bereits am kommenden Freitag wird sie wieder in den Linienverkehr eingeführt.

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Die Swiss-Maschine ist zurück auf heimischem Boden: Eine Boeing 777 der Swiss landet in Zürich KIoten. (Archiv) Bei minus 30 Grad: Die Swiss-Maschine wird in Iqaluit repariert. Hier wird es über den Flugplatz in Iqaluit gerollt – vorbei an der Antonov, die das Triebwerk am Samstag in die Arktis geflogen hat. Ein weiteres Bild von der Fahrt des neuen Triebwerks über den Flughafen Iqaluit. Das alte Triebwerk wurde bereits abmontiert und steht im Hangar. Das Schutzzelt um den Swiss-Flieger ist offen - bereit für den Empfang des neuen Triebwerks. Auf diesem Bild sind beide Triebwerke im Hangar. Hier wurde jener Wechsel der Teile vorgenommen, der unabhängig vom Flugzeug gemacht werden konnte. Wegen der eisigen Temperaturen wurde ein Zelt rund um das Triebwerk aufgestellt, das beheizt ist. Hier waren die Techniker noch mit dem abmontieren des kaputten Triebwerks beschäftigt. Das Triebwerk ohne Hülle am Flughafen von Iqaluit Gebracht hat das riesige Bauteil eine Antonov. Her startet sie in Kloten gen Kanada (4. Februar 2017). Kurz vor dem Start in Kloten. Die Antonov zieht eine erste Schlaufe über Brüttisellen. Am Samstag wird ein Ersatztriebwerk nach Nordkanada transportiert: Das Antonov-Transportflugzeug am Flughafen Zürich. (4. Februar 2017) Die Antonov beim Beladen mit offener Nase. (4. Februar 2017) Die Stadt Iqualit von der Strasse nach Apex aus. In der Gemeinde wohnen etwa 6700 Personen - zu 85 Prozent Inuit. Die "Skyline" der kleinen Stadt in der Aktis im Winter. So klein der Ort auch ist, im April 2015 war hier John Kerry zu Besuch. Auf den Bildern sieht man den die Fahrzeugkolonne des ehemaligen US-Aussenministers. Ein weiteres grosses Ereignis für die Stadt ist offenbar auch die Notlandung der Swiss-Maschine am 1. Februar 2017. Ein Anwohner hat die Landung der Maschine gefilmt: Die Swiss-Maschine kurz vor der Landung auf dem Flughafen Iqaluit in Nordkanada. Bild: Screenshot Twitter Die Maschine ist sicher gelandet, wie eine Mediensprecherin der Swiss sagt. Laut Flughafendirektor John Hawkins soll die Maschine einzig beim Wenden etwas Probleme gehabt haben. (1. Februar 2017) Bild: Screenshot Twitter Der Swiss-Flug LX40 von Zürich nach Los Angeles musste wegen technischer Unregelmässigkeiten die geplante Flugroute unterbrechen. (1. Februar 2017) Bild: Screenshot Flightradar 24 Die Maschine flog Iqaluit nach einer scharfen Kurve direkt an und landete sicher. (1. Februar 2017) Bild: Screenshot Flightradar 24 Die defekte Maschine benötigt ein neues Triebwerk, das über Grossbritannien, Island und Grönland aus Kloten nach Iqaluit eingeflogen werden musste. Drei Swiss-Techniker und einige Experten des Flugzeugmotorenherstellers GE sind seit Sonntag damit beschäftigt, das 8,3 Tonnen schwere Bauteil mit 3,4 Meter Durchmesser an den Swiss-Jet zu montieren. Techniker unter dem Schutzzelt um den Swiss-Flieger (7. Februar 2017) Die Arbeitsbedingungen in der kanadischen Eiswüste sind schwierig. Am Flughafen Iqaluit herrschen derzeit tagsüber Temperaturen von minus 25 Grad... wegen des Windes fühlt es sich aber an wie minus 35 Grad (7. Februar 2017). Techniker arbeiten an den beiden Triebwerken im Hangar. Die Swiss will zu den finanziellen Folgen nichts sagen. Eine grobe Schätzung ergibt Kosten von mehr als einer ­Million Franken. Mit jedem Tag steigen die Ausgaben weiter (7. Februar 2017).

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Fehler gesehen?

Die Swiss-Maschine, die wegen Triebwerkproblemen im kanadischen Iqaluit notlanden musste, ist – mit neuem Triebwerk – zurück in der Heimat. Nach einer Flugzeit von 5:49 Stunden und einer zurückgelegten Strecke von rund 4800 Kilometern ist die Boeing 777 um 8.14 Uhr in Zürich gelandet.

