Starker Schneefall

31. Dezember 2017 13:08; Akt: 31.12.2017 14:59 Print

Tausende stecken in den französischen Alpen fest

In mehreren Orten südwestlich des Mont-Blanc-Massivs mussten etwa 4000 Menschen in Notunterkünften übernachten. Grund war der starke Schneefall.

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Mehrere Tausend Menschen auf dem Weg zum Winterurlaub in den französischen Alpen haben die Nacht zum Sonntag in Notunterkünften verbracht. Grund waren schwierige Strassenverhältnisse wegen starken Schneefalls sowie Lawinengefahr.

In mehreren Orten südwestlich des Mont-Blanc-Massivs seien bis zu 4000 Menschen in städtischen Räumlichkeiten aufgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Präfektur des Verwaltungsbezirks Savoie am Sonntag. Zudem wurden 500 Personen untergebracht, die mit dem Flugzeug in Chambéry gelandet waren.

Silvesterfeier nicht in Gefahr

Am Samstag vor dem Jahreswechsel strömten zahlreiche Feriengäste in das Gebiet, die Präfektur sprach von 40'000 An- und 25'000 Abreisenden. «Wir haben 100 Meter in 20 Minuten geschafft», sagte eine Frau dem Sender BFM TV. Die Silvesterfeier in den Bergen war für die Reisenden aber nicht in Gefahr: Die Strassen seien in der Nacht wieder geräumt gewesen, hiess es von der Präfektur – die Touristen konnten ihre Fahrt am Sonntagmorgen fortsetzen.

Wegen gestiegener Temperaturen gaben die Behörden Lawinenwarnungen aus. Am Samstag war ein 22-jähriger Skiwanderer nahe Val-d'Isère abseits der Pisten von einer Lawine verschüttet worden. Er konnte wegen der extremen Wetterbedingungen erst am Sonntag tot geborgen werden.

Ein Vertreter der Bergrettung warnte, ein Verlassen der ausgeschilderten Pisten in den kommenden Tagen komme angesichts der hohen Lawinengefahr «fast einem Selbstmord gleich».

(sda)