Historische Rekordhitze

07. Januar 2018 19:11; Akt: 07.01.2018 21:49 Print

Sydney erlebt den heissesten Tag seit 1939

Eiseskälte in Nordamerika vs. historische Rekordhitze in Australien: Ein Vorbereitungsturnier des Australian Opens musste gar unterbrochen werden.

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Die australische Millionenmetropole Sydney hat am Sonntag den heissesten Tag seit Jahrzehnten erlebt. In der westlichen Vorstadt Penrith wurde mit 47,3 Grad Celsius die höchste Temperatur seit dem Jahr 1939 gemessen. Behörden verboten das Entfachen von Feuern, ein Tennisturnier wurde unterbrochen.

Spitzen-Tennisspielerinnen und -Tennisspieler mussten den Platz bei einem Vorbereitungsturnier auf das Grand-Slam-Turnier Australian Open verlassen. Die Temperaturen waren zuvor auf mehr als 40 Grad gestiegen.

Der französische Tennisstar Kristina Mladenovic unterbrach das Spiel und verwies dabei auf die Belastung durch die Hitze. Auf dem Platz hätten zu Beginn wahrscheinlich 50 Grad geherrscht, schrieb die Elfte der Tennis-Weltrangliste auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. Es sei das erste Mal in ihrer Karriere gewesen, dass sie sich aus einem Spiel zurückgezogen habe, fügte Mladenovic hinzu. «Das sagt alles.»

Hitze-Rekord bei Cricket-Turnier

Auch beim letzten Spiel des beliebten Cricket-Turniers Ashes zwischen Australien und England wurde am Sonntag ein neuer Hitze-Rekord aufgestellt. Wetterstationen in der Nähe des Cricket-Stadions von Sydney meldeten Temperaturen von bis zu 43,7 Grad.

Der bisherige Höchstwert bei einem Cricket-Spiel in Australien sei wohl mit 43,1 Grad in Adelaide im Jahr 1908 gemessen worden, berichtete die Zeitung «Sydney Morning Herald» unter Berufung auf den australischen Wetterdienst.

Vollständiges Feuerverbot

Die Regierung verhängte ein vollständiges Feuerverbot, um das Risiko für Buschbrände zu senken. Diese sind häufig während der trockenen australischen Sommer. Am Samstag waren schon zahlreiche Feuer in den Bundesstaaten Victoria und South Australia ausgebrochen. Sie zerstörten mehrere Gebäude.

Seit dem Jahr 1910 erhöhten sich die Temperaturen in Australien um rund ein Grad, wie es in einem Bericht der Wetter- und Forschungsbehörde CSIRO heisst. Experten warnten zudem, der Klimawandel habe die Temperaturen im Wasser und auf dem Land steigen lassen. Die Folge seien mehr extreme Hitzetage und schwere Feuerperioden.

Bereits im vergangenen Sommer waren landesweit mehr als 200 Wetterrekorde gebrochen worden. Zwischen Dezember 2016 und Februar 2017 herrschte eine starke Hitzewelle mit Buschfeuern und Überschwemmungen.

(sep/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franziska am 07.01.2018 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist erst der Anfang

    Muttererde ist nicht mehr im Gleichgewicht. Kein Wunter bei dem was alles ins Meer, in die Luft und sonst wo deponiert und entsorgt wird.

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  • Fran Cesca am 07.01.2018 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger ist mehr

    Ohne mehr Verzicht geht es nicht mehr. Weniger Stromverbrauch, weniger Heizoelverbrauch, weniger Benzinverbrauch, weniger Flugferien, weniger Transportwege, weniger Nahrungsmittelimporte. Jeder persönlich ist gemeint, weniger habgierig zu sein.

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  • Maler50 am 07.01.2018 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verrückt

    Das Wetter spielt auf der Welt zur Zeit etwas verrückt. Ob dies wohl die Zukunft ist?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Galler am 08.01.2018 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    St.Gallen am Meer

    Das Wetter spielte schon immer verrückt oder änderte sich. Erst vor einer Woche konnte man im St. Galler Tagblatt lesen, dass St. Gallen vor Millionen von Jahren 200 Meter unter dem Meer lag. Fossilien beweisen es. Aber es ist natürlich nicht das Gleiche, wie wenn man dem Mensch die Schuld für den (tatsächlich vorhandenen) Klimawechsel geben kann. Der Film "die Klimalüge" kann etwas Licht ins Dunkel bringen

  • Chregu am 08.01.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Seit 1908

    Wenn es 1908 schon über 43 Grad heiss war, warum redet man erst seit 10 Jahren über den Klimawandel ? Der hat schon früher begonnen, nur hatten dazumal die Leute weniger Geld als heute. Heutzutage kann man die Leute mehr schröpfen mit Umwelt- und CO2 Abgaben, weil wir ja auch mehr verdienen als 1908.

    • Toni P. am 08.01.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

      Rekorde gab es immer, aber ...

      Das Problem ist die hohe Durchschnittstemperatur und die Sauerstoffarmen Ozeane. Also kann man das nicht einfach wegdiskutieren und sagen, dass es schon immer schlimm gewesen sei (was es offensichtlich nicht war).

    • Galler am 08.01.2018 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Toni P.

      Co2 und Temperatur hängen zusammen, nur umgekehrt, als man uns weissmachen möchte. Der Co2 Anstieg folgt dem Temperaturanstieg. Auch gibt es einen Zusammenhang mit Sonnenstürmen und Temeraturveränderungen, wurden schon lange dokumentiert. Damit lässt sich aber kein Geld verdienen

    • Skywalker99 am 08.01.2018 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Galler

      3x unhaltbare Behauptungen.

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  • Seneca am 08.01.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Es kommt wies kommt.

    Denn niemand wird sich selbst freiwillig schlechter stellen wollen als die anderen in seiner Gesellschaft. Jeder nimmt was er kann und das wir so lange gehen bis es nicht mehr geht. Dann wird die Not es Wenden. Bleibt gesund und froh im Herzen.

  • icky am 08.01.2018 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    interessante Reaktionen

    hier sieht man, dass jeder mit solchen Nachrichten macht, was ihm passt. aus dieser Nachricht kann man ableiten dass es immer heisser wird...aber auch, dass solches schon immer vorkam. der Klimawandel ist da, aber nicht jeder heisse Tag muss als Beweis dafür dienen.

    • Chregu am 08.01.2018 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      Verkehrte Welt

      Es wird nicht immer nur heiss. Es wird auch anderorts kälter und nässer. Oder es schneit an Orten, wo sie den Schnee nur das Büchern kennen. Und bei uns herrschen Temperaturen anfangs Januar wie im Frühling.

    • Medo am 08.01.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Darum heisst es auch "Klimawandel" und

      nicht nur Klimaerwärmung. Eine Erwärmung mag es im Schnitt sein, ja, aber nicht überall wird es wärmer. Durch die globale Erwärmung ändert sich das Klima aber überall. Es ist alles verlinkt und vernetzt - darum wird es in Zukunft wohl kaum ruhiger werden.

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  • Sommerwind am 08.01.2018 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heiss

    Lieber Heiss als Kalt!Ich hasse den Winter:((