Swiss-Sprecher Stefan Vasic hatte zuvor bestätigt, dass der Flieger heute am frühen Morgen (Schweizer Zeit) in Iqaluit gestartet war, nachdem das defekte Triebwerk ausgewechselt worden war. «Nach einigen Tests und den anschliessenden Formalitäten konnte die Maschine dann in Richtung Schweiz starten.»

Nächster Linienflug bereits geplant

Bereits am Freitag soll die Boeing 777 wieder in den normalen Linienverkehr eingeführt werden, erklärt Vasic.«Sobald die Maschine da ist, werden noch kleinere Wartungs- und Reinigungsarbeiten durchgeführt. Von Iqaluit aus hob nämlich lediglich die Crew ab. «Da es sich hierbei nicht um einen Linienflug handelt, waren keine regulären Passagiere an Bord», sagt Vasic.

Das Swiss-Maschine ist startklar. (Quelle: Twitter/Kuthula Matshazi)

Ursache des Defekts wird überprüft

Rund eine Woche stand das Flugzeug der Swiss im kanadischen Iqaluit. Das linke Triebwerk hatte sich auf dem Flug nach Los Angeles wegen einer Störungsmeldung automatisch abgeschaltet und der Flieger war darauf in der Arktis notgelandet. Eine Antonov An-124 hatte am Wochenende ein neues Triebwerk in die Arktis geflogen. Dasselbe Transportflugzeug wird nun das kaputte und ausgebaute Triebwerk zum Hersteller bringen. Dort soll es einer Analyse unterzogen werden, um die Ursache für den Defekt zu finden.

Das neu eingebaute Triebwerk wird lautstark getestet. (Quelle: Twitter/Frank Reardon Photos)

Ein Flughafen für Notfälle

Der Flughafen Iqaluit, der über eine 2600 Meter langen Piste, ein Terminal und ein Gepäckausgabeband verfügt, ist für Notlandungen auf der polaren Route vorgesehen. Er wird hin und wieder ausserplanmässig angeflogen, wenn sich an Bord eines Langstreckenfluges ein medizinischer Notfall ereignet oder ein technisches Problem auftritt.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf Raess am 09.02.2017 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meisterleistung im Winter

    Unter diesen Umständen, dh. so hoch im Norden und ohne einen Flugzeughangar ist es ein Wunder dass die Spezialisten nur eine Woche gebraucht haben. Man sollte diese Mechaniker feiern!

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  • Sehnsucht 67 am 09.02.2017 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab .

    wow meeegggaaa Leistung. Mein Mechaniker hat länger gebraucht bei meinem Auto um ein paar Teile zu wechseln. Bei dieser Kälte und Bedingungen ist das eine Meister Leistung. Nicht umsonst werden diese Experten weltweit hoch gelobt.

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  • Aaraupanda am 09.02.2017 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bringt sie heim

    Fantastisch, wie schnell das ging! Schweizer Qualitätsarbeit bei der Reparatur. Ich hoffe die Maschine ist bald wieder daheim.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr Mech am 09.02.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dinge, die die Welt bewegen

    Habe auch gerade den Austausch von Zahnriemen und Wasserpumpe an einem Kundenfahrzeug erfolgreich abgeschlossen. Erwähnt ihr das bitte auch! Gerne sehe ich ein Bild, wie der Kunde in seine heimatliche Garage fährt. Das Signet unserer Marke kann ich noch nachschicken.

    • Chrigel am 09.02.2017 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Hut Ab

      Toll ich gratuliere dir, das hast du natürlich auch im Freien bei -35 Grad hinbekommen. Mein absoluter Respekt ;-)

    • Alles lesen am 09.02.2017 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chrigel

      Das Zelt war geheizt, draussen war's kalt.

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  • Flieger am 09.02.2017 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Theater

    Die Mech haben einen Superjob gemacht. Deswegen muss man nicht in den Medien so ein Theater machen nur weil ein reparierter Flieger in Zürich gelandet ist. Und: warum macht man so ein Theater wegen eines Flugzeuges einer LH Tochter? Braucht die LH das Schweizer Kreuz um noch respektiert zu werden?

  • D.N. am 09.02.2017 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super Job gemacht, wenn man die Dimensionen dieser Reparatur und die Wetterbedingungen betrachtet. Kann die Schweiz doch noch Glanzleistungen vollbringen, was man von der Politik nicht aussagen kann.

    • MArtin am 09.02.2017 14:36 Report Diesen Beitrag melden

      @D.N.

      Wetterbedingungen ? Das Zelt war beheizt, nichts anderes als wenn man in ner Werkstatthalle nen neues Triebweck dran basteln, was daran so toll ?

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  • Klar doch am 09.02.2017 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Verwundert

    bin ich nicht dass das Flugzeug wieder in Kloten ist. War doch die Idee der Reparatur.

  • Nicola Greutmann am 09.02.2017 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bonuslohn

    Ich hoffe diese Mechaniker kriegen einen heftigen Bonus Lohn bei dieser Leistung